Bergstrasse ·
Heidelberg ·
Heidelberger Sommertagszug
Der Heidelberger Sommertagszug gehört zu den traditionsreichsten Brauchtumsveranstaltungen der Stadt und findet jedes Jahr zur Begrüßung des Frühlings statt. Kinder und Erwachsene ziehen mit bunt geschmückten Sommertagsstecken, Musikgruppen und den farbenfrohen Butzen vom Bismarckplatz durch die Altstadt bis zum Marktplatz. Dort wird der Winter symbolisch verabschiedet: Eine Strohpuppe wird unter dem Tanz der Butzen verbrannt – ein alter Brauch, der den Abschied vom Winter und den Beginn des Frühlings symbolisiert.
Geschichte
Der Heidelberger Sommertagszug blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits Quellen aus dem 16. Jahrhundert belegen Sommetagszügen im kurpfälzischen Raum, der Pfalz und Rheinhessen. Während der Reformationszeit galten die fröhlichen Umzüge manchen Obrigkeiten als heidnischer Brauch und wurden zeitweise sogar verboten. Dennoch blieb die Tradition erhalten und wurde um 1700 bereits von Liselotte von der Pfalz in ihren Briefen beschrieben. Bis heute symbolisiert der Sommertagszug den Abschied vom Winter und die Hoffnung auf den Frühling – ein Brauch, der jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Heidelberg lockt.