Rote Blumen - nicht nur zum Valentinstag

Schmetterlinge im Bauch, aber Frosch im Hals? Am besten sagt mans mit Blumen, roten natürlich. Denn diese künden von Verliebtheit und Liebe und machen schnell einmal klar, was Sache ist. – Übrigens: Rot ist nicht nur eine der beliebtesten Farben, sondern auch eine, die in den meisten Kulturen eine Sonderstellung einnimmt!   

 

 

 

Rote Rosen

 

 

  
Rote Rosen gelten schon seit Urzeiten als Symbol der Liebe und Treue. Nach der griechischen Sage entstanden sie aus dem Blut von Adonis und waren der griechischen Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Auch die Farbe Rot hat Tradition. Denn sie gehört nicht nur zu den auffälligsten, sondern auch zu den beliebtesten Farben weltweit und ist sogar die älteste Farbbezeichnung überhaupt. Rot bringt man mit Blut und Feuer in Verbindung, dann aber auch mit Leidenschaft und Impulsivität, Erotik und Sexualität ... und natürlich mit Macht. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Herstellung des roten Farbstoffes zum Färben von Stoffen lange Zeit sehr mühsam und teuer war. Deshalb erlaubte man – beispielsweise im alten Rom – das Tragen von mit Purpur gefärbten Gewändern nur dem Kaiser.

Später stand die Farbe Rot auch für Schönheit und Freude. Noch heute haben die russischen Ausdrücke für „rot“ und „schön“ den gleichen Wortstamm. Und in China ist Rot selbst heute noch Symbol der Freude. Das macht sich darin bemerkbar, dass man es äusserst gerne für Laternen, in Restaurants, für Geschenkpapier, Einladungskarten und überhaupt alles Festliche verwendet.

Tja, ob nun wegen der Schönheit und Freude oder aus Gründen der Erotik: Das Tragen roter Bänder oder Tücher gehörte und gehört auch heute noch bei vielen Völkern zu den Hochzeitsbräuchen. Die römischen Bräute jedenfalls wurden mit einem feuerroten Tuch umhüllt, welches Fruchtbarkeit und Liebe garantieren sollte. Und in Europa tragen noch heute viele neugriechischen, albanischen und armenischen Bräue rote Brautschleier. In China aber werden die Bräute nicht nur in ein rotes Brautkleid gehüllt; vielmehr werden sie auch in einer roten Sänfte zum Ort der Hochzeitsfeier getragen und schreiten dort auf einem roten Teppich ihrem Bräutigam entgegen. 

Kurz: Rot ist DIE Liebesfarbe. Und wer vor roten Rosen (… und der ultimativen Liebeserklärung!) eher zurückschreckt, kann sich am Valentinstag auch für Frühlingsblüher in Rot, Pink, Rosa oder Orange entscheiden. Zudem findet man feuriges Rot auch bei den etwas exotischeren Anthurien oder Heliconien.  Natürlich sollte es dann doch keine rote Rose sein – zu bedeutungsträchtig, siehe oben. Die obligatorische Nelke im Knopfloch von den Generationen vor uns ist es auch nicht. Aber eine kleine, lässige Aufmerksamkeit in Form einer wunderbaren Calla, einer schönen Lilie oder einer anderen etwas ausgefalleneren Blume lässt doch auf den guten Geschmack des Schenkers schließen. Und so haben schließlich beide etwas von dem Geschenk…

Und die roten Rosen sind dann wieder für ganz bestimmte Anlässe reserviert: die Hochzeitstage, den runden Geburtstag, die Geburt eines Kindes und und und. Denn rote Rosen sind nach wie vor einfach. Dabei ist auch die Intensität des Rots von Bedeutung: je tiefer und dunkler die Rose ist, desto gewichtiger und ernster ist das Gefühl, das mit den Blumen vermittelt werden soll. Was könnte also besser geeignet sein, um dem Liebsten oder der Liebsten seine innersten Gefühle zu offenbaren. Eine einzelne Rose zum Beispiel bedeutet „Ich bin Dein“, drei Rosen „Ich bete Dich an“. Bekommt man jedoch eine geschlossene Rosenknospe geschenkt, ist sich der Gegenüber noch nicht ganz sicher, ob seine Gefühle erwidert werden. Rote Rosen zum Valentinstag oder zu anderen romantischen Anlässen sagen also oft mehr aus als teurer Schmuck oder Luxusartikel wie Designer-Handtaschen, teure Parfüms und ähnliches.

 

  
Liebe