Aufgepasst zwischen Tenne, Tieren und Traktoren

Kindersicherheit Urlaub auf dem Bauernhof

Das Prädikat
"Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof"
erhalten Höfe, die sich vorbildlich für die Unfallprävention von Kindern einsetzen

 

Das Prädikat
"Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof" erhalten Höfe, die sich vorbildlich für die Unfallprävention von Kindern einsetzen

Raus aufs Land ! Viele Familien entscheiden sich  für einen entspannten Urlaub auf dem Bauernhof

Hier bleibt den Kindern keine Zeit für Langeweile, es werden Kühe gemolken, Hühnereier eingesammelt und der Strohhaufen lädt zum Toben ein. Auf dem Hof vermischen sich die landwirtschaftliche Arbeitswelt mit dem Lebens- und Spielbereich der Kinder. Hier lauern Gefahren, die Kinder nicht wahrnehmen und die auch ihren Eltern häufig nicht bewusst sind

Der Urlaub auf dem Bauernhof sollte deshalb gut vorbereitet werden rät die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Der Bauernhof muss kindersicher sein

Hof ist nicht gleich Hof Auf der Suche nach einem geeigneten Ferienbauernhof sollten Eltern vorab in Erfahrung bringen, wie kindersicher der Hof ist:

  • Sind offene Schächte wie Silobehälter, Jauchegruben oder Teiche umzäunt und landwirtschaftliche Maschinen mit Schutzvorrichtungen ausgestattet?
  • Sind die Ställe oder Lagerhallen verschlossen?
  • Hat die Ferienwohnung Treppengitter und kindersichere Steckdosen?
     

Hilfreich bei der Auswahl eines sicheren Hofes ist die Plakette "Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof", die die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften vergeben. Ausgezeichnet werden Höfe, die sich vorbildlich für die Unfallprävention von Kindern einsetzen. Gemeinsam festgelegte Regeln und ausgesprochene Verbote, deren Einhaltung von den Eltern anfangs kontrolliert wird, schützen Kinder vor schwerwiegenden Unfällen.

  • Lagerhallen, Heuboden, Scheunen, Dachböden bieten Verstecke und Höhlen, die für Kinder zum Verhängnis werden können. Die Familie sollte bei der Ankunft zusammen mit dem Hofbesitzer eine Begehung über das Gelände machen. Nur so können Gefahren für die Kinder rechtzeitig erkannt und gezielt vermieden werden.
     
  • Einmal Traktor fahren Traktor, Mähdrescher und andere landwirtschaftliche Fahrzeuge üben auf Kinder zwar einen großen Reiz aus, sind aber zum Klettern und Spielen absolut tabu. Werden Sicherheitsabstände nicht eingehalten, können tragische Unfälle passieren, die für Kinder häufig tödlich enden. Auf dem Traktor dürfen Kinder nur in speziellen Kindersitzen mitgenommen werden.
     
  • Auch dem scheinbar gutmütigsten Hofhund kann es einmal zu bunt werden. Hundebisse sind bei Kindern unter sechs Jahren häufig. Deshalb sollten Kinder und Tiere niemals ohne Aufsicht gelassen werden. Den Kindern muss klar sein, dass sie zu fremden Tieren immer nur in Begleitung von Erwachsenen Kontakt aufnehmen dürfen.

Bissverletzungen bei Kindern sind schwerwiegender als bei Erwachsenen, deshalb ist es wichtig, im Umgang mit Hunden einige Regeln zu befolgen.

  • Jeden Hund als individuelles Wesen betrachten! Jeder Hund ist anders. Die Rasse allein sagt nichts darüber aus, wie das einzelne Tier sich in bestimmten Momenten verhält. Ein gutes Auge für das Verhalten des Tieres hilft, kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen. Fremden Hunden sollten sich Kinder wie Erwachsene generell vorsichtig nähern, denn jeder Hund hat seine Eigenarten und auch eigene Erfahrungen mit Kindern gemacht.
     
  • Den Hund niemals ärgern! Augen, Ohren, Schnauze und Nase sind sehr empfindliche Stellen für den Hund. Manche Hunde mögen es nicht, wenn man diese Körperstellen streichelt, an ihnen zieht oder damit herumspielt.
     
  • Einen Hund niemals beim Fressen stören! Hunde reagieren wie Jagdtiere: Wenn sie etwas zum Fressen haben, verteidigen sie ihre "Beute". Jede Störung wird als Angriff erachtet. Der Hund verteidigt sein Futter, indem er knurrt und beißt.
     
  • Patentrezepte gelten nicht! "Hunde, die bellen, beißen nicht" - diese Regel ist falsch, bellende Hund schnappen auch zu. Kinder sollten lernen, die Gesamtsituation im Auge zu behalten, statt vermeintlichen Regeln blind zu vertrauen.
  • Nicht Einmischen, wenn Hunde raufen! Hunde, die sich in die Haare kriegen, sind außer Rand und Band. Kinder sollten sich nicht in den Kampf einschalten, denn sie sind nicht stark genug, die Tiere auseinanderzubringen.
     
  • Still halten, wenn ein Hund zuschnappt! Wenn ein Hund nach einem Kind schnappt, sollte sich das Kind möglichst still und ruhig halten und den Hund nicht anschauen. Reißt es die geschnappte Hand weg, dann verstärkt der Hund nur den Biss. Etwas, das sich nicht bewegt, wird für den Hund dagegen schnell uninteressant und er lässt davon ab.
     
  • Fremde Hunde nur streicheln, wenn es der Besitzer erlaubt! Ein Hund, der z.B. vor einem Geschäft angeleint ist, darf nicht gestreichelt werden. Der Hundebesitzer sollte vorab immer gefragt werden. Kinder sollten sich fremden Hunden nur langsam von vorne nähern und warten, bis das Tier von selbst den Kontakt aufnimmt.
     
  • Nicht vor Hunden weglaufen! Hunde laufen und jagen gerne; sie wollen ein davonlaufendes Kind schnappen. Deshalb: Stehen bleiben und sich vom Hund wegdrehen. Ein stehender, unbeweglicher Mensch wird für den Hund schnell uninteressant.
     
  • Auch Kinder müssen Rücksicht nehmen! Schon ab dem frühesten Krabbelalter müssen Kinder lernen, dass der Hund nicht immer als Spielpartner bereit steht und im Haushalt einige Gegenstände zu finden sind, die nur für den Hund sind. Die Hundedecke oder der Korb sind ebenso wie das Hundespielzeug und der Futternapf für das Kind tabu.

  
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