Der Schulranzen darf nicht zu schwer sein!
Die Unfallkasse Berlin apelliert an Eltern, die Schultaschen ihrer Kinder öfter zu überprüfen. Denn fast jeder Grundschüler trägt eine deutlich zu schwere Schultasche auf dem Rücken.
Die Folgen sind gerade für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren gravierend: Der Ranzen drückt auf die wachsende und daher anfällige Wirbelsäule und kann so mitverantwortlich sein für eine schlechte Körperhaltung und für Verformungen von Wirbelsäule und Füßen. Bereits 41 Prozent der 14- bis 19-Jährigen klagen über regelmäßig auftretende Rückenschmerzen. Mit steigender Tendenz.
Eltern von Grundschülern sollten deshalb regelmäßig prüfen, was sich alles im Ranzen befindet und ob wirklich jedes Buch mit in die Schule muss. „Dieser „Ranzen-Check“ sollte mehrmals in der Woche stattfinden, am besten mit den Kindern zusammen“, rät Wolfgang Atzler, Geschäftsführer der Unfallkasse Berlin.
Als eine Faustregel gilt: das Gewicht der vollen Schultasche sollte höchstens zehn Prozent des kindlichen Körpergewichts betragen. Das heißt: Ein Kind, das dreißig Kilogramm wiegt, dürfte nur einen vollen Ranzen von maximal drei Kilo tragen.
Worauf Sie beim Kauf von Schulranzen achten sollten
Leichte Taschen
Schon beim Kauf der Schultasche können Eltern etwas für das gesunde Wachstum ihrer Kinder tun: Für Grundschüler reicht meistens ein kleiner, leichter Ranzen mit einem Gewicht von rund 1,2 Kilogramm aus. Für eine gute Haltung ist es außerdem wichtig, dass das Kind die Schultasche auf dem Rücken trägt.
Eine Schultasche wird nicht erst durch Bücher und Hefte zur Last. Bereits das Leergewicht eines Schulranzen, und die Verarbeitung der Tasche können den kleinen Kinderrücken kräftig drücken.
DIN-Norm
Achten Sie auf die DIN-Nummer 58 124. Ist der Schulranzen mit dieser Nummer versehen, erfüllt er viele wichtige Bedingungen: Er wiegt dann leer nicht mehr als 1,2 Kilogramm und hat gepolsterte, breite Trageriemen. Dadurch verteilt sich das Gewicht von Büchern und Heften beim Tragen sehr gut. Außerdem drücken die Riemen nicht, auch schneiden sie nicht in die Schultern. Zudem sind diese Schultaschen großzügig mit reflektierenden Sicherheitsstreifen und orangeroten Warnflächen ausgestattet. Die Kinder werden damit schneller von Autofahrern gesehen.