Elsass Kurztrip: 4 Tage an der Weinstrasse -
Tipps und Highlights 

lick über den Fluss Weiss auf die historischen Fachwerkhäuser von Kaysersberg mit der Burgruine im Hintergrund unter blauem Himmel.

Elsass:  Zwischen Weinbergen, Vogesen und Fachwerkdörfern zeigt sich Frankreich von seiner schönsten Seite – perfekt für einen genussvollen Kurzurlaub mit Radtouren, Weinorten und viel französischer Lebensart.
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Das Elsass stand schon lange auf unserer Liste. Nicht wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit, sondern wegen dieser besonderen Mischung aus Weinorten, Fachwerkhäusern und französischer Lebensart. Im Mai war es soweit: für vier Tage wollten wir die Elsässer Weinstraße von Eguisheim aus erkunden. 

Obernai: unser erster Stopp
an der Elsässer Weinstraße

Wer zum ersten Mal durchs Elsass fährt, landet gedanklich oft sofort bei Colmar oder Straßburg. Da wir Straßburg bereits bei einer früheren Reise erkundet hatten, zog es uns diesmal direkt weiter nach Obernai - ein entspannter Einstieg in unseren Kurztrip an die Elsässer Weinstraße. 

Marktplatz in Obernai im Elsass mit historischen Fachwerkhäusern, einem Denkmal im Vordergrund und dem markanten Kappelturm unter blauem Himmel.Der Marktplatz von Obernai mit Blick auf den Kappelturm.

Wir hatten Glück und parkten direkt am Place du Marché. Die Stadt wirkte auf Anhieb entspannt - nicht zu groß, nicht zu touristisch und genau richtig, um nach der Fahrt erst einmal im Elsass anzukommen. Anstatt Sehenswürdigkeiten abzuhaken schlenderten wir durch die Gassen und beobachteten das Treiben um uns herum.  

Ein nostalgisches, weiß-gestreiftes Karussell auf einem öffentlichen Platz in Obernai neben einem hohen Fachwerkhaus mit blauen Fensterläden.
Zwischen nostalgischen Karussell-Runden und leuchtend blauen Fensterläden zeigt Obernai sein charmantes Gesicht.

Auf dem weiteren Weg Richtung Eguisheim legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Barr ein. Über den Gassen hingen bereits zahlreiche Fahnen und Dekorationen – offenbar bereitete sich der Ort gerade auf eines der vielen elsässischen Feste vor. 

Eine malerische Gasse in Barr an der Elsässer Weinstraße mit bunten Papier-Weintrauben-Girlanden über dem Kopfsteinpflaster und großen orangen Pflanzkübeln.In den Gassen von Barr hängen die Weintrauben dekorativ direkt über den Köpfen der Besucher.

Unser Basislager im Elsass:
Ein Minihaus im Herzen von Eguisheim

Nach dem ersten Stopp in Obernai und Barr steuerten wir unser eigentliches Ziel an: Eguisheim. Für vier Tage wollten wir nicht ständig Koffer packen, deshalb entschieden wir uns hier für einen festen Standort. Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung. Die Weinorte liegen fast direkt vor der Tür, Colmar war bequem mit dem Fahrrad erreichbar und selbst die Vogesen nur eine kurze Fahrt entfernt.

Das berühmte schmale Fachwerkhaus "Le Pigeonnier" an einer Gabelung der mittelalterlichen Gassen von Eguisheim, geschmückt mit gelben Blumen. Wohl das meistfotografierte Motiv: das berühmte schmale Haus in Eguisheim

Mitten in der Altstadt von Eguisheim – nur wenige Schritte vom berühmten schmalen Haus entfernt – lag unser Quartier: Ein nagelneues Apartment in einem winzigen Fachwerkhaus. Dorthin zu gelangen war allerdings etwas abenteuerlich. Mit dem Auto durch die engen Gassen der Altstadt zu fahren, war stellenweise Millimeterarbeit. Park-Tipp für Eguisheim: Direkt am Ortseingang gibt es einen großen Parkplatz mit moderaten Gebühren. Wer lieber kostenlos parkt, findet etwas außerhalb der historischen Ringgassen ebenfalls Möglichkeiten.

Der achteckige St.-Leo-Brunnen auf dem Marktplatz von Eguisheim vor farbenfrohen Fachwerkhäusern unter blauem Himmel.
Der Brunnen auf dem Place du Château ist der perfekte Startpunkt für eine Erkundungstour durch die ringförmigen Gassen.

Nachdem das Gepäck verstaut war, zog es uns wieder nach draußen. Während die meisten Tagesgäste langsam verschwanden, wurde es in den Gassen angenehm ruhig. Im warmen Licht der Abendsonne wirkten die bunten Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert fast golden. 

Die Kapelle von Eguisheim und die Burgmauer mit mehreren Storchennestern auf den Giebeln und Türmen.
Die heimlichen Herrscher des Dorfes: Auf fast jedem Giebel in Eguisheim thronen Storchennester 

Wir schlenderten zum zentralen Platz rund um Brunnen, Kirche und ehemaliger Wasserburg. Teile der alten Ringmauer sind bis heute erhalten, darüber ragt der romantische Glockenturm in den Himmel und auf den Dächern klapperten die Störche in ihren Nestern.

Ein elsässischer Flammkuchen mit Munsterkäse auf einem Holzbrett, daneben ein Glas Weißwein auf einer rot-weiß-karierten Tischdecke.
Ein herzhafter Flammkuchen mit kräftigem Munsterkäse und ein Glas Weißwein aus der Region – so schmeckt das Elsass.

Irgendwann meldete sich dann der Hunger. Wir fanden ein kleines Gartenlokal etwas abseits. Dort saßen wir gemütlich bei einem Glas Weißwein und frischem Flammkuchen und über uns klapperten die Störche.

Mit dem Fahrrad von Eguisheim nach Colmar und Turckheim –
durch Weinberge, Felder und überraschend ruhige Wohngebiete 

Am nächsten Morgen starteten wir direkt vor der Haustür zu unserer Radtour. Genau das war einer der großen Vorteile von Eguisheim als Ausgangspunkt: Unsere geplante Rundtour versprach Abwechslung, und wir wurden nicht enttäuscht.

Weitläufige grüne Felder und Weinberge im Elsass vor der Kulisse der Vogesen unter strahlend blauem Himmel.
Der Radweg führt uns durch das malerische Rebenmeer mit ständigem Blick auf die Gipfel der Vogesen.

Die Strecke nach Colmar führte über Feldwege, durch bewaldete Abschnitte, am Bach entlang und durch schöne Wohnviertel. Als "normaler Colmar-Tourist" bekommt man von diesen Ecken normalerweise kaum etwas zu sehen.  

in idyllischer Rastplatz im Grünen an einem Flussufer mit Parkbänken und einem weißen Haus im Hintergrund.Radtour nach Colmar: abseits der bekannten Pfade finden sich idyllische Plätze 
 

 Unser Tag in Colmar und Turckheim

In Colmar selbst fühlte es sich dann sofort wieder vertraut an. Wir waren nicht zum ersten Mal dort, auch wenn unser letzter Besuch schon viele Jahre zurücklag. Verändert hatte sich eigentlich erstaunlich wenig. Die Fachwerkhäuser wirkten genauso detailreich wie in unserer Erinnerung, die Kanäle genauso fotogen und die Gassen genauso liebevoll dekoriert.

Malerischer Blick auf den Kanal in "Petite Venise" (Klein-Venedig) in Colmar, gesäumt von bunten Fachwerkhäusern und Restaurants mit Sonnenschirmen.
Postkarten-Idylle pur: In 'Klein-Venedig' gleiten die Boote sanft an den farbenfrohen Fassaden vorbei 

Was sich allerdings deutlich verändert hatte, war die Menge der Besucher. Es war unfassbar voll. Teilweise schoben sich die Menschen langsam durch die engen Straßen, vor den bekanntesten Fotospots bildeten sich kleine Trauben. Trotzdem verliert Colmar seinen Reiz nicht. Dafür ist die Altstadt einfach zu schön.

Belebter Platz in der Altstadt von Colmar mit zahlreichen Touristen, Cafés und prächtigen, blumengeschmückten Fachwerkhäusern unter blauem Himmel.
In Colmars Gassen pulsiert das Leben zwischen geschichtsträchtigen Mauern und gemütlichen Straßencafés

Wir schlenderten durch die bekannten Gassen, bewunderten die bunt geschmückten Häuser und liefen bis zum Museum Unterlinden mit dem berühmten Isenheimer Altar. Diesmal beließen wir es allerdings beim Blick von außen – bei einem früheren Besuch hatten wir das Museum bereits ausführlich besichtigt.

as historische Gebäude des Unterlinden-Museums in Colmar mit grünem Vorplatz und einer Parkbank im Sonnenschein.Das Museum Unterlinden beherbergt nicht nur den berühmten Isenheimer Altar, sondern besticht auch durch seine ruhige Kloster-Architektur

💡 Praktische Tipps für Colmar

  • Die Touristeninformation bietet einen Rundweg durch die Altstadt mit rund 40 Stationen und Sehenswürdigkeiten an.
  • Besonders sehenswert für Kulturinteressierte:
    • Die Dominikanerkirche mit Martin Schongauers „Maria im Rosenhag“.
    • Das Museum Unterlinden mit dem weltberühmten Isenheimer Altar von Matthias Grünewald.

Durchatmen in Turckheim

Danach ging es wenige Kilometer weiter nach Turckheim. Nach dem Trubel von Colmar wirkte Turckheim fast beschaulich. Versteht mich nicht falsch: Turckheim ist nicht menschenleer, aber die Atmosphäre ist eine völlig andere. Wir spazierten durch das Stadttor, bewunderten die mittelalterliche Architektur und genossen die entspannte und ruhige Atmosphäre. 

Historischer Marktplatz in Turckheim mit einem großen, verzierten Fachwerkhaus, einem Brunnen im Vordergrund und dem bunt gedeckten Kirchturm unter blauem Himmel.Zeitreise in Turckheim: Der Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern und dem grünen Kirchturm wirkt wie aus einer anderen Zeit

Von Munster in die Vogesen –
Käse, Bauerhöfe und ein perfektes Picknick im Grünen

Am nächsten Morgen ließen wir die Weinorte hinter uns und fuhren Richtung Vogesen. Unser erster kurzer Stopp war Munster. Der Ort ist natürlich bekannt für seinen berühmten Käse. Wir machten einen kurzen Rundgang rund um die Touristeninformation, schauten uns etwas um und fuhren schließlich weiter in die Natur. Und genau die wurde hinter Munster plötzlich richtig schön.

Eine Herde von schwarzen und braunen Kühen, die auf einer Bergwiese in den Vogesen ruhen, mit weitem Ausblick auf bewaldete Berge und grüne Täler.
Auf den Höhenkämmen der Vogesen genießen die Kühe nicht nur die besten Kräuter, sondern auch eine perfekte Aussicht

Die Straßen wurden schmaler und die Vogesen zeigten langsam ihren ganz eigenen Charakter. Statt Weinbergen bestimmten jetzt Wiesen, Wälder und kleine Bauernhöfe die Landschaft und immer wieder standen Kühe auf den Weiden, ​Irgendwann entdeckten wir einen kleinen Hofladen am Straßenrand. Natürlich konnten wir nicht widerstehen. Also kauften wir Munsterkäse und frisches Baguette für ein Picknick. Es war einer dieser Reisemomente, die in Erinnerung bleiben.

Ein rustikales Picknick auf einem Holztisch mit aufgeschnittenem Baguette, einem ganzen Munsterkäse
Mehr als ein frisches Baguette und ein echtes Stück Munsterkäse braucht es nicht für ein perfektes  Picknick in den Bergen 
 

Über die Vogesen-Passstraße
zum Col de la Schlucht 

Danach ging es weiter hinauf über die Passstraße Richtung Col de la Schlucht. Mit jeder Kurve wurde die Aussicht weiter und die Landschaft rauer. Im Winter ist die Gegend ein kleines Skigebiet. Oben angekommen legten wir erst einmal eine Kaffeepause ein und beobachteten Wanderer, Motorradfahrer und Radfahrer, die hier aus allen Richtungen zusammenkamen. Von dort fuhren wir schließlich wieder zurück Richtung Elsässer Weinstraße – mit unserem letzten größeren Stopp in Kaysersberg.

Ein klarer, blauer Bergsee (Lac Blanc) in den Vogesen, umgeben von steilen, bewaldeten Felswänden und grauen Granitblöcken im Vordergrund
Natur pur am Lac Blanc: Der Karsee ist ein absolutes Highlight für Wanderer und zeigt die rauere Seite des Elsass

Kaysersberg: Fachwerk-Idyll und lebendiges Handwerk 

Kaysersberg, der Geburtsort von Albert Schweitzer, ist für viele das heimliche Highlight entlang der Weinstraße. Die kleinen Fachwerkhäuser ziehen sich dicht aneinander durch die engen Gassen, während die Weiss malerisch durch den Ort fließt. Teilweise wurden die Häuser sogar direkt über das Ufer gebaut, und über allem thront majestätisch die Burgruine. Mehr Elsass geht kaum.

Blick flussabwärts auf den Fluss Weiss in Kaysersberg, gesäumt von historischen Fachwerkhäusern mit Blumenbalkonen.
Flussidylle: Ein Spaziergang entlang der Weiss offenbart immer wieder  malerische Perspektiven auf Kaysersberg.

Kaysersberg ist zudem ein Ort, an dem altes Handwerk bis heute gelebt wird. In den verwinkelten Gassen findet man noch traditionelle Werkstätten. Wer ein Stück Elsass mit nach Hause nehmen möchte, sollte auf die schmiedeeisernen Schilder achten – sie weisen oft den Weg zu kleinen Töpfereien und Ateliers.

Historischer Platz in Kaysersberg mit prächtigen Fachwerkhäusern und der mittelalterlichen Burgruine auf dem bewaldeten Hügel im Hintergrund.
Über den Dächern von Kaysersberg wacht die Burgruine, die man über einen Kurzen Aufstieg erreicht 

In der lokalen Glasbläserei (Verrerie de Kaysersberg) kann man den Meistern dabei zusehen, wie aus Feuer und Sand filigrane Kunstwerke entstehen.

Ein Glasbläser in seiner Werkstatt in Kaysersberg bei der Arbeit mit glühendem Glas vor einem Schmelzofen.


Nach dem Bummel durch die Gassen lohnt sich ein Stopp im Café Paula. Wir haben dort einen hervorragenden Kaffee und fantastische Croissants genossen.

Genussmomente in Kaysersberg - die Pâtisserie-Kultur ist hier allgegenwärtig.
 

Apropos Pátiesserie: Die Klassiker der elsässer Backstuben
Neben süssen Törtchen, Croissants, Baguette und  Brezeln, sind vor allem süße Hefeteig-Spezialitäten typisch fürs Elsass. Allen voran Gugelhupf, das Wahrzeichen der Region, der traditionell mit Rosinen und Mandeln in Tonformen gebacken wird und Mannele: Diese niedlichen Hefeteig-Männchen mit ihren Schokotropfen-Augen waren ursprünglich ein Gebäck zum Nikolaustag, sind heute aber das ganze Jahr über zu haben und ein beliebtes Mitbringsel.

 Postkartenidylle an der Weinstraße –
unser Tag in Riquewihr und Ribeauvillé  

Zwei der bekanntesten Stopps an der Elsässischen Weinstraße sind Riquewihr und Ribeauvillé. Da sie nur wenige Kilometer trennen, lassen sie sich perfekt verbinden – was allerdings auch viele andere Besucher tun. Entsprechend trubelig ging es dort zu.

Historische Stadtmauer von Riquewihr mit aufgesetzten Fachwerkhäusern, einer Bronzestatue eines Reiters im Vordergrund und gelben Blumen.Die doppelte Stadtbefestigung von Riquewihr ist fast vollständig erhalten und beherbergt heute malerische Wohnhäuser direkt über dem ehemaligen Wehrgang.

In Riquewihr fühlt man sich hinter den fast vollständig erhaltenen Stadtmauern wie in einer historischen Filmkulisse. Ein perfektes Fachwerkhaus reiht sich ans nächste, und überall hängen Blumen an den Fassaden. Was uns aber im gesamten Elsass am meisten faszinierte, war die schiere Üppigkeit der Dekorationen. 



Wir haben schon viele schöne Fachwerkorte gesehen, aber die Elsässer übertreffen hier wirklich alles! Jedes Fenster, jeder Balkon ist ein kleines Kunstwerk aus Blumen und liebevollen Details – Riquewihr setzt dem Ganzen noch die Krone auf.


Traditonelle Brezeln im Elsass 

Ein historischer Steinbrunnen auf dem Place de la Sinn in Riquewihr, umgeben von Touristen und bunten Fachwerkhäusern unter einem hellen Himmel.Der Sinnbrunnen auf dem gleichnamigen Platz war früher nicht nur Wasserquelle, sondern diente auch zum Eichen der Weinfässer

Nach einiger Zeit ging es weiter nach Ribeauvillé. Der Ort wirkte auf uns größer und offener als Riquewihr. Das Leben verteilt sich über mehrere Gassen und Plätze und über den Dächern thront die drei markanten Burgruinen der Herren zu Rappoltstein.

Blick durch eine schmale Gasse in Ribeauvillé auf ein rotes Fachwerkhaus mit Metzgerei-Schild, im Hintergrund eine Burgruine auf einem bewaldeten Berg.Über den Dächern von Ribeauvillé:  die markanten Burgruinen der Herren zu Rappoltstein

💡 Wissenswertes zu Riquewihr und Ribeauvillé

  • In den Touristeninformationen beider Orte gibt es kleine Rundgänge zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten:
    • Riquewihr: etwa 19 Stationen
    • Ribeauvillé: etwa 18 Stationen
  • Beide Orte gehören zu den bekanntesten Weinorten entlang der Elsässer Weinstraße und lassen sich sehr gut miteinander verbinden.
  • Ribeauvillé wirkt insgesamt etwas entspannter und weniger dicht besucht als Riquewihr.

Burgen im Elsass -
die Wächter der Weinstraße

Wer das Elsass bereist, sieht sie fast ständig: Stolze Burgen und Ruinen, die auf den Gipfeln der Vogesen thronen. Die größte und bekannteste ist die Hohkönigsburg. Etwa 10 Kilometer westlich der Weinstraße erhebt sich dieses gewaltige Bauwerk auf rund 620 Metern Höhe. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts umfassend restauriert und ist heute das bekannteste Ausflugsziel der Region. Da wir die Anlage bereits kennen, haben wir dieses Mal keinen Stopp eingelegt – aber für alle, die zum ersten Mal hier sind, gehört sie definitiv zum Pflichtprogramm. Allein der weite Ausblick über die Rheinebene bis zum Schwarzwald ist spektakulär.



Drei Burgen von Eguisheim (Les Trois Châteaux)
Wir besuchten die drei Burgruinen oberhalb von Eguisheim, die während unserer Tage dort quasi direkt vor unserer Haustür lagen. Schon die Fahrt hinauf über die Serpentinen bietet fantastische Ausblicke auf das Rebenmeer. Oben angekommen, kann man zwischen den markanten, rötlichen Mauern umherwandern. Es ist ein herrlich ruhiger Ort, um die Weite der Landschaft ganz entspannt auf sich wirken zu lassen.
 

Burgen-Tipps für Entdecker

  • Hohkönigsburg: Ein Muss für Fans von Ritterrüstungen und prunkvollen Sälen. (Tipp: Tickets unbedingt vorab online reservieren!)
  • Drei Burgen von Eguisheim: Ideal für den späten Nachmittag. Der Zugang zu den Ruinen ist frei und bietet tolle Fotomotive der Türme gegen das Abendlicht.

Essen wie Gott in Frankereich -
die Elsässer Küche

Im Elsass gehört gutes Essen einfach dazu. Die Küche ist oft deftig, bodenständig und perfekt passend zu den Weinen der Region. Berühmt ist das Elsass vor allem für seine „Winstubs“ – urige Weinstuben, in denen traditionell einfache, herzhafte Gerichte mit passenden regionalen Weinen serviert werden. An einem Abend landeten wir genau in einem solch gemütlichen Restaurant mitten in Eguisheim. Weiße Tischdecken, Stoffservietten und eine klassische elsässische Speisekarte .

elsass-choucroute-garnie-sauerkrautplatte-
Deftiger Klassiker: An einer originalen Choucroute garnie führt im Elsass kein Weg vorbei – am besten schmeckt sie in einer der urigen Winstubs.

Eigentlich essen wir zuhause keine so deftigen Gerichte, aber im Elsass wollten wir die regionalen Klassiker einfach einmal probieren. Also bestellten wir die berühmte Choucroute garnie – Sauerkraut mit verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten und Fleischknepfle mit Meerrettichsoße. Und was soll ich sagen: uns hat es geschmeckt. 

Letzter Halt auf dem Heimweg –
süßer Abschied in Wissembourg bei Rebert

Auf der Heimfahrt wollten wir das Elsass nicht einfach hinter uns lassen. Statt direkt durchzufahren, legten wir noch einen letzten Halt in Wissembourg ein – direkt an der Grenze  zur deutschen Weinstrasse  Genau richtig für einen letzten Spaziergang. Und natürlich durfte auch ein kulinarischer Abschluss bei Rebert nicht fehlen – ein süßes Finale, das fast schon obligatorisch ist, wenn wir hier vorbeikommen. 


Törtchen in der legendären Konditorei Reber in Wissembourg 

Fazit – vier Tage Elsass zwischen Weinbergen und Vogesen
Vier Tage waren genau richtig, um die Gegend rund um Eguisheim entspannt zu erkunden. Zwischen Weinorten, Vogesen, Fachwerkgassen und elsässischer Küche bleibt uns vor allem die Vielfalt der Region in Erinnerung. Aber das Elsass hat  noch weit mehr zu bieten. Neben den bekannten Orten entlang der Weinstraße warten weitere Dörfer, Wanderwege und Landschaften darauf, entdeckt zu werden – genug Gründe also, um irgendwann wiederzukommen. 

💡 Elsass-Kompakt: Tipps für deine Planung

  • Die Route: Die Elsässische Weinstraße erstreckt sich über ca. 170 km zwischen Marlenheim und Thann.
  • Orientierung vor Ort: In fast allen Orten (Colmar, Riquewihr, Ribeauvillé) gibt es bei der Touristeninfo Stadtpläne mit numerierten Rundwegen (18 bis 40 Stationen).
  • Kultur-Tipps: Besuche die Hohkönigsburg für die beste Aussicht oder entdecke das UNESCO-Welterbe in den charmanten Altstädten.
  • Kulinarik & Wein: Neben der Elsässer Küche prägen sieben Rebsorten die Region: Riesling, Pinot Gris (Grauburgunder), Gewürztraminer, Muscat, Pinot Blanc (Weißburgunder), Sylvaner und als einziger Roter der Pinot Noir (Spätburgunder).
  • Beste Reiseart: Perfekt für einen Mix aus Wandern, Radfahren und gemütlichem Bummeln durch die historischen Gassen.

Reiseroute an der Elsässer Weinstraße

Damit ihr eure eigene Route besser planen könnt, habe ich hier noch einmal die Highlights unserer vier Tage zwischen Straßburg und Thann in einer Übersichtskarte zusammengefasst

Illustrierte Karte der Elsässischen Weinstraße von Straßburg bis Thann mit Highlights wie Colmar, Eguisheim und Kaysersberg

Von Straßburg bis Thann: Die wichtigsten Stopps unserer Reise auf einen Blick.


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