Waldorfspielsachen
Worin unterscheiden sich „Waldorfspielsachen“ von anderen Spielsachen?
Pädagogen beobachten zunehmend, dass die Fähigkeit zu spielen bei unseren Kindern immer mehr nachlässt. Zu oft endet das kindliche Spiel in zügellosem „sich austoben“ oder in „apathischer Unlust“.
Waldorfspielsachen sollen vor allem altersgerecht sein und die Sinne sowie die Phantasie anregen.
Die Betrachung der kindlichen Entwicklung und des natürlichen Spielverhaltens sind die Grundlagen für die Auswahl der Spielsachen. Eine Reihe von Fachbüchern widmen sich dem Thema der kindlichen Entwicklung und des kindlichen Spieles.
Babys und Kleinkinder möchten die Welt mit allen ihren Sinnen erfahren. Sie wollen saugen, beißen und greifen. Sie begreifen und erleben was hart, weich, warm, kalt... ist. Außerdem lieben kleine Kinder alles Rhytmische, wie Hoppe-Reiter Spiele, Reime oder Lieder. Bei allen Spielsachen, die man Kindern in die Hand gibt, sollte man überlegen, welche Sinne angsprochen werden und ob die Phantasie genügend Spielraum hat.
Als Spielsachen für Babys und Kleinkindalter bieten sich zum Beispiel an: Greiflinge aus weichen Materialien oder handschmeichelnde Holzrasseln, Purzel- oder Leitermännchen, Schaukelpferd, Schaukel, Kugelbahn
Die 3-4 jährigen dagegen wollen klettern, springen, bauen und ordnen. Sie üben die Motorik der Hände und Füße und prägen ihre Sprache aus. Im Sandkasten üben sie zu plastizieren, das eine wichtige Bedeutung hat das freie Spiel.
Als Spielsachen bieten sich an: Spielständer, Tücher, Bauklötze, Naturmaterialien, Puppen, Puppenwagen...
Die etwas größeren Kinder, im Alter von etwa 5 Jahren, beginnen die Welt der Erwachsenen nachzuahmen. Sie entdecken die Welt der Phantasie- und Rollenspiele. Beim Bauen lernen sie das Konstruieren und die Gesetzmäßigkeiten der Statik.