Rauchmelder bieten Sicherheit für Leben und Besitz

In Deutschland kommt es immer wieder zu folgeschweren Haus- und Wohnungsbränden. Häufig sind dabei Kinder betroffen. Auslöser für die Katastrophen sind oft Bagatellen. Umgefallene Kerzen, glühende Zigarettenkippen im Mülleimer, vergessene Herdplatten, defekte Elektrogeräte und Wärmestaus im Stand-by-Betrieb von Einbaugeräten.

Besonders gefährlich sind Schwelbrände, deren giftige Dämpfe sich lautlos ausbreiten. Ein verbreiteter Irrtum ist, dass bei Bränden der Tod als Folge von Verbrennungen durch die offenen Flammen eintritt. Dies ist nur in fünf Prozent der Fälle die Todesursache. 95 Prozent der Betroffenen werden von giftigen Rauchgasen umhüllt, die sich in Sekundenschnelle ausbreiten. Besonders hoch ist das Risiko in der Nacht. Im Schlaf sind die Sinne "herunter geschaltet": Der Schlafende riecht das Feuer nicht und nimmt nicht wahr, dass er ein hochgiftiges Gasgemisch einatmet, welches bereits nach wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit führt. Der Erstickungstod tritt nach nur zehn Atemzügen ein.

Der einzig wirksame Schutz gegen Brände ist der verantwortungsvolle Umgang mit möglichen Gefahrenquellen, die Installation von Rauchmeldern und die Anschaffung z.B. von Löschdecken, um kleinere Brände schnell unter Kontrolle zu bringen.

Mit einem Rauchmelder können viele dieser Brände rechtzeitig bemerkt und Brandopfer vermieden werden. Durch das laute akustische Signal werden alle Bewohner geweckt und gewinnen so wertvolle Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen.

Eine Löschdecke gehört in jede Küche. Glühende Herdplatten, übersättigte Filter in Dunstabzugshauben und Fettbrände explodieren, wenn mit Wasser gelöscht wird. Daher ist es wichtig, eine Löschdecke griffbereit zu haben, die kleinere Brände in der Küche relativ gefahrlos erstickt. Feuerlöscher, die Flammen mit Schaum oder Pulver ersticken, sollten gut erreichbar im Treppenhaus montiert und verlässlich gewartet sein.

Tipps zur Vermeidung von Bränden

  1. Lassen Sie Kinder nie mit brennenden Kerzen oder offenem Feuer alleine und lassen Sie Streichhölzer oder Feuerzeuge niemals für Kinder erreichbar herumliegen
  2. Dunkeln Sie Lampen nicht mit Tüchern oder Papier ab
  3. Schalten Sie Elektrogeräte wie Bügeleisen ab und ziehen Sie den Stecker heraus, wenn Sie das Haus verlassen
  4. Lassen Sie brennende Kerzen niemals unbeobachtet
  5. Benutzen Sie keine Lichterketten in Kinderzimmern. Hier werden Defekte oftmals zu spät bemerkt
  6. bi Elektrogeräten wie Heizstrahlern- und Lüftern ist zu beachten, dass keine Kleider oder andere Gegenstände darauf abgelegt werden.
  7. Beim Einbau von Geräten muss Platz zum Entweichen der warmen Luft eingeplant werden, um einen Hitzestau zu vermeiden.
  8. Einbaugeräte nie beim Verlassen der Wohnung oder nachts im Stand-by-Modus lassen.
  9. Heizdecken dürfen nur ganz ausgebreitet verwendet werden.
  10. Bei Wasserkochern und Kaffeemaschinen ist immer darauf zu achten, das genügend Flüssigkeit eingefüllt ist.
  11. Verschmutzte Isolierungen von Haushaltsgeräten, Mehrfachstecker oder unfachmännisch reparierte Elektrogeräte verursachen mitunter, dass der Strom sich neue Wege sucht (Kriechstrom). Ein FI Schalter (Elektrohandel) unterbindet die Stromzufuhr, sobald sich der Strom auf

Wichtige Schritte für den Notfall

  1.  Ruhe bewahren
  2. Türen und Fenster geschlossen halten
  3. Alle Bewohner der Wohnung wecken und in Sicherheit bringen
  4. Die Nachbarn verständigen
  5. Von außerhalb des Hauses unter 112 die Feuerwehr rufen  (Namen und Adresse nennen und sagen, was brennt und  ob Menschen in Gefahr sind)

 

Test: Bin ich fit für den Ernstfall

Der Arbeitskreis „Rauchmelder retten Leben“ hat den folgenden Test ausgearbeitet, um Menschen dabei zu helfen, im Ernstfall den Durchblick zu behalten.

1. Wie lange kann eine Zigarettenkippe auf dem Sofa schmoren, bis daraus ein Feuer entsteht?

a) 5 Min
b) 10 Min
c) 30 Min
d) 1 Std.
e) 3 Std.

Eine Zigarette kann bis zu drei Stunden unentdeckt vor sich hin schmoren, bis sich ein Brand entfacht. In dieser Zeit sind sie unter Umständen schon ins Bett gegangen und schlafen.

2. Was würden sie tun, wenn der Rauchmelder Sie geweckt hätte, Sie auf den Flur kommen und ihnen der schwarze Qualm bereits entgegen kommt?

a) Tief Luft hohlen und mitten durch den Rauch hindurch gehen
b) Auf den Boden sinken und unter dem Rauch hindurch kriechen
c) Zurück in das Zimmer gehen und die Tür schließen.

Türen sind ein wesentlicher Bestandteil der Brandeindämmung. Sie sind eine Barriere,die Sie zwischen sich und das Feuer bringen müssen. Wenn die Türen offen stehen, kann sich das Feuer ungehindert ausbreiten.

3. Die Familie verlässt das Haus immer gemeinsam.

a) Richtig
b) Falsch

Weil es nicht immer möglich ist, das Haus gemeinsam zu verlassen, müssen alle Familienmitglieder lernen, wie sie am besten von verschiedenen Standorten aus das Haus verlassen.

4. Wenn Ihr Rauchmelder nachts Alarm schlägt, was tun sie zuerst?

a) Feuerwehr rufen
b) Die Brandursache feststellen
c) Alle Bewohner der Wohnung wecken
d) Anziehen
e) Wertsachen holen

Im Brandfall geht es um Sekunden. Wenn Ihr Rauchmelder Alarm schlägt, bleiben ihnen eventuell nur noch Sekunden zur sicheren Flucht. Also wecken sie alle Bewohner Ihrer Wohnung, im besten Fall auch alle Hausbewohner. Verlassen sie umgehend das Haus, ohne etwas mitzunehmen. Schließen sie die Türen hinter sich. Rufen sie von außerhalb des Gebäudes die Feuerwehr.

5. In ihrem Wohnzimmer brennt der Mülleimer. Wie viel Zeit bleibt Ihnen, bis die Brandfalle zuschnappt?

a) 1 Min.
b) 5 Min.
c) 10 Min.
d) 15 Min.

Es bleibt Ihnen genau eine Minute bis aus einem übersichtlich brennenden Mülleimer ein unkontrollierbares Feuer geworden ist. Spielen sie keinesfalls den Helden. Verlassen Sie sofort die Wohnung und rufen Sie von Draußen die Feuerwehr.

6. Wie alt denken Sie, sind Kinder, die an den Folgen von unsachgemäßem Umgang mit Streichhölzern und Kerzen jährlich sterben?

a) 3 Jahre
b) 6 Jahre
c) 9 Jahre

Es sind die Kleinsten, denen mit der brennenden Kerze ein Malheur passiert, oder denen es gelingt, in ein paar unbeobachteten Momenten ein Streichholz anzuzünden und die es vor Schreck sofort wieder fallen lassen. Ein paar Sekunden später sitzt das Kind unter Umständen unrettbar in der Rauchfalle fest. Lassen Sie niemals Feuerzeuge oder Streichhölzer herumliegen. Lassen Sie ihr Kind nicht unbeobachtet. Lassen Sie ihr Kind in Ihrem Beisein Erfahrungen mit Feuer und Hitze machen.

7. Die Pfanne mit heißem Öl auf Ihrem Herd hat sich entzündet und brennt. Wieviel Zeit haben Sie bis zu einem Übergreifen der Flammen auf die restliche Küche?

a) 30 Sek.
b) 1 Min.
c) 5 Min.
d) 10 Min.

Nach 30 Sekunden sind die Flammen so hoch, dass sie darüber liegende Einbauschränke, Abzugshauben etc. entzünden. Wenn Sie die Flammen also nicht sofort mit einer Decke löschen können, verlassen Sie das Haus und rufen die Feuerwehr von außerhalb des Gebäudes.


 


  
Gewinnspiel_728x90
  
Ausflugsziele an der Bergstrasse und in der Umgebung
  
  
JAHN Reisen