Wachau & Niederösterreich: Krems, Dürnstein und unsere schönsten Highlights an der Donau

blick auf duernstein an der donau in der wachau in niederoesterreich

Nach unserer erlebnisreichen Wien-Reise gönnten wir uns noch eine Auszeit in der Wachau. Dieser Landstrich entlang der Donau zählt zu den schönsten Regionen Österreichs und steht nicht ohne Grund auf der Liste des UNESCO-Welterbes. 

Wir hatten nur zwei Tage und natürlich reichte die kurze Zeit nur für einen ersten Eindruck. Doch dieser erste Eindruck war schlicht überwältigend. Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch: Sanfte Weinberge, malerische Ortschaften, mittelalterliche Burgen und prächtige Klöster prägen das Donautal.

Weinbau und Übernachten auf dem Weingut in der Wachau

weingut inmitten von weinbergen in der wachau an der donau in niederoesterreich
Weingut inmitten von Weinreben

Da wir schon in einer Weingegend waren, lag es für uns auf der Hand, auf einem Weingut zu übernachten. Das idyllische Anwesen lag nur wenige Kilometer vor Krems, der ideale Ausgangspunkt, um die Wachau zu erkunden und gleichzeitig die Ruhe zwischen den Weinbergen zu genießen.

weingut zum uebernachten in der wachau an der donau in niederoesterreich
Idyllisches Weingut zum Übernachten i.d.Wachau

Der Weinanbau hat in der Wachau eine lange Tradition und geht zurück bis in die Römerzeit. Charakteristisch sind die steilen Weinterrassen, die noch heute mühevoll bearbeitet werden. Typische Weine sind der Grüner Veltliner und der Riesling. Und wo lassen sich diese edlen Tropfen besser verkosten als direkt beim Winzer.

Kellergassen und Heurige - gelebte Tradition in der Wachau

In den traditionellen Weinschänken – Heurigen genannt – geht es urig zu. Hier sitzt man beieinander, und wir kamen sofort mit Einheimischen ins Gespräch und genossen den Abend bei einem Glaserl Wein und regionalen Schmankerln – ein echter Geheimtipp für authentische Momente.

heuriger mit regionalen speisen in Rohrendorf in der wachau an der donau in niederoesterreich
Beim Heurigen in Rohrendorf
👉 Unser Tipp: Schaut unbedingt vorher in den Heurigenkalender, da Heurige nur zu bestimmten Zeiten geöffnet haben.


Kellergassen 

Apropos Tradition: Die Kellergassen sind eine echte Besonderheit der Region. Kleine Häuschen, die oft stolz den Familiennamen tragen, reihen sich aneinander und wirken wie aus der Zeit gefallen. Früher wurde hier der Wein bei konstanten Temperaturen im Lössboden gelagert, während in den Räumen darüber die Weinpressen standen – daher rührt auch der Name ‚Presshäuser‘. Gewohnt wurde aber woanders. Heute erwachen sie bei Kellergassenfesten zum Leben.

kellergassen in Rohrendorf in der wachau in niederoesterreich
Die Kellergasse in Rohrendorf in der Wachau ist 1,7 km lang 

Burgen, Ruinen & Klöster: Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Wachau

Auch Burgen, Ruinen und Klöster prägen die Wachau. Viele von ihnen erheben sich majestätisch über der Donau, andere liegen fast schon versteckt in der Landschaft.

stift goettweig oberhalb der weinberge in der wachau an der donau in niederoesterreich
Wir besuchten das nahegelegene Stift Göttweig. Die Architektur ist beeindruckend und die Atmosphäre herrlich ruhig

Selbstverständlich kommt man an den großen Sehenswürdigkeiten der Wachau nicht vorbei. Zu den bekanntesten Bauwerken zählen: das UNESCO Welterbe Stift Melk, Stift Göttweig und das Stift Klosterneuburg. Dazu kommen eindrucksvolle Ruinen wie die Burgruine Aggstein. 👉 Eine Übersicht aller historischen Highlights der Region findet ihr auf der Homepage von Niederösterreich

burgen oberhalb der weinberge in der wachau an der donau in niederoesterreich
Burgen Wachau

Auch die beiden bekanntesten Orte der Wachau durften auf unserer Entdeckungstour nicht fehlen: Krems und Dürnstein. Jede Stadt besitzt ihren ganz eigenen Charakter – die lebendige Universitätsstadt Krems mit ihrer historischen Altstadt und der modernen Kunstszene sowie das malerische Dürnstein mit seinem berühmten blauen Kirchturm und seiner einzigartigen Lage an der Donau.

Krems an der Donau – lebendige Universitätsstadt mit historischem Flair

Vom imposanten Steiner Tor – dem einzigen erhaltenen Stadttor aus dem 15. Jahrhundert – führte uns der Weg direkt in den belebten Stadtkern von Krems.

steiner tor in krems an der donau in der wachau in niederoesterreich
Steiner Tor Krems

Beim gemütlichen Bummel durch die Einkaufsmeile genossen wir das besondere Flair der historischen Altstadt und das lebendige Treiben zwischen den zahlreichen Cafés, kleinen Geschäften und einladenden Plätzen.

einkaufsmeile in krems an der donau in der wachau in niederoesterreich
Einkaufsmeile Krems

Unser Rundgang führte uns vorbei an der beeindruckenden Gozzoburg, über den Dominikanerplatz mit Dominikanerkirche und weiter zum Körnermarkt, bevor wir wieder zur Fußgängerzone zurückkehrten.

bemalte haeuser in krems an der donau in der wachau in niederoesterreich
Bemalte Häuser Krems

Hinter dem Steinertor ging es durch den Stadtpark weiter zur Kunstmeile mit der modernen Kunsthalle und dem Karikaturmuseum – ein reizvoller Kontrast zur historischen Kulisse.

kunsthalle krems an der donau in der wachau in niederoesterreich
Kunsthalle Krems

Und natürlich durfte auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen. In einer kleinen Marillen-Manufaktur ließen wir uns die frisch zubereiteten Marillenknödel schmecken – einfach himmlisch! Die berühmte Wachauer Marille (Aprikose) ist weit über die Region hinaus bekannt und begegnet einem hier in den unterschiedlichsten Varianten – ob als Marmelade, Saft, Likör, Edelbrand oder natürlich als köstlicher Knödel.

marillenknoedel in krems an der donau in der wachau in niederoesterreich
In einer Marillen-Manufaktur in Krems probierten wir köstliche Marillenknödel 

Dürnstein – malerisches Städtchen zwischen Geschichte und Sonnenuntergang

Dürnstein ist reizend. Mit seinem markanten blauen Kirchturm, den verwinkelten Gassen und der hoch über dem Ort thronenden Burgruine wirkt das Städtchen beinahe wie aus dem Bilderbuch. Entsprechend groß ist jedoch auch der Besucherandrang. Viele Ausflügler drängen sich durch die engen Gassen des beliebten Ausflugsziels. Trotzdem lohnt sich ein Bummel durch den geschichtsträchtigen Ort.

blick auf duernstein mit burg und blauem turm an der donau in der wachau in niederoesterreich
Blick auf Dürnstein 

Berühmt wurde Dürnstein durch die Burgruine, in der der englische König Richard Löwenherz einst gefangen gehalten wurde. Gemeinsam mit dem Augustiner-Chorherrenstift und seinem markanten blauen Turm prägt sie das unverwechselbare Ortsbild. In diesem ehemaligen Kloster befinden sich heute auch Wohnungen und Veranstaltungsräume.

stift duernstein an der donau in der wachau in niederoesterreich
Stift Dürnstein

Nach unserem Spaziergang durch Dürnstein wechselten wir auf die andere Seite der Donau zu einem direkt am Ufer gelegenen Campingplatz mit Restaurant. Dort erwartete uns ein wahrer Logenplatz: Vom Strand aus beobachteten wir, wie die Abendsonne die Burgruine in ein beinahe kitschig schönes, goldenes Licht tauchte. Gemütlich im Strandkorb sitzend ließen wir den Tag ausklingen – ein ruhiger und schöner Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

abendstimmung in duernstein an der donau in der wachau in niederoesterreich
Abendstimmung mit Blick auf Dürnstein von der gegenüberliegenden Donauseite 

Fazit: Warum sich ein Kurzurlaub in der Wachau lohnt

Für uns war die Kombination – mit dem Städtetrip Wien und dem ruhigen Ausklang in dieser herrlichen Gegend – genau das Richtige. Zwei Tage waren natürlich viel zu kurz, um all die Facetten dieser wunderschönen Region wirklich kennenzulernen, aber sie haben ausgereicht, um uns Lust auf mehr zu machen. Und so stand für uns schon auf der Heimreise fest: Das war sicher nicht unser letzter Besuch in der Wachau. Wer unsere gesamte Route nacherleben möchte,  findet alle Details in unserem Übersichtsartikel: 👉 Roadtrip an die Donau: Wien, Bratislava & Wachau.


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