Die Felsenmeerkobolde
Heute ist das steinerne Schauspiel Felsenmeer im Odenwald für Naturliebhaber, Geofreunde und Familien mit Kindern ein lohnendes Ausflugsziel zum Wandern, Klettern und Kraxeln. Zahlreiche Veranstaltungen und Touren laden außerdem regelmässig zum Mitmachen und geselligem Beisammensein ein.

Für viel Spass und Unterhaltung sorgen die Felsenmeerkobolde das ganze Jahr über mit:
Koboldtouren am Felsenmeer, Schatzsuchen, Irrlichtertouren, Ursula der Felsenmeer-Hexe u.v.m
Koboldtouren am Felsenmeer
Groß und Klein können mit Kobold Kieselbart die Zauberwelt am Felsenmeer erkunden. Zuvor muss aber jeder das geheime Zauberwort lernen. Kleine Rundtouren werden für Kinder und Erwachsene angeboten. family: 'Times Unterwegs gibt es Geschichten von Riesen, Kobolden und anderen seltsamen Wesen, und man erfährt ganz nebenbei auch noch viel Wissenswertes über die spannende Geologie des Felsenmeeres. Im Felsenpalast des Riesen Felshocker kann mit ein bißchen Glück sogar ein Schatz gehoben werden. Urisula die Felsenmeerhexe und die Nibelungen
Urisula ist eine Hexe, die seit 120 Jahren im Felsenmeer beheimatet ist und dort schon einiges erlebt hat. Unter anderem hat sie einen außergewöhnlich guten Kontakt zu den Felsenmeerkobolden. Sie weiß mehr über die Nibelungen als alle anderen. Und sie hat sich natürlich eine ganz eigene Meinung dazu gebildet – basta! Die Besucher wandern mit Urisula auf einem bequemen Waldweg zu den geheimen Plätzen der Nibelungen. Immer wieder lässt die Hexe sich zu einem gemütlichen Plausch überreden und bringt dabei so manches ans Licht, was bisher noch in keiner Übersetzung des Nibelungenliedes angesprochen wurde. Wer kennt schon die Drachenhöhle im Felsenmeer. Ein Ort, der nur den Eingeweihten bekannt ist. Oder den einzig wahren Ort, an dem Hagen den Schatz der Nibelungen versteckt hat? Selbstverständlich findet sich dort auch ein Nachweis für ihre ganz besondere Hexentheorie. Die Hexe nimmt die Charaktere der Hauptdarsteller aus dem Nibelungenlied unter die Lupe und ganz bestimmt kein Blatt vor den Mund. Auch Alberich kommt nicht immer gut weg, immerhin hat der das ganze Unglück ja verschuldet – zumindest aus dem Blickwinkel einer Felsenmeer-Hexe. Ob sie damit nicht den Zorn der Felsenmeer-Kobolde auf sich zieht, die doch seit Jahrhunderten versuchen, das Ansehen des kleinen Volkes aufzuwerten, das im Nibelungenzeitalter schwer zu schaden kam? Am Ende weiß keiner mehr so recht, wer jetzt eigentlich der Gute und wer der Böse ist. Denn eines ist sicher, die Hexe stellt alles auf den Kopf.
Schatzsuche im Felsenmeer mit Urisula, der Felsenmeer-Hexe
Im Felsenmeer lebten bekanntlich einst zwei Riesen, die sich im Streit mit Steinen bewarfen - so ist das Felsenmeer entstanden. Doch die Riesen horteten auch einen Schatz, und den bewacht die Felsenmeerhexe Urisula. Sehr selten dürfen Menschenkinder einmal einen Blick darauf werfen - doch manchmal machen die Kobolde eine Ausnahme. Nicht Schnelligkeit, sondern sorgfältiges Nachdenken und Suchen aller 14 Stationen führt zum Ziel. Nach zwei bis drei Stunden kreuz und quer durch das ganze Felsenmeer kommen die Schatzsucher müde , aber glücklich am Schatz an. Für Kinder ab sechs Jahren ist die erlebnisreiche und abenteuerliche Schatzsuche in Begleitung Erwachsener geeignet, ältere Kinder können auch schon alleine losziehen. So kann man zum Beispiel noch um die Wette „schatzsuchen“ - wer aus der Familie kommt zuerst beim Schatz an? Einen Schatz findet jeder im Felsenmeer, der sich Zeit nimmt und gewissenhaft alle Stationen sucht. Er kann allerdings nur für einen kurzen Moment gehoben werden, denn die Kobolde haben ein wachsames Auge darauf. Danach versinkt der Schatz wieder in den Tiefen des Felsenmeeres.
Felsenmeer Erlebnistage und Felsenmeer in Flammen
Unter dem Motto "Kultour am Felsenmeer" bietet die "Bürgerstiftung Lautertal" im Sommer zahlreiche Veranstaltungen an. Krönender Abschluss sind die Felsenmeer-Erlebnistage, die am 3.Wochenende im September mit einem besonderen Highligt "Felsenmeer in Flammen" den sommerlichen Veranstaltungsreigen beschließen. Weiter Informationen und Termine zu den Felsenmeer-Erlebnistagen finden Sie im im Infopoint 
Irrlichtertour im Felsenmeer
Bei dieser Irrlichtertour tauchen Sie ein ins nächtliche Felsenmeer, beleuchtet von unzähligen Lichtern. Doch Vorsicht, manchmal führen diese eben auch in die Irre - weil es Irrlichter sind, und weil wir es ja schließlich mit Kobold Kieselbart zu tun haben! 20 unheimliche Gestalten geistern durch das dunkle Felsenmeer Doch keine Sorge, bisher wurde niemand auf Nimmerwiedersehen im dunklen Wald zurückgelassen. Die Darsteller von Odenwälder Kleinkunstverein DoGuggschde e.V. führen für Sie „Theater im Wald“ auf: bei der Irrlichtertour sind 20 geheimnisvolle Gestalten für Sie aktiv, die Sie mitnehmen in den Zauberwald, vorausgesetzt Sie haben gute Nerven, feste Schuhe und eine Regenjacke dabei.
Informationen und Termine finden Sie im Infopoint 
Kriminaltour im Felsenmeer
Im Felsenmeer ist ein Mord geschehen. Das ist zwar schon ein paar Jahrhunderte her, aber noch viele Rätsel sind nicht gelöst. So soll zweifelsfrei nachgewiesen werden, wer den Mord im Nibelungenlied begangen hat und wo diese Tat stattfand. Hierzu sind alle Besucher eingeladen, die älter als 9 Lenze sind.
Die alten Römer im Felsenmeer
Die alten Römer im Felsenmeer - durch das Felsenmeer auf der Suche nach jahrtausendealten Steinspuren. In gut zwei Stunden werden so seltsame Steinformationen wie das Riesenschiff, der Riesensarg und natürlich die weltberühmte Riesensäule besucht. Auch wenig bekannte, aber eindrucksvolle Bearbeitungsspuren der römischen Steinarbeiter wird man bei dieser Tour zu Gesicht bekommen. Mit veschiedenen Arbeitstechniken, etwa der Keilspaltung oder dem Steinsägen, rückten die antiken Steinmetze dem harten Felsenmeergestein zu Leibe. Anhand der Spuren, die man heute noch erkennt, werden diese Techniken erläutert. Die römischen Werkstücke - etwa 400 an der Zahl - liegen zum Teil sehr versteckt im Felsenmeer und seiner näheren Umgebung. Bei einer Felsenmeertour auf eigene Faust wird man sicher so einige entdecken, erkennbar an der roten Ziffer, die alle römischen Werkspuren katalogisiert. Einige jedoch widersetzen sich einer zufälligen Entdeckung schon mit einem Eigenwillen, den man dem Felsberggestein nicht zutraut. Doch heimtückisch ist dieser Stein allemal: hielten die Römer ihn für Granit, dessen besondere Eigenschaft ein rechtwinkliges Spaltverhalten ist, so narrte er die Steinarbeiter an mehreren Stellen, wo wir heute mißglückte Werkstücke finden können. Denn der Stein sieht zwar aus wie Granit, ist jedoch in Wahrheit Melaquarzdiorit, und dieses zeichnet sich durch eine schräge Spaltrichtung aus, was den römischen Steinmetzen bei ihren quaderförmigen Projekten etliche Striche durch die Rechnung zog. Doch heute müssen wir dankbar sein, daß so viele römische Werkstücke mißglückt sind, denn sonst wären sie inzwischen seit fast 2000 Jahren in irgendeiner Stadt verbaut. So aber können wir sie heute noch im Felsenmeer besichtigen und bestaunen.
Die Knodener Kunst
In Knoden wurde von alters her die Kunst des Brauchens gepflegt. Darunter versteht man die gutmütige Variante des Hexens oder Zauberns. Das Brauchen gehört zu den vielen inzwischen ausgestorbenen Handwerksberufen im Odenwald.Während einer spannenden Nachtwanderung um den 1.November kann man am Felsenmeer mehr über die Knodener Kunst erfahren. Wenn auch keiner in der Lage ist zu brauchen, so können wir doch durch diese Erzählung etwas gegen das Vergessen tun. Das ist auch der Grund, warum man bei der Tour wenig Halloween-Klamauk erleben wird.
Auf Abenteuertour durch den finsteren Wald rund um die abgelegenen Bergdörfer, in denen es früher Zauberer gab, kann man allerlei zwielichtigen Gestalten begegnen: denn in den Nächten rund um das uralte keltische Herbstfest Samhain ist die Pforte zwischen unserer Welt und der Welt der Gespenster besonders weit geöffnet. Wilde Soldatenhorden, Kräuterhexen und herumgeisternde Kinderseelen bevölkern an diesem Abend den Wald. Für Mutige ab 12 Jahren ist die Odenwälder Alternative zu Halloween geeignet, man erfährt bei der gut zweistündigen Wanderung einiges über die Lebensweise im Mittelalter bis zu jenem Zeitpunkt, als elektrisches Licht die letzten Gespenster aus den dunklen Kammern vertrieb.
Weitere Informationen und aktuelle Termine über das Brauchen und die Knodener Kunst finden Sie in unserem Infopoint 
Lärmfeuer vom Rhein bis ins Herz des Odenwaldes
Wie kam es zu diesen Lärmfeuern? Stellen wir uns vor, wir befinden uns im Jahre 0 im Odenwald mit seinen unendlichen Wäldern. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt und auch in Germanien versuchen sie Fuß zu fassen. Doch die Germanen zeigen den Eindringlingen die Zähne und zwingen die Römer zu etwas, für die damalige Zeit Unerhörtem, dem Bau eines Grenzwalles. So oder so ähnlich könnte es wohl einem in unserer Zeit populären Comicstrip entnommen worden sein. Doch nicht nur in Gallien, sondern auch in Germanien gab es unbesiegbare Krieger, denen nur ab und zu mal das Schlimmste drohte, was man (Frau) sich in dieser Zeit vorstellen konnte, nämlich, dass ihnen der Himmel auf den Kopf zu fallen schien.
Was aber tun, wenn Gefahr drohte, wie haben sich Menschen in früheren Zeiten ohne moderne Kommunikationsmittel schnell Informationen zukommen lassen? Zum Beispiel bei einem drohenden Überfall, wie kam es, dass immer die mutigen Krieger zur rechten Zeit am rechten Ort waren? Nun, um sich untereinander zu warnen, benutzten die Besatzungen der Wachtürme und Kastelle Feuerzeichen. Diese Art der Verständigung durch Feuersignale war im ganzen Römischen Reich bekannt. Sogenannte Lärmfeuer haben sich auch nach dem Rückzug der Römer weiter als Kommunikationsmittel erhalten. Die höchsten Berge des Odenwaldes waren durch ein Netz von Signalstationen verbunden, die es ermöglichten, wichtige Nachrichten in kurzer Zeit von einem Ende des Gebirges bis zum anderen zu übermitteln. Ob es wirklich die Nachfahren römischer Signalfeuer waren, lässt sich nicht mehr genau feststellen, kann aber angenommen werden. Ebenso wenig lässt sich die Frage beantworten, ob die Odenwälder Signallinie den Teil eines großen Nachrichtennetzes bildete, welches das Rheingebiet mit dem Innern Deutschlands verband. Jedenfalls bildeten sie spätestens während des 30jährigen Krieges eine große Verteidigungsanlage, die das Gebirge und die vorgelagerte Rhein- und Mainebene umspannte und zur Alarmierung der Bevölkerung beim Anmarsch feindlicher Truppen diente.
Für alle, die mehr über Lärmfeuer und Feuerbräuche wissen wollen, bietet diese Veranstaltung an verschienden Orten viele Möglichkeiten sich während spannender, lustiger und historisch orientierten Veranstaltungen zu informieren.
Anmeldungen und weitere Informationen: kobold@kieselbart.de. (M. Hiller, DoGuggschde e.V.
Termine im Veranstaltungskalender Hallo-Bergstrasse