Schulanfang

Ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch - dekoriert mit bunten Blütenlichten lassen Klein und Groß diesen besonderen Tag fröhlich beginnen. 
(Quelle: Gütegemeinschaft Kerzen e.V.)

Schulanfang

Spätestens seit der Schulranzen ausgesucht wurde steht fest: Die Kindergartenzeit neigt sich dem Ende zu und endlich gehört man zu den „Großen“. Aufgeregt und neugierig fiebern fast alle Mädchen und Jungs dem ersehnten ersten Schultag entgegen. Die Einschulung ist für Kinder und Eltern ein ganz besonderer Tag und wird üblicherweise mit einem Morgengottesdienst und einem kleinen Festakt in der Schule gebührend gefeiert. Dabei darf natürlich auch die bunte und gut gefüllte Schultüte nicht fehlen. Mit dem ersten Schultag beginnt für die neuen ABC-Schützen der viel zitierte „Ernst des Lebens“. Die Einschulung und die Wochen danach sind für Kinder eine aufregende Zeit voller Umstellungen, Anforderungen und neuen Erfahrungen. Sie als Eltern sind jetzt besonders gefordert, ihr Kind auf dem Weg in den neuen Lebensabschnitt zu begleiten und zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass ihr Kind gesund und sicher den Schulalltag meistert !




Haltungsschäden durch zu schwere Schulranzen
 

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Schulranzen auf Rollen entlasten den Rücken
 

Studien belegen, dass die Schulranzen der meisten Grundschulkinder zu schwer sind und es dadurch zu erheblichen Gesundheitsproblemen kommen kann. mehr
Schulranzen Ökotest
 

Mit Pauken und Trompeten fielen die meisten Schulranzen bei Öko-Test durch. mehr

 


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Linkshänder: Unterstützen – nicht umschulen

Linkshänder: Unterstützen – nicht umschulen

Im frühen Japan konnte sich ein Mann scheiden lassen, wenn er entdeckte, dass seine Frau Linkshänderin war. Albert Einstein, Franz Kafka, Friedrich Nietzsche, Hans Christian Andersen, Johann Wolfgang von Goethe, Albrecht Dürer, Caspar David Friedrich, Leonardo da Vinci und Paul Klee waren es. Heutzutage ist hierzulande etwa jeder dritte Schüler Linkshänder. Wissenschaftler vermuten sogar, dass bis zu 50 Prozent der Menschen von Natur aus linkshändig sind. Die „Linken“ werden daher mittlerweile in Kindergärten und Schulen toleriert, eine Umschulung ist nicht mehr notwendig.

Hauptsächlich die linke Hand zu benutzen ist kein Manko oder gar als Krankheit zu werten, sondern angeboren. Die Händigkeit ist eine Erbanlage wie Augenfarbe oder Geschlecht, bestimmt wird sie durch die unterschiedliche Seitendominanz im Gehirn.

Die beiden Hälften des Gehirns (Hemisphären), durch einen Balken voller Nervenstränge verbunden, steuern über Kreuz den Körper. Die Nervenbahnen überkreuzen sich im Bereich der oberen Halswirbelsäule. Die Folge: Jede Hirnhälfte steht jeweils mit der gegenüber liegenden Körperseite in Verbindung. Die dominante Gehirnhälfte ist verantwortlich für die Händigkeit: Bei Rechtshändern ist die linke Seite des Gehirns dominant, bei Linkshändern die rechte.

Wird ein Linkshänder trotzdem gezwungen, die rechte Hand zu benutzen – was früher gang und gäbe war – ist die stärkere Hirnhälfte in ihren Funktionen gehemmt. Und die schwächere Seite wird dauernd überfordert. Linkshänder umzuschulen ist also ein massiver Eingriff in die Hirntätigkeit. Die Folgen sind gravierend und können das ganze Leben negativ beeinflussen: Sie reichen von feinmotorischen Störungen, Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen bis hin zu negativen Veränderungen der Persönlichkeit.

Schreibenlernen: Die rechte Hand darf nicht stören

Ob ihr Kind Links- oder Rechtshänder ist, können aufmerksame Eltern in der Regel schon im Krabbelalter feststellen. Mit welcher Hand das Kind spontan greift, gibt den entscheidenden Hinweis.

Mit fünf oder sechs Jahren können viele Kinder schon ihren Namen schreiben und zeigen viel Interesse schreiben zu lernen. Bevor sie sich eine falsche Schreibhaltung angewöhnen, ist es daher schon in diesem Alter sinnvoll, ihnen vorsichtig und möglichst in spielerischer Form die richtige Haltung zu zeigen, denn häufig führen Linkshänder ihre Hand falsch oder verkrampft. Sie können das eben Geschriebene nicht sehen und verwischen beim Schreiben mit Tinte oft die Buchstaben. Außerdem neigen viele Linkshänder anfangs zu Buchstabenumkehrung oder sogar zu totaler Spiegelschrift, da sie instinktiv von rechts nach links wahrnehmen und schreiben. So geht es richtig:

    Das Papier sollte etwas links von der Mitte vor dem Kind liegen und im Uhrzeigersinn leicht nach rechts gedreht sein (ca. 30 Grad). 

    Der Stift wird locker mit leichtem Zangengriff zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, wobei er am Mittelfinger nur anliegen sollte und die Hand unterhalb der Zeile liegt. 

    Die Hand liegt nicht abgeknickt oberhalb, sondern unter der Zeile, die gerade beschrieben wird. Das Stiftende weist zum linken Unterarm. 

  • Die rechte Hand darf nicht „im Weg“ sein. Sie soll das Blatt in Schreibhöhe am rechten Rand festhalten und bei Bedarf nach oben oder unten ausweichen. 

    Auf der linken Seite benötigt das Kind Armfreiheit, dort sollte daher kein Rechtshänder sitzen. Das Licht soll von vorn oder von rechts einfallen.

Was Linkshändern außerdem das (Schul-)Leben erleichtern kann, sind spezielle, seitenverkehrt konstruierte Gegenstände, zum Beispiel Schere, Lineal, Bleistiftspitzer und Füller. (pgk)

Adressen:
Erste Deutsche Beratungs- und Informationsstelle
für Linkshänder und umgeschulte Linkshänder,
Sendlinger Str. 17, 80331 München,
Tel. / Fax: 0 89 / 26 86 14,
Internet: www.lefthander-consulting.org,
E-Mail: info@lefthander-consulting.org
sowie in der Deutschen Linkshänderseite:
www.linkshaenderseite.de.

 


Artikel vom Donnerstag, 17. Juli 2008
  
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