Muttertag - Internationale Bräuche

Überall auf der Welt werden Mütter an ihrem Ehrentag verwöhnt. Auch in andern Ländern der Erde lässt man sich fürs Mami allerhand Schönes, Amüsantes und auch Kurioses einfallen:

Egal, ob man mit den Müttern singt und tanzt, ob man ihnen Blumen oder spezielle Kuchen verehrt, ob man ihnen die Beine zusammenbindet oder ihr Ehrentag mit dem Geburtstag der Königin, Prophetentochter oder Gottesmutter verbindet: Der Muttertag ist ein von Herzen kommender und zu Herzen gehender Anlass. Muttertag gibt es praktisch überall, aber er findet nicht überall am zweiten Maisonntag statt.

Bräuche zum Muttertag in anderen Ländern

 In Äthiopien ist für den Muttertag kein präzises Datum vorgesehen. Dieser hängt vom Beginn der Fruchtbarkeit bringenden Regensaison im Oktober oder November ab. Wenn die ersten Regentropfen fallen, finden sich alle Kinder im Elternhaus ein und feiern mehrere Tage bei gutem Essen, Musik und Tanz. Apropos Tanz: Während sich die Mütter ihr Gesicht mit Butter einschmieren und tanzen, besingen die Männer die Familie.

 In Frankreich geht die Liebe durch den Magen. Deshalb erhalten Mütter nebst „normalen“ Blumen auch einen besonderen Kuchen in Form eines stilisierten Blumenstraußes.

Einen speziellen Muttertags-Kuchen kennt man auch in Großbritannien. Dort erhalten viele Mütter noch heute den so genannten „Simnel Cake“. Er geht auf die Geschwister Simon und Nell zurück, die ihrer Mutter einen Kuchen schenken wollten. Leider wurden sie sich nicht einig, ob sie ihn kochen oder backen sollten … und taten schließlich beides. Offenbar wurden sie sich auch über den Kuchennamen nicht einig – und tauften ihre Kreation deshalb „Simnel“. Heute besteht der „Simnel“ aus Zum Wörterbuch hinzufügen und einer Marzipanschicht.

 Und in Indien? Dort gibt es für Mütter nebst einem modernen Muttertag im Mai auch das 10tägige Fest „Durga Puja“ im Oktober. Dieses ist der sowohl gütigen wie auch strafenden Göttin Durga gewidmet. Mit den Müttern hängt dieses Festival insofern zusammen, als der 10. Tag „Vijaya“ allen Müttern gewidmet ist und deshalb gläubigen Hindus als zweiter Muttertag gilt. • In Indonesien wird der Muttertag am 22. Dezember gefeiert. Er wurde vom ersten indonesischen Frauenkongress in Jogjakarta inspiriert, 1959 als nationaler Feiertag eingeführt und hat zum Ziel, nicht nur die aktive Rolle der Mutter und Frau in der Familie, sondern auch im Staat hervorzuheben. Entsprechend werden Mütter an diesem Tag nicht nur beschenkt; vielmehr werden auch viele Seminare über die Entwicklung der Frau angeboten, wohl um ihnen Lust zu machen, ihren Platz am Herd um einen beruflichen zu erweitern.

 Im Iran findet der Muttertag am Geburtstag der jüngsten Tochter des Propheten Mohammed, Fatima bint Muhammad statt. • Italienische Mammas erhalten einen herzförmigen Kuchen.

 In Japan wurde der Muttertag nach US-Vorbild während des 2. Weltkrieges verboten. 1949 wurde er aber wieder aufgenommen, wobei Zeichenwettbewerbe ausgeschrieben wurden, bei denen Kinder ihre Mutter abbilden sollten. Die besten Bilder „tourten“ anschließend durchs ganze Land. Heute wird der Muttertag ähnlich wie bei uns gefeiert.

 In Mexiko steht am Muttertag die Musik im Vordergrund: Kinder und andere Familienmitglieder singen der Mutter Lieder vor oder mieten sogar eine Mariachi-Band, um ihr ein Ständchen zu bringen. Zudem sind auch Familien-Frühstück oder Brunch sowie Blumengeschenke gang und gäbe.

 In Panama fällt der Muttertag auf das Kirchenfest „Maria Empfängnis“. Dies kommt daher, dass die ersten Christen den Mutterkult, der den Göttinnen Rhea, Kybele oder Isis galt, in einen Muttergotteskult umwandelten. Das Fest „Maria Empfängnis“ findet am 8. Dezember statt, und Panama fand dies ein gutes Datum, um auch den Muttertag zu feiern.

In Schweden kauft man der Mutter nicht nur natürliche Blumen, sondern auch kleine Plastikblumen, deren Einnahmen armen Müttern mit Kindern zugute kommen. • In Serbien schleichen sich Kinder ins Schlafzimmer ihrer Mutter und binden ihr die Füße zusammen. Damit sie wieder freigelassen wird, muss sich die Mutter mit Süßigkeiten freikaufen.

 In Thailand wird der Geburtstag der beliebten Königin und „Landesmutter“ Sirikit zum Anlass genommen, die Mütter zu verwöhnen. Dann ist nämlich auch Muttertag! Fazit: Der Muttertag ist ein Fest, an dem Kinder und Erwachsene in der ganzen Welt ihrer Mutter danken, und zwar auf ganz persönliche Art und Weise. Auf die Echtheit der Gefühle kommt es an. Denn das beste Geschenk ist immer noch jenes, das von ganzem Herzen kommt und die Mutter fühlen lässt, dass man sie gern hat. (Quelle:Fleurop)



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