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Der Hochzeitsturm: Trauungen auf der Mathildenhöhe
Der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe gehört zum UNESCO-Welterbe und ist nicht nur eines der bekanntesten Wahrzeichen Darmstadts sondern auch ein Hotspot für standesamtliche Trauungen.
Das knapp 50 Meter hohe Bauwerk wurde 1908 zur Hochzeit von Großherzog Ernst Ludwig und Prinzessin Eleonore zu Solms-Hohensolms-Lich errichtet. Bis heute finden in den historischen Fürstenzimmern standesamtliche Trauungen statt. Auf Wunsch kann die Trauung durch eine traditionelle Brautbecherzeremonie ergänzt werden. Dabei trinken Braut und Bräutigam gleichzeitig aus einem besonderen Becher – ein Symbol für Zusammenhalt und gemeinsames Meistern aller Herausforderungen.
Geschichte: Brautbecherzeremonie
Der Brautbecher, auch Hochzeitsbecher genannt, ist ein Trinkgefäß, aus dem Braut und Bräutigam gleichzeitig trinken können – ein Symbol für ihre Fähigkeit, Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Die Tradition stammt aus Nürnberg und geht auf eine Legende aus dem 16. Jahrhundert zurück. Die Tochter eines Herzogs, Kunigunde, war in einen Goldschmied verliebt, doch der Herzog missbilligte die Verbindung. Er versprach, dass sie den Goldschmied heiraten dürfe, wenn er einen Becher schmieden könne, aus dem zwei gleichzeitig trinken könnten, ohne etwas zu verschütten.
Der Goldschmied schuf daraufhin einen einzigartigen Becher, in dem Kunigunde einen kleineren Becher hielt. So konnten beide gleichzeitig trinken, ohne einen Tropfen zu verlieren. Der Herzog musste sein Versprechen einlösen und stimmte der Hochzeit zu.