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Eines der kulturellen Flaggschiffe in Hessen

Hessische Landesmuseum Darmstadt

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt öffnete nach einer 7-jährigen Umbauzeit im Jahr 2014 wieder seine Pforten. Mit seiner großen Bandbreite an Ausstellungen und Sammlungen zählt es jetzt zu den modernsten Museen Deutschlands. Hier kann jeder Geschichte erleben, Kultur entdecken und Kunst genießen:

Die dreizehn Sammlungsbereiche gliedern sich in:

  • Archäologie
  • Kirchliche Schatzkammer
  • Graphische Sammlung
  • Kunsthandwerk ab 1500
  • Jugendstil
  • Gemäldegalerie vom 13. bis Anfang 20. Jahrhundert
  • Kunst nach 1945
  • Block Beuys
  • Ein Wald der Skulpturen - Sammlung Simon Spierer Geologie
  • Paläontologie Fossilien aus der Grube Messel
  • Mineralogie Zoologie 

Museums-Angebote

  • Allgemeine Führungen
  • Themenführungen Kunst, Kultur- oder Naturgeschichte
  • Lehrerfortbildung
  • Museums-Shop
  • Bibliothek
  • Café

Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche

  • Familienführungen
  • Führungen für Jugendliche (13-18 Jahre)
  • Geburtstag im Museum mit verschiedenen Themenschwerpunkten (Anmeldung 4 Wochen im Voraus.
  • Ferienprogramm
  • Führungen für Schulklassen und Kindergärten

Historie

Das Museum wurde in den Jahren 1897 – 1902 nach den Plänen des Berliner Architekten Alfred Messel (1853 – 1909) erbaut und konnte 1906 eröffnet werden. Mit den um eine große zentrale Halle gruppierten Stilräumen und Sammlungssälen, den offenen Höfen, beziehungsreichen Durchblicken und einer Durcharbeitung bis in das letzte Detail galt das Haus damals als eines der schönsten und modernsten Museen in Europa. Wegen dieses Erfolgs wurde der Architekt zum Generalplaner der Berliner Museumsinsel ernannt, für die er selbst das Pergamon Museum entwerfen konnte.

Das Darmstädter Haus wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, weitgehend in den alten Formen, jedoch mit unzureichenden Materialien wieder aufgebaut. Mit den wachsenden Anforderungen an die technische Ausstattung wurde die schon schwache Bausubstanz weiter geschwächt und überformt, durch einen sich ändernden Geschmack die historischen Bauformen überdeckt und die Blickverbindungen verstellt, so dass der Besucher die vom Architekten vorgegebene Struktur nicht mehr wahrnehmen konnte. Aus der Notwendigkeit heraus, die Bausubstanz zu sanieren und die technische Ausstattung zu modernisieren, ergab sich die Möglichkeit, auch die alte Schönheit des Baus Alfred Messels rück zu gewinnen, die 2 alten Raumfluchten, Blickverbindungen, Farbgestaltungen und Raumdekorationen wieder erfahrbar zu machen. Alfred Messel war nicht nur Architekt, er entwarf bis in das kleinste Detail auch die Innengestaltung. Nach intensivstem Studium der Sammlungsbestände konnte so eine Harmonie zwischen den Ausstellungsobjekten, ihrer Präsentationsform und der sie umgebenden Architektur erreicht werden.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dies durch ein Konglomerat von Überbleibseln verschiedener Vitrinensysteme, selbst hergestellten Ausstellungsbehelfen und aus finanzieller Not geborenen Notlösungen ersetzt. All das entsprach in keiner Weise mehr den elementarsten konservatorischen Anforderungen und war in der Substanz abgängig.

Die Sanierung der Museumsräume bot die Chance, die Aufstellung der Sammlungen neu zu ordnen, dabei den alten architektonischen Vorgaben zu folgen und gleichzeitig wieder eine einheitliche Ausstellungsarchitektur einzubringen, die sowohl den Räumlichkeiten als auch dem jeweiligen Charakter der Sammlungen entspricht.

Diese Aufgabe meistert der Entwurf von Daniel Schiel und seinem Team von der Schiel Projekt Gesellschaft, Berlin, der sich an den sehr unterschiedlichen Räumlichkeiten orientiert, den einzelnen Sammlungen Rechnung trägt, die heute erforderliche mediale Technik unaufdringlich integriert und dennoch als ein verbindendes Band überall im Haus wiedererkennbar bleibt.

Dabei wird zu der historistischen Grundhaltung Messels bewusst ein sehr moderner Gegenpol gesetzt, der sich jedoch in der ästhetischen Qualität an den Vorgaben Messels orientiert. Das spezifische Profil des Hessischen Landesmuseums Darmstadt ist seit über zweihundert Jahren unverändert.

Es war nie ein Spezialmuseum, sondern stets ein Hort für viele Sammlungen aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten. Wurde im 18. Jahrhundert damit noch eine vollständige Darstellung des damaligen Wissens angestrebt, so stand in den folgenden 150 Jahren der Gedanke eines Zentralmuseums im Vordergrund, das die Objekte und Kunstwerke, die im Großherzogtum und im Volksstaat Hessen von musealer Bedeutung waren, aufnahm. Während in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg die Frage nach einem besonderen Profil des Museums keine große Rolle spielte, ist Profilschärfung heute innerhalb der reichen Museumslandschaft im Rhein-Main-Gebiet sehr wohl von Relevanz.

Der einzigartige Charakter des Landesmuseums besteht in der Vielzahl und Breite seiner Sammlungen. Dies soll bei der Neupräsentation deutlich werden. Fast alle Sammlungen des Hauses, wenn auch manchmal nur mit wenigen Stücken, sind präsent und in den Rundgang eingebunden. Dabei ist jede Sammlung in einer spezifisch unterschiedlichen Weise präsentiert, so dass sich dem Besucher ein steter Wechsel von Erlebnisräumen darbietet, ganz so, wie es in der Intention Alfred Messels lag.

Kontakt

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Friedensplatz 1
64238 Darmstadt
Telefon: 06151 - 165703
Webseite: www.hlmd.de



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