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Die in Quirlen stehenden Blüten lassen kaum erahnen, dass diese Stauden enge Verwandte der bekannten Schlüsselblumen sind (CMA)

Die schönen Windröschen, botanisch Anemone blanda, läutet mit vielen zierlichen Blüten bei milder Witterund schon im Februar das Frühjahr ein ( IZB)

Ein kunstfertig gebundender Königsstrauss zum Osterfest mit floralen Kostbarkeiten aus der Natur: Annemonen, Hyacinthus, Delft Blue und Anna Liza, Tulipa, Gebrand Kieft und Dreaming Maid (IZB)

Heide, Weidenkätzchen und bunte Frühlingsblüher - eine ungewöhnliche, aber sehr attraktive Art, den Frühling einzuläuten (CMA)
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Schlägt man in alten Pflanzenbüchern unter diesem Begriff nach, wird man rasch fündig. An erster Stelle steht die Schlüsselblume (Primula veris), die gemäß dem Volksglauben zu Ostern den Himmel aufschließt.
Aber auch die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) mit ihrem satten Gelb, das sich schon früh im Jahr zeigt, wird zu den Osterblumen gerechnet.
Als Weiße Osterblume gilt das Buschwindröschen (Anemone nemorosa), das im Frühling den Waldboden überzieht. Den gleichen Namen trägt das Gänseblümchen (Bellis perennis), das in der Wildform genauso als Osterbote geschätzt wird wie die dickblütige, kultivierte Variante, das Tausendschönchen.
Violettblau „läuten“ früh die Küchenschellen. Sie gelten in manchen Regionen als blaue Osterblumen. Da man sie nur selten wild findet, sind sie im Volksglauben geheimnisumwoben. Das Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) macht ihnen den Namen blaue Osterblume streitig, obwohl seine Blüten sich anfangs rot öffnen und erst später, nach der Bestäubung, blau werden. Heutzutage erweitern Blumen wie Hyazinthen, Tulpen und Krokusse, die vorgetrieben im Topf erhältlich sind, das Spektrum der Osterblumen.
Auch bestimmte Bäume und Sträucher haben für das Osterfest einen hohen Symbolwert. Bereits eine Woche vor dem Osterfest, am Palmsonntag, werden Palmbuschen, Palmsträuße oder hohe Palmstecken in die Kirche getragen. Nicht nur Weidenzweige mit silbrigen Palmkätzchen gehören in das Palmgebinde, auch Haselzweige oder Immergrünes wie Tannen- und Fichtenzweige, Buchsbaum, Stechpalme (Ilex) oder Eibe sind wichtige Bestandteile. Wenn das Grün in der Kirche gesegnet worden ist, trägt man es nach Hause, wo es über der Haustür, am Gartenzaun, im Herrgottswinkel oder im Stall Krankheit und Unheil abwehrt und über den Hausstand wacht.
Auch wenn christlicher Glaube schon seit Jahrhunderten das Ritual des Palmsegnens durchdringt, sind hier immer noch alte Fruchtbarkeitsriten erkennbar. Damals rief man Ostara, die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, der Morgenröte und der Sonne an und erbat ihren Beistand, wenn man mit Lebensruten aus Baumzweigen Mensch, Vieh und Obstbäume berührte. Die Tag- und Nachtgleiche, wenn der Winter überwunden war und die Natur erwachte, galt als die Zeit Ostaras. Lebensruten und -bäume wurden um die Felder herum getragen und am Feldrain zum Schutz der Ernte vor Unwetter, Getreidebrand, Mäusen und anderen Widrigkeiten aufgestellt.
Wenige Tage später, am Gründonnerstag, steht das Grün im Mittelpunkt, auch wenn der Name des Tages sich nicht von der Farbe ableitet. Das althochdeutsche Wort Greinen (=Weinen) steckt in dem Begriff und weist auf die bevorstehende Passion Jesu Christi hin. Dennoch ist es in vielen Familien Tradition, am Gründonnerstag grüne Speisen zu verzehren. Man schreibt diesem Tag besondere Kräfte zu: Vielfach werden Zimmerpflanzen umgetopft und Pflanzen für den Garten ausgesät. Heilkräuter, die an diesem Tag gepflanzt oder gesät werden, sollen besondere Heilkraft haben.
Allerdings muss laut Volksglauben die Pflanzarbeit am Gründonnerstag abgeschlossen sein, wenn man Aussicht auf Erfolg haben möchte. Wer sich das Gärtnern für den Karfreitag aufhebt, wird enttäuscht, denn angeblich gedeihen die dann gesäten Pflanzen nicht. Nur ein paar Ausnahmen bestätigen die Regel: Die sehr langsam keimende Petersilie geht nach dem alten Aberglauben erst neunmal zurück zum Teufel, bevor sie sich regt. Wer das umgehen will, sät gerade am Karfreitag, denn dann hat der Teufel keine Macht. Gut ist der Karfreitag auch für die Aussaat der Balsaminen (Impatiens balsamina) – das glaubt man im Allgäu noch häufig. Die balsamischen Blumen lindern die Leiden Christi, daher gedeihen an Karfreitag gesäte Exemplare angeblich besonders prächtig.
Den meisten Menschen ist auch die enge Verbindung zweier weiterer Pflanzen zum Karfreitag und zum Osterfest nicht bewusst: Die Passionsblume (Passiflora caerulea und viele andere Arten) und der Christusdorn. Aus der Blüte der Passionsblume lässt sich die ganze Passion Christi ablesen. Die Narben erinnern an die Kreuzesnägel und ihr gestielter Fruchtknoten an den Kelch. Die fünf Staubblätter werden als die Wundmale interpretiert, die Blütenblätter als Lanzen. Der Christusdorn (Euphorbia milii) erinnert an die Dornenkrone, die die Soldaten Jesus auf seinem Weg zum Kreuz auf das Haupt drückten, um ihn damit als König zu verspotten. GPP
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