Sicherheit für Kinder

Die meisten Unfälle passieren zuhause!

Durchschnittlich benötigt in Deutschland alle 18 Sekunden ein Kind ärztliche Hilfe wegen einer Unfallverletzung. Die Todesursache bei Kindern unter 15 Jahren ist höher als durch Infektions-oder Krebserkrankungen Die meisten Unfälle passieren zuhause. Am häufigsten stürzen oder stoßen sich Kinder. Experten gehen davon aus, dass 60% aller Unfälle durch geeignete Vorsichtsmaßnahmen vermieden werden könnten. Nach Angaben der BAG mehr Sicherheit fürs Kind verletzen sich Kinder im häuslichen Bereich (Haus, Hof, Garten) so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen. 47 Prozent dieser Unfälle betreffen Kinder unter sechs Jahren . Jeder zweite dieser Unfälle ist ein Sturzunfall, bei denen Kinder vom Wickeltisch oder vom Hochstuhl, vom Etagenbett oder von der Gartenbank, aber auch von Gartenschaukeln, Wippen oder von der Treppe fallen.


 Sommerfreuden


So lernen Kinder schwimmen


Kinder, die die Scheu vor dem Wasser verloren haben, lernen oftmals schnell, wie sie sich über Wasser halten können - und dass Schwimmen Spaß macht. Schon ab vier Jahren können die Kleinen an das kühle Nass herangeführt werden. Wichtig ist, dass dies spielerisch geschieht. mehr


Sicher in den Urlaub


Sommer, Sonne, Urlaub, Meer – wenn Familien eine Reise tun, möchten sie was erleben. Damit dies für sie zur schönsten Zeit des Jahres wird, ist Einiges zu beachten.

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Gefahr auch in flachen Gewässern


Kleine Kinder können selbst in flachen Gewässern ertrinken.

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Wie sicher sind Schwimmtiere?


Luftmatratzen, Schwimmreifen und aufblasbare Tiere wie Krokodile, Delfine oder Enten gehören in der Sommerzeit einfach mit an den Badesee. mehr


Wie sicher sind Wasserrutschen?


In vielen der Frei- und Erlebnisbädern heißt es jetzt wieder: Bahn frei auf der Wasserrutsche.

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Vergifteter Badespaß


TÜV testet aufblasbare Schwimmartikel.

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Starke Mädchen - starke Jungen

Die Kriminalpolizei empfiehlt Sicherheitskurse, in denen neben Selbstverteidigungstechniken auch die psychologische Kompo­nente berücksichtigt wird. Basierend auf der seit fast 30 Jahren erfolgreichen WSD-Frauenselbstverteidigung gibt es auch spe­zielle Kurse für Teenys. In einem Grundkurs von 4 Unterrichts­einheiten lernen Mädchen (11 - 15 Jahre) und Jungen (11 - 13 Jahre), wie im Ernstfall zu reagieren ist.

 

Neben wirkungsvollen Verteidigungstechniken steht ein spezi­elles Selbstbehauptungstraining im Vordergrund. Hier werden die Bedeutung der Körpersprache und der richtige Einsatz ver­baler Mittel gelernt. Gefahrensituationen sollen möglichst schon im Anfangsstadium, d. h. ohne Einsatz körperlicher Techniken bewältigt werden. Denn selbstbewusstes Auftreten, so die Kri­minalpsychologen, schreckt Sexualtäter erfahrungsgemäß be­reits im Vorfeld ab.

 

Mit Körpersprache Signale setzen

In Rollenspielen lernen die Jungendlichen sich verbal abzugren­zen, Körpersprache gezielt einzusetzen und kritischen Situatio­nen auszuweichen. Direkten Blickkontakt mit anderen Men­schen zu halten ist eine Anfangsübung im WSD-Kurs für Tee­nys. Die Trainerin erarbeitet mit den Schülerinnen und Schülern, wie sie mit Hilfe der Körpersprache deutliche Signale und Gren­zen setzen können. In allen kritischen Situationen sofort ein kla­res und deutliches NEIN. Durch die Kombination von Selbstbe­hauptungs-Übungen und der speziellen WSD-Abwehr wird ein optimales Reagieren möglich. Das Einüben der Ellbogen­schläge, Kniestöße und Fußtritte gibt den Teenys Gewissheit, dass sie sich im Notfall wirkungsvoll selbst verteidigen können. Mit diesem Wissen ist couragiertes Auftreten möglich.

 

Nicht nur Mädchen, sondern gerade auch Jungen fällt es schwer, sich zu behaupten. Durch die erhöhte Gewaltbereitschaft gegen­über Jugendlichen und vor allem auch an Schulen, wird es daher immer wichtiger, ein hohes Selbstvertrauen zu entwickeln. Ju­gendliche, die ihre eigenen Bedürfnisse nicht artikulieren kön­nen, die auf vermeintlich überlegene Kinder und Erwachsene in ihrer Umgebung mit Rückzug reagieren, neigen eher dazu Opfer zu werden, als Jugendliche mit einem hohen Sicherheitsgefühl und Selbstvertrauen.

 

Und genau hier setzen WSD Sicherheitskurse sowohl bei Mäd­chen als auch bei Jungen an.

 

So werden konkrete Verhaltensweisen trainiert, wie man in un­angenehmen Situationen richtig reagiert bzw. diese durch Er­kennen von Signalen bereits im Vorfeld vermeiden kann. Des Weiteren werden Wege aufgezeigt, Konflikte konstruktiv statt aggressiv zu lösen. WSD Sicherheitskurse dienen der Gewalt­prävention und lehren eigene Grenzen wahrzunehmen, diese deutlich zu machen und zu behaupten. Die eigenen Handlungs­möglichkeiten und Stärken sollen erkannt und gezielt entwickelt werden. Die Teenys erfahren in den WSD-Kursen eine positive Selbstwahrnehmung und erhöhen damit auch ihre Selbstsicher­heit. Letztendlich fördern diese pädagogischen Kurse auch die Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung.

 

Um ihr soziales Engagement zu belegen, haben die WSD-Trai­nerinnen und -Trainer 2003 den gemeinnützigen Verein WSD Pro Child e.V. gegründet, und lassen diesem von jedem Teil­nehmer der WSD-Sicherheitskurse 5.- Euro zukommen. Diese Einnahmen fließen zu 100 % in diverse Hilfsprojekte. So wur­den beispielsweise das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. bei ihrem Projekt „Pro Kids - Peace Portal“ finanziell unter­stützt. Weitere Finanzmit­tel kamen dem Projekt „Notinsel“ der Stiftung Hänsel + Gretel zugute. Der Weiße Ring e.V. erhielt ebenso Zuwendungen wie auch das Projekt „Kinder in Not“. Zur Unterstützung sozial schwacher Familien wurde ein Fonds ein­gerichtet, der es Kindern ermöglicht, an einem WSD-Training teilzunehmen.

 

Eltern, die sich für die verschiedenen altersspezifischen WSD-Sicherheitskurse interessieren, erhalten nähere Informationen unter der Homepage: www.wsd-pro-child.de

 


Artikel vom Mittwoch, 12. Juli 2006
  
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