Nordic-Walking im Odenwald

„Nordic Walking im Odenwald eignet sich vorzüglich als Alleinstellungsmerkmal“, behauptet Norbert Hofmann, OWK-Gesamtvorsitzender. Dass diese Art der Fortbewegung, wenn sie richtig durchgeführt wird, sehr gesund ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Die Anzahl derer, die sich stöckeschwingende durch Wald und Flur bewegen, wird immer größer. In punkto Wandern ist der Odenwaldklub (OWK) ja bereits der absolute Profi, nun will er auch noch auf den Zug der Zeit aufspringen und den Odenwald zu einem Nordic-Walking-Paradies machen. Flächendeckend sollen Trainingszentren eingerichtet werden, die irgendwann miteinander verknüpft werden, wie das bereits bei Langlaufloipen der Fall ist. Denn wo könnte man sich Walkingstrecken für diese gesunde Gangart, den „Vierradantrieb“, besser vorstellen als im Mittelgebirge Odenwald. Hier kommen bereits Wanderer voll auf ihre Kosten, warum soll dieses Naturerlebnis in dieser reizvollen Landschaft nicht auch für Nordic Walker interessant sein. Zumal man keine spezielle Ausrüstung benötigt, es genügt wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk – wie auch beim Wandern. Unterstützt vom Deutschen Ski-Verband, der bereits in Beerfelden ein Trainingszentrum unterhält, möchte der OWK seinen „Traum vom Nordic-Walking-Paradie im Odenwald verwirklichen.

 

Das Deutsche Wanderabzeichen mit dem Wander-Fitness-Pass
Was den Sportlern recht ist, kann den Wanderern nur billig sein. Ab dem kommenden Frühjahr ist es möglich, sich in einem Wander-Fitness-Pass die Teilnahme an geführten Wanderungen bestätigen zu lassen mit dem Ziel, eines Tages mit dem Deutschen Wanderabzeichen belohnt zu werden; dieses wird analog zum Deutschen Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold verliehen. Voraussetzung zur Erlangung des Wanderabzeichens ist nicht die sportliche Leistung, sondern die regelmäßige, ausdauernde Bewegung.

 

Mit seiner im Herbst 2009 durchgeführten und vom Bundesgesundheitsministerium unterstützten Aktion „Let’s go – jeder Schritt hält fit“ hat der Deutsche Wanderverband das gesunde Wandern wieder ins Bewusstsein der Menschen gerufen und wird nun, wie auch alle seine 58 Mitgliedsvereine, im Frühjahr 2010 den Wander-Fitness-Pass einführen. Diesen hält der OWK für seine Mitglieder und auch für andere Interessierte bereit. Um das Wanderabzeichen zu erhalten, muss ein Erwachsner innerhalb eines Kalenderjahres 200 Kilometer bei geführten Wanderungen zurücklegen, bei Kindern wird nach Altersgruppen diffe-renziert. Im Pass wird dann die Teilnahme vom Wanderführer bestätigt. Ausgestellt wird der Pass durch einen Wanderverein – und zwar nur durch einen solchen.

 

Naturerlebnis Wandern auf zertifizierten Wegen Seit fünf Jahren gibt es im Odenwald einige Qualitäts-Wanderwege, d.h. sie sind mit dem Gütesiegel Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Ein Knüller bei den Tourismus-Unternehmen im Odenwald ist der in 2008 eingerichtete und 2009 auf 120 km verlängerte Nibelungensteig, der von Zwingenberg an der Bergstraße bis Freudenberg am Main führt. Auf seiner Gesamtlänge findet der Wanderer fast alpine Verhältnisse vor, denn es sind insgesamt 4.000 Höhenmeter zu überwinden – also eine wahre Herausforderung für den konditionsstarken Wanderer. Nicht weniger interessant für den Individualwanderer ist der „Alemannenweg“, der rote Flügel des Odenwald-Schmetterlings. Er führt mit seinen 138 Kilometern in einem Rundkurs von Michelstadt durch den Vorderen Odenwald, seine Markierung ist ein rotes S auf weißem Spiegel und jetzt auch noch das grüne W für „Wanderbares Deutschland“. Beide Wege wurden vom Odenwaldklub eingerichtet und markiert; bereits im September 2008 wurden sie mit dem Gütesiegel „Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen: Bevor eine Zertifizierung angestrebt werden kann, ist die Ausbildung von Wegeexperten durch den Deutschen Wanderverband (DWV), in dem auch der Odenwaldklub als einer von insgesamt 58 Ge-bietswandervereinen organisiert ist, nötig. Zur Zeit gibt es in Deutschland 625 ausgebildete Wegeexperten, von denen 10 im Vereinsgebiet des Odenwaldklubs tätig sind; sie kontrollieren und bewerten das vorhandene Wanderwegenetz Was verbirgt sich hinter dem Bergriff „zertifizierter Wanderweg“?

 

Der DWV verleiht dieses Gütesiegel nur an Wanderwege, die seinen sehr hohen Qualitätsmerkmalen entsprechen, die da sind:

 

1. so naturbelassen/naturnah wie möglich, mindestens jedoch 35 % der Wegstrecke

 

2. Verbunddecke auf maximal 20% der Wegstrecke,

 

3. Wegverlauf nicht auf befahrenen Straßen, auch nicht daneben,

 

4. für schlecht begehbare Wege sind tabu,

 

5. Wegführung durch abwechslungsreiche Landschaft,

 

6. häufig wechselnde Landschaftsform (Berg und Tal, An- und Abstieg)

 

7. zahlreiche Aussichtspunkte sind erforderlich;

 

8. Erlebnispotenzial durch interessante Bauwerke, reizvolle Städte u.a. an der Wegstrecke

 

9. nutzerfreundliche Markierung sichtbar angebracht

 

10. Hinweise auf Einkehrmöglichkeiten

 

11. Haltepunkte des ÖPNV nicht zu weit vom Weg entfernt .

 

Die gesamte Wegstrecke ist in 4 km lange Teilstücke zu unterteilen, wovon jedes dieser Teilstücke von 23 festgeschriebenen Kriterien zwingend elf erreichen muss. Diesen Ansprüchen genügen die beiden OWK-Wanderwege „Nibelungensteig“ und „Alemannenweg“, sie dürfen nun zur normalen Markierung das grüne Qualitätssigel „Wanderbares Deutschland“ tragen: der Alemannenweg zusätzlich zum roten S auf weißem Grund und der Nibelungensteig zusätzlich zu seinem rostfarbenen N auf weißem Grund.

 

Die ehrenamtlich tätigen Wegeexperten des Odenwaldklubs haben gute Arbeit geleistet, so dass sich der Individualwanderer den Wegezeichen getrost anvertrauen und die beiden Weg ganz ohne Kompass unter die Füße nehmen kann


  
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