ABC der Schlafstörungen
Was genau sind eigentlich Schlafstörungen? Wer ist betroffen und was kann man dagegen tun?
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EINSCHLAF- ODER DURCHSCHLAFSTÖRUNGEN
Betroffene können schwer einschlafen oder liegen nachts für längere Zeit wach. Die auch als Insomnie bezeichneten Schlafprobleme treten vereinzelt oder regelmäßig auf und können unterschiedliche Ursachen haben.
Wen trifft’s? Mehr als acht Millionen Erwerbstätige in Deutschland leiden regelmäßig unter Ein- oder Durchschlafstörungen. Häufiger sind Menschen ab dem 30. Lebensjahr betroffen. Frauen haben mehr damit zu kämpfen als Männer.
Was hilft? Entspannungsübungen, ein geregelter Tagesablauf und eine angenehme Schlafumgebung erleichtern das Ein- und Durchschlafen. Auf keinen Fall sollten Medikamente ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Für mehr Klarheit sorgt ein Schlaftagebuch, in dem Schlaf- und Wachzeiten aufgezeichnet werden. Wer län- Viele Schlafstörungen verschwinden nach kurzer Zeit von selbst. Halten sie länger als vier Wochen an und führen auch tagsüber zu Beschwerden, sollte ein Arzt die Ursachen suchen. Die DAK gibt einen Überblick über die häufigsten Schlafprobleme. ger als vier Wochen unter Schlafstörungen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen und das Tagebuch mitnehmen.
NARKOLEPSIE
Die im Volksmund als Schlafkrankheit oder Schlummersucht bezeichnete Erkrankung lässt Betroffene tagsüber immer wieder plötzlich einschlafen. Das kann in jeder Situation geschehen, auch beim Autofahren oder am Arbeitsplatz. Narkolepsie tritt in manchen Familien besonders häufig auf, was für eine erbliche Veranlagung spricht. Vermutlich spielt ein Mangel des Botenstoffs Hypokretin im Gehirn eine Rolle.
Wen trifft’s? Laut der Deutschen Narkolepsie Gesellschaft sind 40.000 bis 50.000 Menschen in Deutschland von Narkolepsie betroffen. Die ersten Anzeichen treten meist im Jugendalter auf, gelegentlich auch schon bei Kindern.
Was hilft? Narkolepsie lässt sich nicht heilen. Medikamente reduzieren die Symptome. Oft hilft es den Patienten, wenn sie am Tage mehrere 15-minütige Ruhepausen einlegen und auf ausreichenden Nachtschlaf achten.
RESTLESS LEGS SYNDROM
Sobald die Beine liegen, beginnen sie zu jucken, zu schmerzen und sich von selbst zu bewegen. Das hört nur auf, wenn die Betroffenen umhergehen. Das Missempfinden kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Was die Beschwerden auslöst, ist nicht endgültig geklärt. Ärzte beobachten bei manchen Patienten einen Defekt in der Übertragung von Nervenimpulsen. Oftmals weist das Jucken oder Kribbeln auf andere Erkrankungen hin.
Wen trifft’s? Nach Schätzungen leiden zwischen fünf und zehn Prozent der Deutschen am Syndrom der unruhigen Beine. Rund die Hälfte davon muss behandelt werden. Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer.
Was hilft? Häufig hilft es schon, auf Kaffee oder schwarzen Tee zu verzichten. Gute Erfolge erzielen Massagen der betroffenen Gliedmaßen, kalte Fußbäder sowie leichte Dehnübungen morgens und abends. In besonders schweren Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
SCHLAFAPNOE
Lautes Schnarchen kann ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein: Im Schlaf verschließen sich die Atemwege im Mund- und Rachenraum. Dadurch setzt die Atmung immer wieder für einige Sekunden bis zwei Minuten aus. Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Dies melden Rezeptoren an das Gehirn, die Betroffenen wachen auf und atmen mit einem explosionsartigen Schnarchlaut ein. Menschen mit Schlafapnoe schlafen sehr schlecht und fühlen sich am Morgen nicht erholt. Wird die Apnoe nicht behandelt, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wen trifft’s? Schlafapnoe tritt besonders häufig im Alter zwischen 40 und 70 Jahren auf. Männer leiden darunter weitaus häufiger als Frauen, insbesondere wenn sie übergewichtig sind. Was hilft? Eine Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohren- Arzt klärt, ob die Atemwege verengt sind. Verzicht auf Alkohol, Gewichtsreduktion und spezielle Gymnastikübungen schaffen oft Abhilfe. In schweren Fällen verordnet der Arzt eine spezielle Atemmaske.
ÜBERMÄSSIGE TAGESMÜDIGKEIT
Betroffene fühlen sich den ganzen Tag müde, unkonzentriert oder antriebsarm. Die auch als Hypersomnie oder als Fatigue-Syndrom bezeichnete Tagesmüdigkeit kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig geht sie auf mangelnden Nachtschlaf zurück. In seltenen Fällen ist sie ein Hinweis auf eine Erkrankung.
Wen trifft’s? Studien zufolge leiden zwischen drei und sechs Prozent der Deutschen an übermäßiger Tagesmüdigkeit.
Was hilft? In den meisten Fällen hilft es, die Ursache für die nächtlichen Schlafstörungen zu beseitigen. Dauert die Tagesmüdigkeit länger als vier Wochen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
ZIRKADIANE SCHLAFSTÖRUNGEN
Der normale Schlaf-Wach-Rhythmus gerät durch Nacht- und Schichtarbeit oder Zeitverschiebungen nach langen Flügen (Jetlag) durcheinander. Viele Menschen, die nachts arbeiten, können tagsüber schlecht schlafen. Besonders schwer fällt das Schlafen bei wechselnden Schichtzeiten.
Wen trifft’s? Etwa zehn Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Nacht- oder Schichtdienst. 90 Prozent davon klagen über Schlafstörungen. Ein Jetlag betrifft Reisende, die über mehrere Zeitzonen hinweg fliegen.
Was hilft? Das Schlafzimmer am Tag gut verdunkeln. Nach einer Nachtschicht den Schlaf in maximal zwei Teilstücke am Tag aufteilen, sonst ist er nicht erholsam. Nach langen Flügen möglichst häufig im Freien aufhalten. Dort wirkt das Tageslicht als natürlicher Zeitgeber Quelle DAK
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