Meist sind es die guten Freunde, die die Braut entführen. Dabei ziehen die "Entführer" mit der Braut von Lokal zu Lokal. Der Bräutigam soll jedes Mal die Zeche zahlen.
Alternativ können die "Entführer" ein paar Hinweise hinterlassen, um die Suche zu erleichtern. Das Auslösen kann mit einer Aufgabe für den Bräutigam verbunden sein. Singen in der Öffentlichkeit, Abwaschen für die nächsten Wochen oder Ähnliches.
Dieser Brauch soll zurückzuführen sein auf das Recht der ersten Nacht im Mittelalter. Danach sollen Klerus und Adel das Recht besessen haben, ihre weiblichen Untergebenen in der Hochzeitsnacht zu entjungfern. Dazu sollen die Bräute von den Vasallen der Obrigkeit von der Hochzeit abgeholt worden sein (entführt).
Anstelle von Chaos im Heim der frisch Vermählten in Form von abgebauten Betten oder Schränken sind liebvoll dekorierte Luftballons und eine Flasche Champagner für den Schönsten Tag im Leben sicherlich angemessener.