Zentrum des Jugendstils
Mathildenhöhe in Darmstadt
Die Mathildenhöhe in Darmstadt umfaßt ein ganzes Ensemble von sehenswerten Gebäuden. Neben dem Ausstellungsgebäude mit Hochzeitsturm, dem Museum Künstlerkolonie, einigen Künstlerhäusern gehört auch der Platanenhain mit der russischen Kapelle zu den Sehenswürdigkeiten.
Der Hochzeitsturm, im Volksmund auch Fünffingerturm genannt, ist ein symbolisches Geschenk Darmstadts an den Großherzog Ernst Ludwig zu Ehren seiner Hochzeit mit Eleonore Solms-Hohensolms-Lich. Seit 1993 können sich Paare in den Darmstädter Wahrzeichen trauen lassen.
Das 1908 eröffnete Städtische Ausstellungsgebäude präsentiert mehrmals im Jahr Sonderausstellungen.
Aktuelle Ausstellungen finden Sie in der Rubrik NEWS
Das Museum Künstlerkolonie im 1900/1901 errichteten Ernst-Ludwig-Haus, Alexandraweg 26 dokumentiert die Geschichte der Darmstädter Künstlergemeinschaft von 1899 bis 1914 und gibt einen Überblick über die Werke ihrer 23 Mitglieder.
Die Russische Kapelle wurde 1897-1899 vom letzten russischen Zaren als Privatkapelle gebaut.
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In den Ausstellungshallen und im Museum Künstlerkolonie werden regelmässig Führungen sowie wechselnde Ausstellungen angeboten. Aktuelles s. NEWS
Vorherige Ausstellungen
MASKEN Metamorphosen des Gesichts von Rodin bis Picasso
(8. März bis 7. Juni 2009)

Foto: Konstantin A. Somow, Titelillustration des Buches "Theater", 1907, Staatliche Tretjakow-Galerie, Moskau
„Eine Maske verrät uns mehr als ein Gesicht.“ Oscar Wilde Als Objekt der Verhüllung und Verwandlung des Gesichts spielt die Maske in nahezu allen Kulturen eine zentrale Rolle: in Riten, Brauchtum und Theater. Als Gegenstand der Kunst hingegen ist die Maske bislang kaum erforscht. Die internationale hemenschau „Masken. Metamorphosen des Gesichts von Rodin bis Picasso“ (8. März bis 7. Juni 2009) rückt nun zum ersten Mal das Thema der Maske in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Zweihundert Exponate aus allen Gattungen der Kunst, Meisterwerke von Arnold Böcklin, Jean Carriès, Paul Gauguin, Emil Nolde und Auguste Rodin sowie zahlreiche Neuentdeckungen lassen eine einzigartige Galerie realer Porträtbilder sowie imaginärer Gesichter entstehen, die die Kühnheit der Inhalte sowie Form- und Materialexperimente des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts vor Augen führt. Eine Ausstellung des Musée d´Orsay, Paris in Zusammenarbeit mit dem Institut
Begleitend zur Ausstellung "Masken. Metamorphosen des Gesichts von Rodin bis Picasso" (8.3. bis 7.6.2009) veranstaltet die Mathildenhöhe Darmstadt zahlreiche Maskenworkshops, in denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Wesen der Masken spielerisch, kreativ und handwerklich erfahren können.
Vorherige Ausstellungen
“RUSSLAND 1900. Kunst und Kultur im Reich des letzten Zaren”
12. Oktober 2008 bis 1. Februar 2009

Die Mathildenhöhe Darmstadt präsentiert die große kulturhistorische Übersichtsschau „Russland 1900. Kunst und Kultur im Reich des letzten Zaren“.
Von der Krönung des Zaren 1896 bis zur Oktoberrevolution von 1917 spannt sich der Bogen dieser internationalen Schau mit Leihgaben aus St. Petersburg, Moskau, London, Berlin, Straßburg und Paris.
Zahlreiche Meisterwerke aus den Bereichen Kunst und Kunsthandwerk, Architektur, Möbeldesign, Bühnenkunst, Film und Fotografie machen auf der Mathildenhöhe eines der spannendsten Kapitel der Kulturgeschichte um 1900 erfahrbar:
Das
"Wertheim-Speisezimmer“
28. März bis 26. Oktober 2008
Das Institut Mathildenhöhe zeigt ab 28. März 2008 das nach historischen Vorlagen rekonstruierte „Wertheim-Speisezimmer“ von Peter Behrens.

Über 100 Jahre nach seiner ursprünglichen Präsentation wurden hierfür die originalen Einrichtungsgegenstände des Zimmers im Museum Künstlerkolonie zusammengeführt, nicht mehr auffindbare Objekte nach historischen Vorbild neu angefertigt und um eine originalgetreue Wandgestaltung mit ihren materiellen und koloristischen Komponenten ergänzt.
Die Präsentation versteht sich als Auftakt einer Erneuerung der Sammlungspräsentation im Museum Künstlerkolonie. Das als Wertheim-Speisezimmer bekannt gewordene Raumkunstwerk wurde ursprünglich 1902 auf der „Ausstellung Moderner Wohnungs-Kunst“ im Berliner Warenhaus Wertheim gezeigt, bei der erstmalig moderne Wohnräume in das Verkaufsangebot eines Warenhauses aufgenommen wurden.
Bereits bei der damaligen Präsentation imponierte das Behrens- Ensemble mit den Worten eines zeitgenössischen Kritikers durch die „großzügige Disposition der farbigen Kontraste, durch die einfache Gediegenheit der Möbel und den festlichen Glanz der gedeckten Tafel“ (Karl Scheffler). I
m Zusammenspiel der verschiedenen Einzelkunstwerke – der Möbelgarnitur, dem Speiseservice und Tafelbesteck bis hin zu Kronleuchter, Teppich und Wandfries – vermittelt sich dem Besucher ein vom Künstler intendierter Raumeindruck perfekter Einheitlichkeit und Geschlossenheit. Dieser detaillierte Period Room zeigt Peter Behrens als stilprägenden Universalkünstler seiner Zeit. Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre mit einem Text von Renate Ulmer.
Sonderausstellung zur Geschichte des Plexiglas
Museum Künstlerkolonie
16. September 2007 bis 24. März 2008
Die Ausstellung, die aus Anlass des 100. Jubiläums der 1907 gegründeten Firma Röhm realisiert wird, zeigt anhand von ausgewählten Beispielen die vielfältige Verwendung von PLEXIGLAS® in Architektur, Design und Alltagskultur von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Klares, gelbes, flaschengrünes, veilchenfarbenes oder rotes Polymethylmethacrylat (PMMA)
Entwurf: Philippe Starck
Hersteller: Kartell S. p. A., Noviglio, Italia
© Kartell
Zu den innovativsten Kunststoffentwicklungen des 20. Jahrhunderts gehört Polymethylmethacrylat (PMMA): Ein Material, das wegen seiner vielseitigen Verwendung aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Besser bekannt unter dem Markennamen PLEXIGLAS® wurde der extrem witterungsbeständige Kunststoff 1933 von der Darmstädter Firma Röhm zur Patentreife gebracht. Eine anhaltend hohe Transparenz, Bruchsicherheit sowie die Möglichkeiten in der Formgebung sind es, die PLEXIGLAS® auch als Werkstoff in Architektur und Design attraktiv machen.

Messerschmitt Kabinenroller KR 200, 1955/56 Haube aus klarem Polymethylmethacrylat (PMMA) Entwurf: Fritz Fend Hersteller: Messerschmitt, Regensburg, Deutschland © Fam. Breuninger, Stuttgart
Als gebogene Frontscheibe für Automobile prägte dieser Kunststoff etwa das Stromliniendesign der 30er Jahre. Wurde das Material während des Zweiten Weltkriegs in großen Mengen für den Flugzeugbau benötigt, so waren Musikautomaten, Leuchtreklamen oder Abdeckhauben für Plattenspieler, so der berühmte „Schneewittchensarg“, erste Anwendungsgebiete für PLEXIGLAS® in den 50er Jahren. Aber auch organisch geformte Ess- und Trinkgeschirre, exzentrische Handtaschen und avantgardistische Möbel künden vom Siegeszug des synthetischen Materials.
Heute sind die gestalterischen Möglichkeiten, die das ständig weiterentwickelte Material bereithält, vielfältiger denn je und werden von zeitgenössischen Designern entsprechend genutzt.
Foto Konstantin Somow, Buchumschlag für Konstantin Balmonts "Feuervogel", 1907 © Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau
Fotocredit: Konstantin Somow, Buchumschlag für Konstantin Balmonts "Feuervogel", 1907 © Staatliche Tretjakow Galerie, Moskau
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Telefon: 06151 - 132778
Webseite:
www.mathildenhoehe.info
eMail:
INSTITUT MATHILDENHÖHE DARMSTADT Jahresübersicht 2012
MARCEL VAN EEDEN The Darkest Museum in the World
Bis 19. Februar 2012
Die spannungsreiche Totalinstallation des iederländischen Zeichners und Konzeptkünstlers Marcel van Eeden vereint die wichtigsten Erzählstränge, die er in den vergangenen fünf Jahren Tag für Tag nach Fotos, Filmen und Textfragmenten angelegt hat. ______________________________________________ ANKABUTAS NETZ
12. Februar bis 15. April 2012
Mit der Ausstellung „Ankabutas Netz“ stellt die Mathildenhöhe Darmstadt die Werke der südkoreanischen Künstlerin Songie Seuk (*1980), Charlotte-Prinz-Stipendiatin von 2010, und damit zugleich die Ergebnisse ihrer zwei intensiven Stipendiatsjahre im Atelierhaus Prinz in Darmstadt vor. Unter ihrem Künstlernamen Ankabuta – „weibliche Spinne“ auf Arabisch – verwandelt sie nicht nur die Bildhauerateliers, sondern spinnt ihr Netz auch in den Sammlungsräumen des Museums Künstlerkolonie weiter.
BILDSPUREN – UNRUHIGE GEGENWARTEN
7. Darmstädter Tage der Fotografie
20. bis 22. April 2012
Mit zahlreichen Fotoausstellungen, einem Fachsymposium und Diskussionen beleuchten etablierte Fotografen und Nachwuchskünstler das Thema des diesjährigen Festivals: Bildspuren – Unruhige Gegenwarten. Eine Ausstellung des Vereins Darmstädter Tage der Fotografie e.V.
A HOUSE FULL OF MUSIC Strategien in Musik und Kunst
13. Mai bis 9. September 2012
Am 5. September 2012 jährt sich der 100. Geburtstag von John Cage. Wie kaum jemand vor ihm hat Cage die Frage nach den Grenzen der Musik und ihren Verbindungen zu anderen Kunstfeldern und der Alltagswelt immer wieder neu gestellt. Gemeinsam mit Satie, Duchamp, Paik und Beuys gehört er zu den großen Strategen und Grenzgängern der Musik und Kunst im 20. Jahrhundert. Ausgehend von diesen Schlüsselfiguren wird die interdisziplinäre Großausstellung auf der Mathildenhöhe Darmstadt parallel zur documenta 13 in Kassel mit ebenso faszinierenden wie erhellenden Klangräumen, Projektionen, Objekten, Partituren, Gemälden und Installationen von 110 bildenden Künstlern, Musikern und Komponisten – von Laurie Anderson über Robert Filliou, Anri Sala, Dieter Roth und Iannis Xenakis bis hin zu Frank Zappa – zwölf Grundstrategien der Musik und Kunst seit 1900 erfahrbar machen. Der Komponist Heiner Goebbels wird eigens für das Wasserreservoir der Mathildenhöhe eine von Zen wie Cage inspirierte Sound- und Rauminstallation realisieren. Nach den national wie international gefeierten interdisziplinären Ausstellungen Russland 1900. Kunst und Kultur im Reich des letzten Zaren und Gesamtkunstwerk Expressionismus. Kunst, Film, Literatur, Theater, Tanz und Architektur 1905-1925 realisiert das Institut Mathildenhöhe Darmstadt mit A House Full of Music. Strategien in Musik und Kunst von 13. Mai bis 9. September 2012 das nächste ambitionierte Großprojekt. Diesmal wird gleich ein ganzes Jahrhundert auf neue Art und Weise präsentiert. A House Full Of Music geht grundsätzlich anders vor als einschlägige Musik und Kunst- Ausstellungen der letzten Jahrzehnte, die sich meist vor allem mit den synästhetischen Fragen „Wie klingt das Bild?“ oder „Welche Farbe hat der Klang?“ auseinander gesetzt haben oder aber die Klangkunst als neue Hybridgattung beziehungsweise gattungsübergreifende soziokulturelle Kontexte von Kunst und Musik oder einzelne Medien – wie etwa die Schallplatte – in den Fokus rückten. Auf der Mathildenhöhe Darmstadt werden nun erstmals die inneren Zusammenhänge zwischen den Gattungen Musik und Kunst thematisiert: Dies geschieht durch die epochenübergreifende Präsentation wirkmächtiger Strategien. Speichern, collagieren, schweigen, zerstören, rechnen, würfeln, fühlen, denken, glauben, möblieren, wiederholen, spielen – das sind zwölf Strategien, die sowohl die Musik als auch die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts markant geprägt haben und bis heute prägen.
DARMSTÄDTER JUGENDSTILTAGE
Illuminationsfest auf der Mathildenhöhe Darmstadt
Mathildenhöhe Darmstadt 19. Mai 2012
Verlängerte Öffnungszeiten im Ausstellungsgebäude, Wasserreservoir und Museum Künstlerkolonie der Mathildenhöhe
INTERNATIONALER MUSEUMSTAG 2012
20. Mai 2012
Freier Eintritt im Museum Künstlerkolonie Mathildenhöhe
ALLES REKLAME ! Die Plakatkunst der Künstlerkolonie Darmstadt 7. Oktober 2012 bis 6. Januar 2013
Bereits im frühen 20. Jahrhundert galten Plakate als „Kunst der Straße“ und wurden von Museen und Privatpersonen gesammelt sowie in Ausstellungen und Publikationen gewürdigt. In ihrem Wunsch, alle Lebensbereiche künstlerisch zu gestalten, haben sich auch zahlreiche Mitglieder der Künstlerkolonie Darmstadt (1899-1914) der Vermittlung ihrer Ideen im öffentlichen Raum gewidmet. Sie schufen hierbei – als wichtigen Teil des Gesamtkunstwerks Mathildenhöhe – herausragende Plakate, die heute zu den Ikonen der Werbekunst zählen. Erstmals werden nun auf der Mathildenhöhe Darmstadt sämtliche Plakate zu sehen sein, die von so renommierten Künstlerkolonisten wie Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Hans Christiansen, Johann Vincenz Cissarz, Friedrich Wilhelm Kleukens oder Bernhard Hoetger zwischen 1899 und 1914 entworfen wurden. Die Kompositionen und Motive der Plakate zwischen Jugendstil und Expressionismus werden in der Ausstellung entschlüsselt und in verschiedenen Farbvariationen und Studien vorgestellt. Damit schließt diese Ausstellung zugleich eine Forschungslücke zur Plakatkunst um 1900. Kurator: Dr. Philipp Gutbrod, Sammlungskonservator Institut Mathildenhöhe Darmstadt
FENERALSANIERUNG AUSSTELLUNGSGEBÄUDE Mathildenhöhe Darmstadt Oktober 2012 bis Ende 2014