Lindenfelser Brauchtumstage mit vielen Höhepunkten

Altes Handwerk, bodenständiges Brauchtum und buntes Markttreiben stehen im Mittelpunkt der „Lindenfelser Brauchtumstage“ am Samstag, dem 2. Oktober und Sonntag, dem
3. Oktober 2010 im Burgstädtchen Lindenfels. Für diesen letzten Jahreshöhepunkt ist Lindenfels bestens gerüstet. Die Organisatoren „Verkehrsverein“ und die Arbeitsgemeinschaft „Heimatpflege und Museum“ laden zu dieser Veranstaltung, die man bereits zum 27. Mal ausrichtet, herzlich ein. Die Schauplätze der Brauchtumstage und des Herbstmarktes sind das Museum in der historischen Zehntscheune, die obere Burgstraße mit dem Rathaushof, dem Bürgerhaus und dem Kurgarten, bewacht von der Burg auf dem Schlossberg.
Das Ziel der zweitätigen Veranstaltung war und ist es das Lindenfelser Museum zu beleben und damit bodenständiges Brauchtum allen Besuchern, Gästen und der Einwohnerschaft zu vermitteln. Groß ist die Zahl der Handwerker, die in den Museumswerkstätten und im Rathaushof längst vergangene Handwerksarbeiten aufleben lassen. Dazu zählen der Wagner, der Schindelschnitzer, der Odenwälder Gailchesmacher, der Steinhauer, der Schuhmacher, der Polsterer, der Schmied, die Zimmerleute, der Korbmacher, der Kunstglaser, der Kaffeeröster. Den Uhrmachermeister kann man in der Sonderausstellung besuchen. An beiden Tagen bewegt sich die über hundert Jahre alte Druckmaschine und sicherlich freuen sich alle Besucher über eine Lindenfels-Ansicht aus dem Jahr 1848, frisch gepresst. In der Spinnstube surren die Spinnräder und die damit gewonnene Wolle wird gleich nebenan auf dem Webstuhl verarbeitet. Zuschauen kann man dem Blaufärber in seiner Werkstatt, in der Schneiderei entstehen Odenwälder Trachtenstücke aus edlem Leinen, wobei man auch einen Einblick in die Perlenstickerei bekommt.
Beim Herbstmarkt im Kurgarten und Bürgerhaus präsentieren die die Landfrauen Odenwälder Kochkäse, zudem findet man Würzkräuter, Kürbisse, heimische Produkte aus der Landwirtschaft und Kunsthandwerk in großer Vielfalt bereichern das Angebot. Zur Stärkung der Marktbesucher lädt das Museums-Café mit leckeren Kuchen und Brot aus dem Holzbackofen und die Odenwälder Kartoffel-Dämpferei mit Pellkartoffeln zu Kräuterquark ein. Den Durst kann man mit frischem Apfelmost – „Süßer“ – aus der Museums-Kelteranlage löschen. Lecker sind auch die frischen Lebkuchen, die es in der Museumsbackstube gibt.
Altes Handwerk für die Kinder
Bei den Brauchtumstagen kommen auch die Kinder auf ihre Kosten. So laden einige Handwerker zum Mitmachen und Mitgestalten ein. In der Wachswerkstatt sind die Kinder eingeladen zum Kerzenziehen und Einfärben, kleine Leinentücher kann man in der Blaufärberei bedrucken, in der Filzerei mit feuchtem Filz kleine Figuren formen, in der Laternenwerkstatt bunte Laternen basteln und beim Glasbläser schmucke Kugeln unter Anleitung blasen.
Die 27. Lindenfelser Brauchtumstage sind am Samstag, 2. Okotber 2010, von 12.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag, 3. Oktober, von 10.00 bis 18.00 Uhr, geöffnet und ein lohnendes Ziel für Groß und Klein. Die Lindenfelser Geschäfte laden zudem zu einem „verkaufsoffenen Sonntag“, am Sonntagnachmittag, ein.