Europa-Park Rust – unser Familienausflug
Unser Besuch im Europa-Park liegt inzwischen einige Jahre zurück – und seitdem hat sich Deutschlands größter Freizeitpark kräftig weiterentwickelt. Neue Themenbereiche und Attraktionen sind hinzugekommen, manches aus unserem damaligen Erlebnisbericht gibt es heute in anderer Form oder gar nicht mehr.
Trotzdem möchten wir unseren ursprünglichen Bericht erhalten: Er erzählt von unserem ganz persönlichen Versuch, mit unserem damals elfjährigen Sohn an einem Tag durch Europa zu reisen. Unser Plan: zwölf Länder in neun Stunden. Ob das funktioniert hat?
Hinweis: Der folgende Erlebnisbericht beschreibt den Europa-Park zum Zeitpunkt unseres damaligen Besuchs. Aktuelle Attraktionen, Themenbereiche, Öffnungszeiten und Preise findet ihr direkt beim Europa-Park.
Europa in 9 Stunden erleben geht das? Tobias (11) macht die Probe auf´s Exempel. Die Route ist gut durchdacht und geplant. Zwölf Länder in 9 Stunden, sollten selbst mit Pausen und Wartezeiten zu schaffen sein.
Pünktlich um 9 Uhr passieren wir die imposante Eingangspforte. Wir machen einen strategischen Schachzug und zäumen „das Pferd“ von hinten auf. Los geht’s mit der ersten Bahn via Spanien Hauptbahnhof - am Ende des Parks, wo wir uns – ganz ohne Wartezeit - auf eine feucht-fröhliche Wasserfahrt und eine rasante Zugfahrt durch die geheimnisvolle Bergwelt der Gnome und Zwerge begeben.
Gemächlich geht´s auf dem Floß durch afrikanische Flusslandschaften weiter. Unterwegs begegnen uns Elefanten, Affen, Krokodile, Nashörner und passieren einen afrikanischen Markt.
Schon von Weitem erblicken wir rote, gelbe, blaue Holzhäuser, romantisch verspielt mit Sprossenfenstern – kein Zweifel, wir sind in Skandinavien angekommen. Hier in der alten norwegischen Kapelle kann man sogar richtig heiraten und auf den Spuren von H.C. Anderson den Märchenturm erklimmen.
Nach einer lustigen „Fjord Rafting-Tour“ durch nordische Gewässer folgen wir dem Duft von Pfannekuchen, der uns in die Nase steigt und sehen auch bald die große Windmühle, ein Meer von Tulpen und die roten unverwechselbaren Backsteinhäuser Hollands. Mitten auf dem großen Dorfplatz dreht sich lustig das Delfter-Tassen- Karussell, Miniscooter warten auf ihre Fahrgäste und gleich beginnt für die Kleinen ein Kindermusical.
Das neu-eröffnete indonesische Restaurant "Bamboe Baai" verschlägt uns die Sprache, am Liebsten würden wir bleiben, aber es zieht uns weiter…
Goldenen Zwiebeltürme leuchten in der Sonne, Geigen erklingen und Babutschka lässt grüßen. Bei 25 Grad und Sonnenschein begeben wir uns auf eine russische Schlittenfahrt, durch eine bezaubernde Wintermärchenwelt. Wir verlassen Russland nicht ohne einen Abstecher zu verschiedenen Handwerkern im russischen Dorf zu unternehmen und die Raumstation „Mir“ zu besichtigen, in der wir den Alltag der Astronauten nachempfinden können.
Mit der Boppbahn gehts rasant weiter durch die Schweizer Bergwelt, vorbei an landestypischen Hütten und zünftigen Almstüblen.
Langsam nähern wir uns einem weiteren Highlight: Poseidon - eine Kombination aus Achterbahn und Wasserfahrt - entdecken wir umgeben von Tempeln am Fuße eines griechischen Dorfes. Bevor es losgeht stärken wir uns im blau-weissen Ambiente eines typisch griechischen Restaurants.
Es ist schwer, hier loszukommen. Aber schon wenige Meter weiter erliegen wir dem Charme der italienischen Piazza. Unter schattenspendenden Bäumen genießen wir bei romantischen Klängen das Dolce-Vita - das Süsse Leben - und lassen uns abschließend vom Venezianischen Karneval begeistern.
Nach einer Zeitreise ins England von Königin Viktoria und einen Abstecher nach Frankreich gelangen wir zurück zu unserem Ausgangspunkt: Deutschland! Hier erwarten uns Fachwerkhäuser, die Deutsche Märchenstrasse, bayerische Biergärten, das Schloss Balthasar umgeben von einem wahrhaft königlichen Garten. Erschöpft lassen wir uns abschließend im Dreivierteltakt sanft durch den Rhein gleiten.
Wer glaubt, Europapark Rust bedeutet nur Nervenkitzel und Jahrmarktstimmung der hat sich gewaltig getäuscht. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es einen Ort, an dem man so stilecht nachgebaute Dörfer europäischer Länder bestaunen kann. Liebevoll gestaltete Themenbereiche mit originalgetreuer Architektur, Vegetation und Kultur sind eingebettet in eine wunderbare Parklandschaft.
In jedem Land kann man landestypische Speisen und Getränke genießen. Und Oasen der Entspannung inmitten bunter Blumenbeeten und Wasserspielen oder unter schattenspendenden alten Bäumen laden überall zum Verweilen ein.
In Rust werden nicht nur Kinderträume wahr. Über 100 Fahrattraktionen, fantastische Erlebniswelten mit vielen Abenteuerangeboten für alle Altersgruppen, eingebettet in 12 europäische Themenbereiche, ein vielfältiges Showprogramm und Nervenkitzel sorgen für unvergessliche Momente.
Spätestens jetzt wird sich jeder denken können, dass auch wir zu den 78% der Besucher zählen werden, die wiederkehren. Denn die Vielfalt und die Faszination des Europarks waren Schuld daran, dass wir unser Ziel 12 Länder in 9 Stunden zu erleben knapp verfehlten. Auch die Fahrt mit Europas höchster Achterbahn, dem „Silver Star“, heben wir uns für den nächsten Besuch im Europark auf.
Europa-Park heute
Seit unserem Besuch ist der Europa-Park deutlich gewachsen. Heute verteilen sich mehr als 100 Attraktionen und Shows auf 21 Themenbereiche. Zu den neueren Entwicklungen gehören der kroatische Themenbereich mit der Achterbahn Voltron Nevera, die Familienattraktion GRAND PRIX EDventure und seit 2026 der neue Themenbereich Monaco.
Gut zu wissen: Attraktionen und Angebote verändern sich regelmäßig. Aktuelle Informationen zu Themenbereichen, Öffnungszeiten und Tickets findet ihr direkt beim Europa-Park.