Lasse es mich selbst tun, und ich werde es begreifen Am ersten Oktober steht ein ganz besonderer Termin auf dem Kalender der Bickenbacher Hans-Quick-Schule. An diesem Tag wird dort die Forscherwerkstatt ganz offiziell eröffnet. Von der unterstützenden Stelle, der Firma Merck, Darmstadt, wird Frau Dr. Jansen mit dabei sein, wenn der Startschuss dazu um 10 Uhr fällt. Die Begrüßung übernimmt Schulleiterin Beate Hunfeld. Es folgt die Vorführung eines kleinen Theaterstücks „Der Regenbogenfisch“ von den Klassen 2a und 2b. Im Anschluss werden Dr. Hans Dasenbrock vom Förderverein der Schule und Frau Dr. Jansen sprechen, bevor es an das Experimentieren in der Forscherwerkstatt geht. Dort führen die Kinder der Klasse 4b zwei Stunden für die ihre Gäste Experimente vor. Natürlich brauchen Forscher auch Bücher für ihre Arbeit. An diesem Tag wird deshalb auch die Bücherei geöffnet. Diese steht den Schülern seit November 2007 zur Verfügung und ist ein Liebling der Schüler geworden. Von offizieller Seite werden weiterhin Ingrid Altendorf vom Schulamt Darmstadt, Bürgermeister Martini und Reimund Krönert vom Schuldorf Bergstraße erwartet. Die Hans-Quick-Schule in Bickenbach ist eine der Schulen im Kreis, die mit der Firma Merck im Rahmen eines neuen Schulförderkonzepts eine Partnerschaft eingegangen ist. Ziel ist, dass bei Schülerinnen und Schülern ein größeres Interesse für Naturwissenschaften, insbesondere für Chemie, geweckt wird. Das Projekt wendet sich an Schüler ab der ersten Klasse bis zu den Leistungskursen in der Oberstufe. In Einzelprojekten unterstützt Merck somit eine große Anzahl von Schulen mit Material und Know-how. Lehrer erhalten im Rahmen dieses Projekts umfangreiche materielle und inhaltlich konzeptionelle Unterstützung für den naturwissenschaftlichen Unterricht an ihrer Schule. „Die Verantwortlichen bei Merck sind sich als größter Arbeitgeber in Darmstadt sowohl der gesellschaftlichen als auch der wirtschaftlichen Bedeutung und Verantwortung bewusst“, ist von Merck zu hören. Schulen, die mit ihrer Anfrage an Merck heran treten, werden dort individuell beraten und betreut. Das hängt ganz von den Bedürfnissen der Klasse und der Lehrer ab. Gefördert wird mit der Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Foliensätzen, Literatur, Laborkoffer bis hin zu Teststäbchen, Chemikalien, Broschüren, Kittel und Schutzbrillen. Schulen können dabei auch auf Referenten der Firma zurück greifen, die im Unterricht zu bestimmten Themen vortragen. Zudem können sich Lehrkräfte für Lehrerfortbildungen melden. Das Modell Forscherwerkstatt stammt ursprünglich von der Diplombiologin Christa Bauer aus Seeheim. Sie ist auch die Begründerin der Forscherwerkstatt. Sie beschäftigt sich seit fast 10 Jahren mit der Konzeption und Realisierung von handlungsorientiertem Grundschulunterricht zu Themen aus Naturwissenschaft und Technik. Sie hat vor einigen Jahren gemeinsam mit der Schulleiterin der Regenbogenschule in Münster-Altheim ein Konzept einer Forscherwerkstatt entwickelt. Inzwischen ist dieses Konzept immer weiter entwickelt worden und wird nun anderen Schulen als fertiges Paket zum nachbauen angeboten. In einem dicken Ordner stelle sie sehr kindgerecht und mit Zeichnungen versehen viele Experimente anschaulich dar, die von Kindern und Lehrkräften durchgeführt werden können. Im praktischen Teil gibt es dann die passenden Forscherkisten dazu, mit denen man an diesen Experimenten arbeiten kann. Derzeit existieren 20 Forscherkisten, die um weitere 30 Stück ergänzt werden können. Will man dieses Projekt als Sponsor unterstützen, kann man die Patenschaft über eine solche Forscherkiste übernehmen. Ansprechpartner dafür ist der Förderverein der Schule. Der Kontakt zwischen Bauer und der Hans-Quick-Schule kam von zwei Seiten: Zum einen kennt sie dort eine Lehrkraft persönlich und zum anderen haben sich Hunfeld und Bauer vor vier Jahren bei einer Fortbildung getroffen. Mittel- und langfristig zeigen Sponsoren und Firmen, die eine solche Patenschaft eingehen, dass ihnen die Ausbildung unserer jungen Generation wichtig ist. Heute Schüler, morgen Azubi und übermorgen Fachkraft – ein immer wichtiger werdender Mechanismus, auf den man einen ganz besonderen Schwerpunkt legen muss, möchte man auch künftig zu den führenden Industrienationen zählen. (cf)