Der Odenwald erstreckt sich über das Dreiländereck Hessen, Baden-Württemberg und Bayern, wobei der größte Teil des Odenwalds in Südhessen liegt. Das ca. 80 km lange Gebiet gliedert sich in den westlichen „Vorderen Odenwald“, den östlichen „Hinteren Odenwald“ und den „Kleinen Odenwald“ im Süden. Während die Bergstraße die westliche Grenze zur Rheinebene bildet, markiert der Neckar im Süden den Übergang zum Kleinen Odenwald. Die Region schützt ihre Vielfalt in zwei großen Naturparks: dem UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald und dem Naturpark Neckartal-Odenwald.
Als Mittelgebirge bietet der Odenwald fantastische Aussichtspunkte. Zu den Gipfelstürmern gehören:
Die Geologie teilt den Odenwald in zwei Gesichter: Im Westen dominieren Granitformationen – das absolute Highlight ist hier das Felsenmeer bei Lautertal, ein Paradies zum Kraxeln.
Im Süden und Osten prägt der rötliche Buntsandstein das Bild, der vielen historischen Dörfern ihren typischen Charme verleiht. Wer tiefer blicken möchte: Besucherbergwerke wie die Grube Anna Elisabeth oder Marie in der Kohlbach machen die Bergbau-Geschichte erlebbar.
Der Odenwald ist ein Paradies für Outdoor-Fans. Neben unzähligen lokalen Rundwegen gibt es vier ausgezeichnete Qualitäts-Fernwanderwege:
7 Etappen des Alemannenwegs >
9 Etappen des Neckarsteigs >
7 Etappen des Nibelungensteigs>
Hört man sich im Odenwald um, heißt es, der Name Odenwald sei abgeleitet von Ode und bedeute soviel wie Sage. Obwohl diese Deutung umstritten ist, passt sie dennoch sehr gut. Tatsächlich ranken sich viele Sagen und Legenden um den Odenwald. Allen voran die Nibelungen- und Siegfrieds-Sage. Jeder kennt Siegfried, den tapferen Krieger, der den Drachen Fafnir tötete und von dessen Blut unverwundbar wurde, bis auf eine Stelle an der Schulter, die nur Hagen kannte. Dieser nutzte sein Wissen, als Siefried sich an einer Quelle niederkniete, streckte er ihn heimtückisch nieder. Wo genau die Quelle liegt, an der Siegfried ermordet wurde, darüber streiten sich gleich drei Odenwald-Gemeinden. Eine weitere Legende aus der Nibelungensage ist der legendäre Nibelungenschatz, den Siegfried durch den Sieg über den Drachen erlangte und zu dem auch der mächtige Ring der Nibelungen gehört. Nach Siegfrieds Tod führte der Streit um diesen Schatz zu Intrigen und blutigen Konflikten, bis der Nibelungenschatz schlussendlich von Hagen in den Rhein bei Worms versenkt wurde, um ihn vor den Feinden der Burgunder zu verbergen. Der genaue Ort der Versenkung blieb geheim, wodurch der Schatz bis heute sagenumwoben bleibt.
Geschichte Eine jungsteinzeitliche, spärliche Besiedelung des Odenwaldes lassen Funde von Höckergräbern auf dem Haselburggelände vermuten. Dass der Odenwald später zum Imperium der Römer gehörte, belegen heute noch sichtbare Überreste aus der Römerzeit. Zu den bedeutendsten zählen die Römische Villa Haselburg bei Höchst im Odenwald und das Felsenmeer, das von den Römern zur Steingewinnung genutzt wurde. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches drängten die Alemannen und im 5.Jahrhundert die Franken in den Odenwald. Mit dem Bau der Klöster Lorsch, Fulda, Amorbach und Mosbach begannen die kirchliche und kulturelle Entwicklung und die Besiedlung des Odenwaldes. In der neueren Zeit wurde der Odenwald von namhaften Territorialherrschaften beherrscht wie: die Kurpfalz, die Grafschaft Katzenelnbogen oder die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Sie wurden abgelöst von den Großherzogtümern Hessen und Baden und dem Königreich Bayern
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