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Unesco Geopark-Pfad

Geopark Bergstrasse OdenwaldRiesige Felsblöcke ergießen sich den Hang hinunter wie eine Herde junger Wale, die plötzlich erstarrt sind. Moos wächst auf ihren Rücken. Ein kleiner Wanderweg, eher ein Trampelpfad, schlängelt sich durch die mächtigen Granitsteine hindurch.

Der Wanderweg führt insgesamt 14 Kilometer über die östlichen Gemarkungen der Nachbarstädte Weinheim und Schriesheim.

Geschichte, Heimatkunde und Naturerlebnis

Der Geopark-Pfad mit dem griffigen Namen „Steine, Schluchten und Sagen“  erschließt eine ganze Reihe von geologischen, naturhistorischen und heimatkundlichen Phänomenen des Vorderen Odenwaldes.

Er führt zu den Spuren des Historischer Tagebaus und vereint  „Wissenswertes und Erholsames“ auf einer Strecke. Beide Seiten einer Achse, die an der Gemarkungsgrenze auf der „Ursenbacher Höhe“ liegt, bergen thematisch ähnliche aber im Detail ganz verschiedene Aspekte der Erdentstehung und des Bergbaus vergangener Zeiten, streckenweise erzählt der Weg auch spannende Sagen und Legenden.  Das beginnt mit dem Naturdenkmal „Zigeunereiche“ auf der Grenze der ehemaligen Dörfer Oberflockenbach, Rippenweier und Ursenbach.

 

Die Weinheimer Seite des Lehrpfades

Auf Weinheimer Seite erschließt der Weg  auf dem Rücken des Steinbergs den Bergkopf  mit seiner mächtigen Granitfindlingsgruppe und dem dort vermuteten Keltenwall, einer alten Glaubensstätte.

Wie überall am Weg, wird dort eine Tafel die Historie und die Geologie erläutern. Unmittelbar danach führt der Pfad an dem imposanten Granitmonolith vorbei, der wohl früher eine Grenzmarkierung der Gemeinden Oberflockenbach und Rippenweier darstellte. Dann weitet sich der Blick über Oberflockenbach, umrahmt von unzähligen Kuppen und Taleinschnitten, einem typischen Landschaftsbildes des Vorderen Odenwaldes.

Vom Fuß des Eichelbergs zieht die Route einen Sportwanderpfad hoch, vorbei an einem ehemaligen Steinbruch, der im späten 19. Jahrhundert von italienischen Gastarbeitern bearbeitet worden ist. Fehlspaltungen und Bearbeitungsspuren weisen auf diesen Teil der Odenwald-Geschichte hin. Weiter zieht der Pfad bis zur eindrucksvollen "Wollsackverwitterung“, die wie ein Felsenmeer vom Eichelbergkopf bis ins Tal führt.

Für geübte Wanderer führt ein Steig mitten durch die riesigen Blöcke schließlich zum Gipfel des Eichelberges, mit 525 Meter Weinheims höchste Erhebung.

Beim Abstieg zurück zur Ursenbacher Höhe erreicht der Wanderer noch das sagenumwobene Flurdenkmal „Wildeleutestein".

Die Wanderzeit dürfte etwa drei Stunden betragen.

Die Schriesheimer Seite des Lehrpfades

Die „Schriesheimer Schleife“ des Geopfades führt über den „Ursenbacher Steinberg" ins Weite Tal Richtung Schriesheim, wo an verschiedenen Punkten auf die hochinteressanten geologischen Relikte im Schwerspatbereich mit Schwerspatschlucht, Stollen, Schächten und Pingen hingewiesen wird.

Überall am Weg, erläutern Tafeln die Historie und die Geologie der Gegend.

 „Marie in der Kohlbach“, das neue Besucherbergwerk, wird Geopunkt
( Einweihung 31. Mai 2008)

In der„Marie“, die in den alten Quellen nach dem Gewann „Kohlbach“ benannt ist, wurden Mitte des 15. Jahrhunderts Silber- und Bleierze abgebaut. Die ersten urkundlichen Erwähnungen des Bergbaus im Kohlbachtal reichen sogar bis ins Jahr 1012 zurück, die „Marie in der Kohlbach“ könnte also eines der ältesten Bergwerke der Region überhaupt sein. Die „Kohlbach“ liegt heute im Weinheimer Stadtteil Hohensachsen.

Die Grube ist innerhalb des UNESCO-Geoparks als „Geo-Punkt“ ausgewiesen.

 

Geopfad Bergstrasse Odenwald

(Quelle: Stadt Weinheim)

 

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