Was essen wir an Ostern?

Viele Menschen verbinden mit Ostern Familienfeiern und Gaumenfreuden. Nach dem Ende der Fastenzeit wird wieder gefeiert – und vor allem gegessen. Harmonische Familienfeiern und Gaumenfreuden stehen für viele von uns an Ostern im Mittelpunkt. Neben süßen  Schoko-Osterhasen und Schokoeiern, bunt gefärbten Eiern und Festtagsbraten steht feines Ostergebäck auf dem auf dem österlichen Speiseplan ganz oben. Vom süßen Osterlamm bis zum beliebten Osterzopf – die traditionellen Klassiker schmecken nicht nur fein, sie haben auch ihre ganz eigene Geschichte und Bedeutung.

Ostergebäck mit Tradition

Vom süßen Osterlamm bis zum beliebten Osterzopf – feines Gebäck darf auf keiner österlichen Festtagstafel fehlen. Doch die traditionellen Klassiker schmecken nicht nur fein, sie haben auch ihre ganz eigene Geschichte und Bedeutung.

Die älteste österliche Gebäckform ist der Fladen. Ursprünglich aus geschrotetem Korn und flach wie ein Lebkuchen, wurde er im Lauf der Zeit mit Zucker, Milch, Eier und Gewürzen verfeinert. Dem Fladen folgte der runde Laib, der als Treibmittel Sauerteig beziehungsweise Hefe voraussetzte. Die runde Form hatte einen tieferen Sinn – sie symbolisierte die Sonne und damit nach christlicher Auffassung Jesus als Licht der Welt.Wie auch immer also die Wetterprognosen für Ostern lauten: mit einem runden Gebäck geht die Sonne auf!

Aus zartem Biskuit- oder Rührteig gebackene Osterlämmer sind eine Erfindung des Rokoko und symbolisieren nach dem Bild der biblischen Apokalypse den Auferstandenen. Mit Puderzucker üppig bestäubt oder mit Zuckerguss bestrichen sind sie ein dekorativer Hingucker auf jedem Ostertisch. Typischerweise bekommen sie ein Osterfähnchen zwischen die Vorderbeine gesteckt und ein Seidenbändchen um den Hals gebunden.

Osterhasen aus feinem Rühr- oder Hefeteig leisten den süßen Lämmchen Gesellschaft. Warum ausgerechnet Meister Lampe zu Ostern so gefragt ist? Möglicherweise spielt hier die in Byzanz übliche Deutung des Hasen als Symbol für Christus eine Rolle. Anderen Quellen zufolge kam der Hase im 17. Jahrhundert als evangelischer Gegenpart zu den katholischen Eiern ins Spiel.

Mit zunehmender Verweltlichung der Bräuche fanden Hase und Eier schließlich mehr und mehr zueinander und bereichern seither in friedlicher Koexistenz das Ostergeschehen – ganz im österlichen Sinne. Auch der populäre Osterzopf hatte früher eine ganz besondere edeutung: Er stand bildlich für die enge Verflechtung zwischen Gott und den Menschen.

Als der Teig durch Butter und Eier immer feiner und geschmeidiger wurde, haben vor allem im Alpenland geschickte Hände die schönsten Kunstwerke wie aufwändige Striezel und Körbchen daraus gezaubert. Auch heute noch ist ein kleines, geflochtenes Nestchen mit einem bunten Ei in der Mitte eine schöne Überraschung auf dem Ostertisch. Die lustigen Eiermänner, Hefeteigkerle, die jeweils ein buntes Ei in den Armen halten und heute wieder in Bäckereien anzutreffen sind, gehen ebenfalls auf altes Brauchtum zurück. Sie waren bei den Kindern, die früher am Karsamstag von Haus zu Haus zogen, um Eier einzusammeln, als leckere Gabe besonders willkommen.

 



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