Am 24. Juni, am Johannistag, sind Tag und Nacht gleich lang. Danach werden die Tage schon wieder kürzer.
In dieser Nacht erleben die Menschen der nördlichen Erdhalbkugel, etwa zwischen dem 60° Breitengrad (z.B. in Oslo, Helsinki oder Sankt Petersburg) und dem nördlichen Polarkreis eine kurze und gleichzeitig helle Nacht, da die Sonne nur kurz untergeht. Dabei „glüht“ der Nordhimmel in allen nur erdenklichen roten und violetten Farbtönen und jenseits des Polarkreises lacht - wenn Petrus mitspielt - sogar die Mitternachtssonne vom Himmel. Dieses Naturereignis wird - vor allem in den skandinavischen und baltischen Ländern - traditionell mit dem Mittsommerfest oder der „Weißen Nacht“ gefeiert. Überlieferungen zufolge entfachten die Menschen bereits seit dem 6. Jahrhundert hierbei große Freudenfeuer und tanzten im Schein des Lichts.
Auch in unseren Breitengraden wird der Sommeranfang gefeiert. Traditionell werden in der Johannisnacht (Nacht vom 23. zum 24. Juni) sog. Johannis- und Sonnwendfeuer (große Holzfeuer) angezündet – ein christlicher Brauch heidnischen Ursprungs.