Inline-Skaten ist eine der beliebtesten Freizsportarten. Wer den erforderlichen Helm sowie Ellenbogen-, Handgelenk- und Knieschoner anzieht und einige Regeln beachtet, fährt sicherer und kann unbeschwert "losdüsen".

Fallen, Bremsen, Kurvenfahren und vor allem Ausweichen - das sind Techniken, die jeder Skater beherrschen sollte. Viele Sportvereine bieten inzwischen entsprechende Kurse - auch für Kinder - an. Jüngere Kinder sollten in einer sicheren Umgebung z.B. auf Feld- oder Spazierwegen fahren.

Sicherheit ist wichtig!

Durch die Hohe Geschwindigkeit, die beim skaten erreicht werden kann, können schon kleine Hindernisse (z.B.Steinchen) zum Sturz führen.Nach Angaben des Tüv Süd tragen aber 32 % der Jugendlichen und 98 % der Erwachsenen beim Skaten keine ausreichende Schutzausrüstung.

Die am meisten gefährdeten Körperreginen sind:

Hand, Unterarm, Ellenbogen 32 %

Knie, Fuß, Unterschenkel 26 %

Kopf und Hals 16 %

Rumpf, Becken 11 %

(Quelle, Tüv Süd)

Die Inline Skates müssen für das Alter die richtige Größe und Schafthöhe haben. Sie sollen weder zu groß noch zu eng sein. Der Schuh muss eine Bremsvorrichtung besitzen und sollte gut gelagerte Rollen haben Inline-Skates passen, wenn im Stand die Ferse fest im Schuh sitzt und die Zehen dabei nach vorne ungefähr einen Fingerbreit Platz haben.

Wie beim Skifahren werden beim Skaten die Knie gebeugt, und der Fuß rutscht nach vorne in den Schuh. der Schaft dem Sprunggelenk seitlichen Halt gibt.

Gute Inline-Skates sind in der Regel DIN-Norm-geprüft. Das heißt, sie wurden einer Dauerbelastung ausgesetzt und im Einzelnen getestet auf:

Statische Belastung des gesamten Inline-Skates, horizontalen Frontaufprall, vertikalen Aufprall der Bremseinrichtung, Befestigung des Fahrwerks am Schuh, vertikalen Aufprall auf einer schrägen Platte.

Bei der Ausrüstung sollten Knie- Handgelenk- und Ellenbogen- schoner sowie ein Helm nicht fehlen. Achten Sie beim Kauf auf gute und getestete Qualität des Zubehörs. Diese erkennen Sie an der "CE"-Kennzeichnung.

Knieschoner Die Knieschoner fangen beim Sturz die Hauptaufprallenergie auf. Sie müssen perfekt sitzen, ohne das Blut in den Beinen abzuschnüren. Damit die Knieschoner nicht seitlich wegrutschen, haben sie in der Regel neben den Klettverschlüssen einen Strumpf, der über das Bein gezogen wird. Nach einem Sturz muss der korrekte Sitz aller Schoner überprüft werden.

Handgelenkschoner Die Handgelenkschoner schützen Hände und Handgelenke vor Brüchen, Verstauchungen und Schürfwunden. Da die Hardplastikschienen schnell verschleißen, müssen sie rechtzeitig ausgetauscht werden. Achtung: Eine Uhr oder ein dickeres Armband darf nie unter dem Schoner getragen werden - Verletzungsgefahr!

Ellenbogenschoner Die Ellenbogenschoner ähneln im Aufbau den Knieschonern. Wie diese haben gute Schoner deshalb einen Strumpf, der über den Arm gezogen wird. Achtung: Wer den Strumpf nicht benutzt und nur die Klettverschlüsse um den Arm bindet, geht ein Verletzungsrisiko ein. Bei einem Sturz auf die Straße sind die Klettverschlüsse nicht in der Lage, die Energie des Aufpralls zu absorbieren. Die Schoner verrutschen und verlieren ihre Schutzwirkung vollkommen.

Helm Der Helm ist beim Rückwärtsfallen der einzige Schutz für den Kopf, der vor allem bei Kindern nicht fehlen darf. Der Helm muss richtig eingestellt sein und fest sitzen. Neben speziellen Skater-Helmen können auch Fahrradhelme verwendet werden - allerdings nur, wenn sie rund sind und keine "Tropfenform" haben. Diese, nach hinten spitz verlaufende Form ist ungeeignet, da der Helm bei einem Sturz nach hinten den Kopf zu früh abfangen würde - eine zu starke Belastung der Halswirbel ist die Folge.

Der Helm muss gut passen. Er darf weder drücken noch verrutschen. Stirn, Schläfe und Interkopf sollten besonders gur geschützt sein. Die Ohren und das Gesichtsfeld müssen freibleiben. Außerdem sollte der Helm mit dem CE-Zeichen des Tüvs versehen sein. Nach einem Sturz muss der Helm unbedingt ausgetauscht werden, auch wenn keine Schäder ersichtlich sind, da der Helm an der Aufprallstelle oft keine Schutzwirkung mehr hat.

Die Ellenbogen-und Knieschützer müssen gut gepolstert sein und sollen eine gute Kunststoffschale besitzen. Beim Bewegen dürfen sie weder verrutschen noch drücken.

Außerdem darf die Beweglichkeit nicht eingeschränkt werden. Die Handgelenkstützen können im einen Bruche verhindern. Sie sind verstärkt und können deshalb nicht durch Fahrradhandschuhe ersetzt werden.

Für´s skaten in der Halfpipe sollten die Ausrüstungsgegenstände der erhöhten Gefahr angepasst sein. (Spezialhelm, "Aggressive Protektoren"

Verkehrsregeln für Skater

Für Inline-Skater gelten dieselben Regeln wie für Fußgänger.

Inline-Skater müssen grundsätzlich die Gehwege für Fußgänger benutzen. Auf die Fahrbahn auszuweichen ist für Inline-Skater nur dann erlaubt, wenn kein Gehweg vorhanden ist, z. B. auf Landstraßen. Benutzen Skater die Fahrbahn, so müssen sie innerhalb geschlossener Ortschaften am rechten Fahrbahnrand fahren. Außerhalb geschlossener Ortschaften müssen sie, wenn möglich, am linken Fahrbahnrand fahren. Bei Dunkelheit, bei schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, müssen Skater hintereinander fahren. Inline-Skater, die sperrige Gegenstände mitführen, müssen die Fahrbahn benutzen, wenn sie auf dem Bürgersteig oder auf dem Seitenstreifen die anderen Fußgänger erheblich behindern würden. Benutzen Inline-Skater die Fahrbahn, müssen sie am rechten Fahrbahnrand fahren. Vor dem Abbiegen nach links dürfen sie sich nicht links einordnen. Inline-Skater müssen Straßen zügig auf dem kürzesten Weg quer zur Fahrtrichtung überschreiten, und zwar, wenn die Verkehrslage es erfordert, nur an Kreuzungen oder Einmündungen, an Ampeln oder auf Fußgängerüber- wegen.

An den Stellen, wo man als Fußgänger Vorrang hat, gilt das natürlich auch für Skater: Am Fußgängerüberweg muss ein Auto oder Motorrad auch dann anhalten, wenn ein Fußgänger mit Inline-Skates den Zebrastreifen erkennbar überqueren möchte. Quelle GDV

 


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