Eine Stunde Rennen rettet den Tag
Eine Stunde Rennen rettet den Tag

 

Amerikanische Forscher der Tarleton State University in Stephenville, US-Staat Texas, empfehlen Schulkindern mindestens eine Stunde Sport pro Tag für Gesundheit und Zufriedenheit. Wichtig sei aber eine schrittweise Steigerung der körperlichen Aktivitäten bei den zunehmend ans Sitzen gewöhnten Kindern. Die Studie wurde im Juni 2005 in der Zeitschrift Journal of Pediatrics (Bd. 146, Nr. 6) veröffentlicht.

Das Team aus 13 Wissenschaftlern konnte anhand von Daten von mehr als 850 Studien einen positiven Einfluss von Sport auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern bestätigen. So wurden unter anderem Körperfett- und Eiweißwerte gemessen sowie die Herzfunktion von Schulkindern untersucht. Diese waren im Durchschnitt drei bis fünf Tage die Woche 30 bis 45 Minuten täglich ohne Unterbrechung mittelstark bis stark körperlich aktiv. Das heißt, sie sprangen Seil, spielten Fuß- und Basketball oder bewegten sich in einem zügigen Tempo fort.

“Es gibt einen klaren Beweis, dass sportliche Aktivität in den vergangenen 10 bis 20 Jahren dramatisch abgenommen hat“, sagte der Studienleiter Robert M. Malina. Grund sei die Technologische Revolution der 1980er-Jahre, die Kindern mehr sitzende Tätigkeiten ermögliche. Je mehr Bewegung, desto besser – natürlich bis zu einem gewissen Limit, betonte sein Kollege William Strong vom Medical College of Georgia in Augusta. Dabei sollten den Kindern nach Ansicht der Forscher verschiedene Sportarten angeboten werden, damit sie sich nicht langweilen. pkg

Quelle:
William B. Strong, Robert M. Malina et. al.: Evidence Based Physical Activity for Schoolage Youth. Journal of Pediatrics, June 2005,
Volume 146, Number 6


Artikel vom Mittwoch, 8. März 2006
  
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