St. Martin -  Legende und Brauchtum

St Martin hoch zur Ross

St. Martin, ein Fest, das Kinder jedes Jahr mit Begeisterung erwarten

St. Martin ist  ein Fest, das Kinder jedes Jahr mit Begeisterung erwarten und auch  Erwachsene erinnern sich immer wieder gerne an die Zeit, als sie selbst stolz die erste selbst gebastelte Laterne vor sich her trugen – hell erleuchtet von einer Kerze, die die schönsten Schattenspiele hervorrief und den dunklen Weg beleuchtete.

Geschichtliches zu St. Martin:

Der heilige Martin wurde im Jahr 316 geboren. Er lehrte den christlichen Glauben und wurde im Jahre 371 zum Bischoff von Tours gewählt.  Als Sohn eines römischen Offiziers war er überall im Land für seine Großzügigkeit bekannt und beliebt. Die am besten überlieferte Geschichte ereignete sich an einem Februarmorgen, als der 22jährige Martin mit seinem Burschen von einem nächtlichen Ritt heimkehrte. Es war ein harter Winter mit klirrendem Frost und ein heftiger Schneesturm blies den Reitern ins Gesicht. Am Stadttor tauchte ein zerlumpter Bettler auf, der vor Kälte zitternd kaum noch die Worte über die Lippen brachte: "Eine Gabe, guter Herr". Da Martin gerade seinen ganzen Sold an arme Bauern verschenkt hatte, damit sie ihre Steuern zahlen konnten, nahm er einfach seinen weiten Mantel und halbierte ihn mit einem Schwertstreich. Die eine Hälfte warf er dem Bettler über die Schultern, damit dieser nicht mehr frieren musste. Die Legende sagt weiter, dass man Martin kurze Zeit später zum Nachfolger des verstorbenen Bischofs von Tours machen wollte. Doch Martins Bescheidenheit war so groß, dass er sich im Gänsestall versteckte: In der Dunkelheit suchten sie ihn deshalb mit Laternen, einige stimmten Lieder an. Erst als die Gänse sich laut kreischend über den Eindringling beschwerten, entdeckte man Martin schließlich. 371 nach Christus wurde er Bischof von Tours. Das Andenken an ihn überdauerte die Jahrhunderte: Und so folgt man noch heute mit Liedern und Laternen dem „Martinsmann“ und lädt anschließend zum „Gänseessen“.

Ich geh´ mit meiner Laterne

Es ist ein rheinländischer Brauch zu Ehren des Heiligen St.Martins Laternenfeste zu feiern. Mit Freude und Eifer basteln Kinder ihre Laternen, um am Martinszug mit ihnen umherzuziehen, Martinslieder zu singen und am Martinsfeuer die Martinsbrezeln zu teilen. Hier findet man Bastelanleitungen und Lieder: Lieder, Noten und Hörproben

 Die Martinsgans und andere Köstlichkeiten

MartinsgansDie Martinsgans gehört zu den traditionellen St.Martinsgerichten. Sie ist aber nicht die einzige Köstlichkeit für den Martinstag. Beliebt sind ebenso: Bratäpfel, Martinsbrezeln,Weckmänner, Punsch u.v.m.

 

 



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