Test: Bin ich fit für den Ernstfall

Der Arbeitskreis „Rauchmelder retten Leben“ hat den folgenden Test ausgearbeitet, um Menschen dabei zu helfen, im Ernstfall den Durchblick zu behalten.

1. Wie lange kann eine Zigarettenkippe auf dem Sofa schmoren, bis daraus ein Feuer entsteht?

a) 5 Min
b) 10 Min
c) 30 Min
d) 1 Std.
e) 3 Std.

Eine Zigarette kann bis zu drei Stunden unentdeckt vor sich hin schmoren, bis sich ein Brand entfacht. In dieser Zeit sind sie unter Umständen schon ins Bett gegangen und schlafen.

2. Was würden sie tun, wenn der Rauchmelder Sie geweckt hätte, Sie auf den Flur kommen und ihnen der schwarze Qualm bereits entgegen kommt?

a) Tief Luft hohlen und mitten durch den Rauch hindurch gehen
b) Auf den Boden sinken und unter dem Rauch hindurch kriechen
c) Zurück in das Zimmer gehen und die Tür schließen.

Türen sind ein wesentlicher Bestandteil der Brandeindämmung. Sie sind eine Barriere,die Sie zwischen sich und das Feuer bringen müssen. Wenn die Türen offen stehen, kann sich das Feuer ungehindert ausbreiten.

3. Die Familie verlässt das Haus immer gemeinsam.

a) Richtig
b) Falsch

Weil es nicht immer möglich ist, das Haus gemeinsam zu verlassen, müssen alle Familienmitglieder lernen, wie sie am besten von verschiedenen Standorten aus das Haus verlassen.

4. Wenn Ihr Rauchmelder nachts Alarm schlägt, was tun sie zuerst?

a) Feuerwehr rufen
b) Die Brandursache feststellen
c) Alle Bewohner der Wohnung wecken
d) Anziehen
e) Wertsachen holen

Im Brandfall geht es um Sekunden. Wenn Ihr Rauchmelder Alarm schlägt, bleiben ihnen eventuell nur noch Sekunden zur sicheren Flucht. Also wecken sie alle Bewohner Ihrer Wohnung, im besten Fall auch alle Hausbewohner. Verlassen sie umgehend das Haus, ohne etwas mitzunehmen. Schließen sie die Türen hinter sich. Rufen sie von außerhalb des Gebäudes die Feuerwehr.

5. In ihrem Wohnzimmer brennt der Mülleimer. Wie viel Zeit bleibt Ihnen, bis die Brandfalle zuschnappt?

a) 1 Min.
b) 5 Min.
c) 10 Min.
d) 15 Min.

Es bleibt Ihnen genau eine Minute bis aus einem übersichtlich brennenden Mülleimer ein unkontrollierbares Feuer geworden ist. Spielen sie keinesfalls den Helden. Verlassen Sie sofort die Wohnung und rufen Sie von Draußen die Feuerwehr.

6. Wie alt denken Sie, sind Kinder, die an den Folgen von unsachgemäßem Umgang mit Streichhölzern und Kerzen jährlich sterben?

a) 3 Jahre
b) 6 Jahre
c) 9 Jahre

Es sind die Kleinsten, denen mit der brennenden Kerze ein Malheur passiert, oder denen es gelingt, in ein paar unbeobachteten Momenten ein Streichholz anzuzünden und die es vor Schreck sofort wieder fallen lassen. Ein paar Sekunden später sitzt das Kind unter Umständen unrettbar in der Rauchfalle fest. Lassen Sie niemals Feuerzeuge oder Streichhölzer herumliegen. Lassen Sie ihr Kind nicht unbeobachtet. Lassen Sie ihr Kind in Ihrem Beisein Erfahrungen mit Feuer und Hitze machen.

7. Die Pfanne mit heißem Öl auf Ihrem Herd hat sich entzündet und brennt. Wieviel Zeit haben Sie bis zu einem Übergreifen der Flammen auf die restliche Küche?

a) 30 Sek.
b) 1 Min.
c) 5 Min.
d) 10 Min.

Nach 30 Sekunden sind die Flammen so hoch, dass sie darüber liegende Einbauschränke, Abzugshauben etc. entzünden. Wenn Sie die Flammen also nicht sofort mit einer Decke löschen können, verlassen Sie das Haus und rufen die Feuerwehr von außerhalb des Gebäudes.

   

Der Mensch sichert sich gegen viele Unabwägbarkeiten des Lebens ab. Im Wagen legen die meisten Menschen ihren Sicherheitsgurt an, sie überqueren die Straßen nicht ohne nach rechts und links zu sehen und sie verschließen Nachts aus Sicherheitsgründen die Wohnungstür.

Bei aller Vorsicht verdrängen die meisten Menschen eine große Gefahr aus ihrem Bewusstsein: Den Wohnungsbrand. Jährlich brennt es in...

Rauchmelder bieten Sicherheit für Leben und Besitz

Der Mensch sichert sich gegen viele Unabwägbarkeiten des Lebens ab. Im Wagen legen die meisten Menschen ihren Sicherheitsgurt an, sie überqueren die Straßen nicht ohne nach rechts und links zu sehen und sie verschließen Nachts aus Sicherheitsgründen die Wohnungstür.

Bei aller Vorsicht verdrängen die meisten Menschen eine große Gefahr aus ihrem Bewusstsein: Den Wohnungsbrand. Jährlich brennt es in deutschen Haushalten bis zu 200.000 mal, dabei sterben knapp sechshundert Menschen und sechzigtausend Menschen entkommen mit nur knapper Not der häuslichen Brandfalle. Bei den Bränden entstehen jährlich Sachschäden bis zu zwei Milliarden Mark. Auslöser für die Millionenschweren Katastrophen sind oft Bagatellen. Umgefallene Kerzen, glühende Zigarettenkippen im Mülleimer, vergessene Herdplatten, defekte Elektrogeräte und Wärmestaus im Stand-by-Betrieb von Einbaugeräten. Besonders gefährlich sind Schwelbrände, deren giftige Dämpfe sich lautlos ausbreiten. Nachts haben die Opfer keine Chance, sie ersticken im Schlaf ohne aufzuwachen.

Vorbeugender Brandschutz
Der einzig wirksame Schutz gegen Brände ist der verantwortungsvolle Umgang mit möglichen Gefahrenquellen, die Installation von Rauchmeldern und die Anschaffung z.B. von Löschdecken, um kleinere Brände schnell unter Kontrolle zu bringen.

Rauchmelder retten Leben
Das wichtigste Instrumentarium beim vorbeugenden Brandschutz ist zweifelsohne der Rauchmelder. Durch das laute akustische Signal werden alle Bewohner geweckt und gewinnen so wertvolle Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder sind nur so groß wie eine Kaffeetasse, batteriebetrieben und lassen sich problemlos an jede Decke schrauben. Das lebensrettende Gerät funktioniert nach dem photo-optischen Prinzip, bei dem durch die "Dunkelkammer" des Rauchmelders ein Lichtstrahl geschickt wird. Wenn der Lichtstrahl durch einströmenden Rauch unterbrochen wird, meldet sich das Gerät mit einem unüberhörbaren Signalton.

Schon ein Rauchmelder im Flur einer Wohnung bietet einen Mindestschutz, am wirkungsvollsten ist der Schutz, wenn in jedem Zimmer ein Rauchmelder
installiert ist. VdS-geprüfte Rauchmelder garantieren die nötige Sicherheit, damit der Rauchmelder auch funktioniert, wenn es ernst wird.

Kleine Brände in der Entstehungsphase selbst löschen
Eine Löschdecke gehört in jede Küche. Glühende Herdplatten, übersättigte Filter in Dunstabzugshauben und Fettbrände explodieren, wenn mit Wasser gelöscht wird. Daher ist es wichtig, eine Löschdecke griffbereit zu haben, die kleinere Brände in der Küche relativ gefahrlos erstickt. Feuerlöscher, die Flammen mit Schaum oder Pulver ersticken, sollten gut erreichbar im Treppenhaus montiert und verlässlich gewartet sein.

Der richtige Umgang mit möglichen Gefahrenquellen
Bei Elektrogeräten wie Heizstrahlern- und Lüftern ist zu beachten, dass keine
Kleider oder andere Gegenstände darauf abgelegt werden. Beim Einbau von
Geräten muss Platz zum Entweichen der warmen Luft eingeplant werden, um
einen Hitzestau zu vermeiden. Einbaugeräte nie beim Verlassen der Wohnung oder nachts im Stand-by-Modus lassen. Heizdecken dürfen nur ganz ausgebreitet verwendet werden. Bei Wasserkochern und Kaffeemaschinen ist immer darauf zu achten, das genügend Flüssigkeit eingefüllt ist. Verschmutzte Isolierungen von Haushaltsgeräten, Mehrfachstecker oder unfachmännisch reparierte Elektrogeräte verursachen mitunter, dass der Strom sich neue Wege sucht (Kriechstrom). Ein FI Schalter (Elektrohandel) unterbindet die Stromzufuhr, sobald sich der Strom auf
Abwege macht. Kinder zündeln gerne und unterschätzen dabei die Gefahren des Feuers. Mit Kindern sollte der Umgang mit Feuer in Anwesenheit der Eltern geübt werden. Feuerzeuge und Streichhölzer müssen verschlossen aufbewahrt werden.

Wenn es trotz aller gebotenen Vorsicht doch zu einem Brand kommt, unternehmen Sie sofort folgende Schritte:
• Ruhe bewahren
• Türen und Fenster geschlossen halten
• Alle Bewohner der Wohnung wecken und in Sicherheit bringen
• Die Nachbarn verständigen
• Von außerhalb des Hauses unter 112 die Feuerwehr rufen
  (Namen und Adresse nennen und sagen, was brennt und
  ob Menschen in Gefahr sind).


 


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