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Jetzt bloß nicht rot werden- So feilen Jobstarter an ihrer Selbstsicherheit
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Jetzt bloß nicht rot werden- So feilen Jobstarter an ihrer Selbstsicherheit
Wie sind die neuen Kollegen? Werde ich den Anforderungen gerecht? Hoffentlich blamiere ich mich nicht! Der Start ins Berufsleben lässt so manchen schnell unsicher werden. Doch kein Grund zur Panik, sagt Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK. Mit der richtigen Strategie wird es ein erfolgreicher Ausbildungs-Auftakt.
„Aufnehmen, beobachten und fragen ist zunächst das Wichtigste“, rät Meiners. „Das gilt sowohl für die eigene Tätigkeit als auch für den Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten.“ Bei der Frage „Was ziehe ich an“ gilt besonders am ersten Tag, dem eigenen Auge und Instinkt zu vertrauen und lieber etwas geschäftlicher auftreten als zu leger. „Danach orientieren Sie sich am besten an den Gewohnheiten im Unternehmen“, sagt Meiners.
Wenn es an die Arbeit geht, hilft eine gesunde Selbsteinschätzung, Unsicherheiten im Vorfeld zu vermeiden. Welche Stärken und welche Schwächen habe ich? Wo gibt es Nachholbedarf? „Wichtig ist nicht nur, die eigenen Schwächen durch Stärken auszugleichen“, sagt Meiners. „Schwächen müssen auch akzeptiert werden. Nur dann kann sich ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln.“ Generell gilt aber auch: Versuchen Sie nicht Unsicherheit mit einem übertrieben sicheren Auftritt zu überspielen. Damit macht man sich meist keine Freunde.
DAK-Diplom-Psychologe Frank Meiners gibt Tipps für Berufsstarter:
- Finden Sie heraus, welchen Situationen Ihnen besonders unangenehm sind und versuchen Sie zu analysieren, was genau Sie unsicher macht. Wenn Sie die Ursache kennen, ist das eine gute Voraussetzung, um die Selbstsicherheit gezielt zu stärken.
- Jeder hat Schwächen. Bekennen Sie sich dazu. Trainieren Sie sie aber auch, um sich in kleinen Schritten verbessern zu können.
- Stecken Sie sich realistische Ziele. Übermäßiger Ehrgeiz setzt Sie zu sehr unter Druck und führt zu Unsicherheit und Stress.
- Loben Sie sich selbst, wenn Sie etwas erreicht haben.
- Sehen Sie in schwierigen Aufgaben eine Chance und gehen Sie diese mit Optimismus an.
- Vergleichen Sie sich nicht zu häufig mit anderen Menschen und denken Sie an Ihre Stärken. Es gibt keinen Menschen, der auf allen Gebieten genauso gut ist wie die jeweils Besten.
- Gerade für Jobstarter gilt: Fragen, fragen, fragen. Denn wer aus Unsicherheit keine Fragen stellt, kann sich nicht so leicht in die neue Position einarbeiten. Getreu dem Motto: Jeder fängt mal an.
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Artikel vom Montag, 31. Juli 2006
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