Schulanfang

Ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch - dekoriert mit bunten Blütenlichten lassen Klein und Groß diesen besonderen Tag fröhlich beginnen. 
(Quelle: Gütegemeinschaft Kerzen e.V.)

Schulanfang

Spätestens seit der Schulranzen ausgesucht wurde steht fest: Die Kindergartenzeit neigt sich dem Ende zu und endlich gehört man zu den „Großen“. Aufgeregt und neugierig fiebern fast alle Mädchen und Jungs dem ersehnten ersten Schultag entgegen. Die Einschulung ist für Kinder und Eltern ein ganz besonderer Tag und wird üblicherweise mit einem Morgengottesdienst und einem kleinen Festakt in der Schule gebührend gefeiert. Dabei darf natürlich auch die bunte und gut gefüllte Schultüte nicht fehlen. Mit dem ersten Schultag beginnt für die neuen ABC-Schützen der viel zitierte „Ernst des Lebens“. Die Einschulung und die Wochen danach sind für Kinder eine aufregende Zeit voller Umstellungen, Anforderungen und neuen Erfahrungen. Sie als Eltern sind jetzt besonders gefordert, ihr Kind auf dem Weg in den neuen Lebensabschnitt zu begleiten und zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass ihr Kind gesund und sicher den Schulalltag meistert !




Haltungsschäden durch zu schwere Schulranzen
 

Die Unfallkasse Berlin apelliert an Eltern, die Schultaschen ihrer Kinder öfter zu überprüfen. mehr
Schulranzen auf Rollen entlasten den Rücken
 

Studien belegen, dass die Schulranzen der meisten Grundschulkinder zu schwer sind und es dadurch zu erheblichen Gesundheitsproblemen kommen kann. mehr
Schulranzen Ökotest
 

Mit Pauken und Trompeten fielen die meisten Schulranzen bei Öko-Test durch. mehr
Wie schwer darf ein Schulranzen sein?

Wie schwer darf ein Schulranzen sein?

Rund 800 Kilometer laufen Schüler pro Jahr insgesamt zur Schule und zurück. Der Schulranzen als Marschgepäck ist dabei meist viel zu schwer. "Maximal zehn Prozent des Körpergewichts des Kindes sollte ein gepackter Schulranzen wiegen. Das heißt: Bei einem 25 Kilogramm schweren Kind darf der Ranzen nicht mehr als zweieinhalb Kilogramm wiegen", so Dr. Katja Matthias, Ärztin beim AOK-Bundesverband.

Jedes Kilo mehr schadet dem Rücken und kann zu Haltungsschäden führen.Das kindliche Skelett ist noch lange nicht so stabil wie das eines Erwachsenen. Viele Kinder haben am Ende der Grundschulzeit mit Rückenschmerzen zu tun. Ein Grund dafür sind zu schwere Schulranzen, falsche Tragegewohnheiten und mangelnde Bewegung. Und schon viele Schulanfänger haben eine Haltungsschwäche. „Deshalb ist vor allem bei Schulanfängern sehr wichtig, dass der Ranzen nicht zu schwer ist und dass er auf dem Rücken getragen wird“, empfiehlt Dr. Katja Matthias.

Umhängetaschen oder Rucksäcke sind bis zum zwölften Lebensjahr als Schultasche nicht geeignet. Das einseitige Tragen belastet die Wirbelsäule und fördert Haltungsschäden. Die Weichen für einen gesunden und starken Rücken stellt man im Kindesalter. Neben den richtigen Tragegewohnheiten fördert der Muskelaufbau natürlich eine gute Haltung. Und das geht am besten mit viel Bewegung und Sport. Etwa im zwölften Lebensjahr ist der Reifeprozess der Wirbelsäule weitgehend abgeschlossen.

Wie sollte der Schulranzen beschaffen sein?

Wichtig ist auch, wie der Ranzen beschaffen ist. Die so genannten Leichtschulranzen aus Kunststoff wiegen in der Regel alle höchstens 1.200 Gramm, sind dabei aber formstabil und standfest. „Schon durch das geringe Eigengewicht eignen sich diese Ranzen besser für einen ABC-Schützen als schwere Ledermappen“, erklärt die AOK-Expertin. „Außerdem sollten die Eltern darauf achten, dass Rückwand und Gurte gepolstert sind.

Die Tragegurte sollten sich problemlos auf die Größe des Kindes einstellen lassen.“ So können Fehlhaltungen beim Tragen des Ranzens vermieden werden. Sind die Gurte zum Beispiel zu kurz, zieht das Kind die Schultern nach vorne und macht einen Rundrücken. Sitzt der Ranzen zu tief, können Druckstellen am unteren Ende des Rückens entstehen. Außerdem sollten die Gurte mindestens vier Zentimeter breit sein. Das verhindert, dass sie durch das Gewicht des Ranzens einschneiden.

Der Ranzen selbst sollte nicht breiter sein als die Schultern des Kindes. „Der obere Rand schließt im Idealfall mit der Schulterhöhe des Kindes ab“, so Dr. Katja Matthias. „Das dient auch der Sicherheit im Straßenverkehr. Ist der Tornister höher, kann das Kind, wenn es sich umdreht, nicht sehen, was hinter ihm passiert.“ Außerdem sollte der Ranzen Reflektoren und Leuchtstreifen haben. So wird das Kind auch bei Dunkelheit besser gesehen.

Beim Kauf beraten lassen

Beim Kauf des Ranzens sollten die Eltern sich im Fachgeschäft beraten lassen. Das Kind muss auf jeden Fall seinen zukünftigen Schulranzen anprobieren. Geprüfte und mit dem GS-Zeichen „58124“ versehene Modelle erfüllen einen gewissen Mindeststandard, was Qualität und Sicherheit angeht. Nicht unbedingt lebensnotwendig aber praktisch ist ein Wasser abweisender Schulranzen, der auch mal in einer Pfütze landen kann, ohne dass gleich der ganze Inhalt durchgeweicht wird. Ein eigenes Fach für das Pausenbrot an der Außenseite verhindert, dass Hefte und Bücher mit Butter oder Brotaufstrich verschmiert werden. Für den Inhalt gilt: Der Ranzen sollte nicht zu voll gepackt werden. „Am besten ist es, wenn Eltern und Kinder jeden Abend gemeinsam überprüfen, ob wirklich nur die Hefte, Bücher und Stifte im Ranzen sind, die am nächsten Tag gebraucht werden“, empfiehlt Dr. Katja Matthias. Alles andere, wie Murmeln und anderes Spielzeug, sollte herausgenommen werden. „Der große Weltatlas oder die Turnschuhe können vielleicht auch in der Schule aufbewahrt werden. So muss das Kind nicht unnötig schleppen“, rät die Ärztin. Eltern sollten das, am besten noch vor Schulbeginn, mit den Lehrern besprechen.


Artikel vom Mittwoch, 16. Juli 2008
  

Artikel vom Donnerstag, 17. Juli 2008
  
Zurück

 


Weitere Themen rund ums Thema Schule:

TÜV warnt vor Schadstoffen in Füller, Radierer & Co
 

Die Liste der Schulausrüstung für Erstklässler ist lang. Beim Einkauf sollten Eltern die Qualität nicht vernachlässigen. mehr
Unglücksfalle Schulweg
 

An der Ampel stehen bleiben, auf das grüne Männchen warten, links und rechts schauen, wenn alle Autos halten, die Straße überqueren. mehr
Schulweg: Vorfahrt für die Sicherheit
 

Schulkinder Was Sie tun können, damit Ihr Kind sicher zur Schule kommt. mehr
Linkshänder: Unterstützen – nicht umschulen
 

„Das mach ich doch mit links!“ Bis vor einigen Jahren ging das gar nicht so einfach: Wer linkshändig schrieb und werkelte, sollte sich mit allen Mitteln umgewöhnen. Heutzutage weiß man, dass dies sogar schadet. mehr
Schulstarter sollten bei der Sache bleiben können
 

Schule/Foto AOKInterview mit Diplom-Psychologe Josef Zimmermann. mehr
Ausgewogenes Essen liefert Energie für den Schulalltag
 

Gesund und lecker ist kein Widerspruch. mehr
Studie: Wie sportlich sind unsere Schüler?
 

Deutschlands Sportlehrer treffen in der Turnhalle überwiegend auf schlappe Kinder und Jugendliche. mehr
Schulpausen eignen sich für Spiel und Spaß
 

Schulstart Foto_AOKSeilspringen und Ballspielen bringen Kinder in Bewegung.

 mehr
Kinder lieben Pausenbrote
 

pausenbrot.jpg.jpgBelegte Brote für die Pause stehen bei unseren Kindern mit 81 % ganz oben auf der Wunschliste fürs Schulfrühstück. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht erfreulich... mehr
Die richtigen Lerntechniken
 

Wer Schulkinder hat, weiß: Stressfaktor Nummer eins sind am Nachmittag die Hausaufgaben.  mehr
  


myToys.de - Die Kinderwelt im Internet!

Copyright 2005-2010 by Hallo-Onlinejournal. Unsere Portale: www.hallo-bergstrasse.de - www.die-welt-der-schuhe.de - www.wohnsite.de