Fit für die Piste: Tipps für große und kleine Skifahrer

So klappt das Skifahren

 

 

 Skilift fahren, sicher im Skilift, mit Kindern Ski fahrenKinder unter einer Körpergröße von 1,25 Metern dürfen nie ohne Begleitung eines Erwachsenen fahren

 

Der Berg ruft – doch sind Sie gut gerüstet für den Skiurlaub?  Damit Sie das Pistenvergnügen gesund und sicher genießen können sollten Sie sich sportlich vorbereiten und ein paar Tipps beherzigen.

Fitness für den Wintersport
Wichtig ist es, die Muskeln auf die hohen Belastungen im Schnee vorzubereiten, also die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer zu verbessern. Untrainierte gehen ein höheres Verletzungsrisiko ein.  Dipl. Sportlehrer Uwe Dressler rät:  „Wer lange nicht mehr auf der Piste gestanden hat und auch sonst wenig Sport treibt, der sollte sich nicht zu viel zutrauen. Sportvereine und Fitnessstudios bieten spezielle Trainings an. Ideal sind ein bis zwei Mal Training in der Woche zur Vorbereitung"

Die zehn Regeln des internationalen Skiverbandes FIS
gelten auf den Pisten weltweit und sollten vor dem Start in den Urlaub noch einmal ins Gedächtnis gerufen werden. Die Grundsätze betreffen unter anderem Rücksicht auf andere Skifahrer, Überholen, Beachten der Zeichen, Hilfeleistung und Ausweispflicht.
Im Internet sind sie nachzulesen unter
www.fis-ski.com/de/fisintern/allgemeineregelnfis/10fisregeln.html

Skiausrüstung überprüfen
Möglichst vor dem Start in den Urlaub sollte man prüfen lassen, ob Bindungen, Skiunterseite und Schuhe noch in Ordnung sind. Bei den Skiern ist es wichtig, dass sie vernünftig gewachst sind und sich gut drehen lassen. Falsch eingestellt oder "eingerostete" Bindungen können auch bei kleinen Stürzen zu Verletzungen führen.

Auch die Skistiefel sollte man vorsichtshalber vor dem Urlaub noch einmal testen.

Ins Gepäck gehören auf jeden Fall gute Socken, wärmende Einlegesohlen und Pflaster – falls es doch einmal zu Druckstellen kommt.  Auf der Piste hat sich das Zwiebelprinzip bewährt. Man sollte lieber vier Lagen übereinander anziehen, damit man auch mal eine ausziehen kann, falls es zu warm wird. Die Handschuhe sollten keine Feuchtigkeit aufnehmen 
Nasse Handschuhe sind schlechter als gar keine, sinnvoll ist es aber, immer ein Paar Ersatzhandschuhe dabei zu haben.

Skihelme sorgen für optimalen Kopfschutz

Die Zahl der Skiunfälle in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten halbiert – doch die Häufigkeit von Kopfverletzungen steigt, beklagt der Deutsche Skiverband (DSV) – weil die meisten Wintersportler immer noch ohne Skihelm auf der Piste unterwegs sind. „Dabei hilft ein solcher Kopfschutz, schwere Schädel- und Gehirnverletzungen deutlich zu verringern", betont Brigitte Hendel von TÜV Rheinland. Gerade Kinder sollten nur mit Helm auf die Bretter steigen.

In den alpinen Skigebieten sind Helmträger inzwischen in der Mehrheit – der Kopfschutz ist zum Beispiel in Italien für Jugendliche Pflicht. Einen Skihelm zu tragen fällt nicht schwer, denn besser als jede Wollmütze schützt er auch vor Kälte. Besonders geeignet sind Modelle, die das GS-Zeichen tragen, das auch von TÜV Rheinland vergeben wird. Es garantiert, dass das Produkt die gesetzlichen Sicherheitsstandards (Europäische Norm EN 1077 und Richtline für Persönliche Schutzausrüstung) erfüllt.

Für Rennfahrer und Kinder eignen sich Klasse A-Helme. Hier bedeckt die Helmschale Schläfen und Ohren. Kleinere Öffnungen, etwa für die Belüftung, sind erlaubt. Diese Vollschalen-Modelle schützen besser gegen spitze Steine oder Skistöcke.  Klasse B-Helme haben eine kleinere Helmschale, bieten dafür aber bessere Belüftung und Hörkontakt zur Außenwelt, sind aber nicht ganz so strapazierfähig gegenüber Skistöcken oder Steinschlag. „Egal, für welche Helmart man sich entscheidet, wichtig ist eine auffällige Außenfarbe", rät Brigitte Hendel. Denn damit trägt der Skifahrer zu mehr Sicherheit auf der Piste bei – für sich selbst und andere.

Der Ski-Helm muss optimal passen
Nur wenn der Helm richtig sitzt, bietet er optimalen Schutz. Er sollte weder zu klein noch zu groß sein. „Das Kopfband-System, das manche Modelle zur Feinjustierung haben, ist nicht dazu geeignet, einen zu großen Helm ‚passend’ zu machen", warnt die Expertin. Generell sollte ein Skihelm zwar eng anliegen, aber bequem zu tragen sein. Wichtig sind außerdem Luftschlitze, die sich von außen regulieren lassen. Um zu testen, ob der Helm gut passt, setzt man ihn auf, ohne den Kinnriemen zu schließen und schüttelt den Kopf. Der Helm sitzt nur dann richtig, wenn er dabei nicht verrutscht oder wackelt. Der Kinnriemen sollte mindestens 15 Millimeter breit und fest mit der Helmschale verbunden sein. Weiche oder gepolsterte Riemen erhöhen den Tragekomfort. Noch ein Tipp: Damit auch die Skibrille bequem unter den Helm passt und bündig mit ihm abschließt, sollte man sie zum Kauf mitnehmen und bei der Helmanprobe auch tragen. Manche Helmschalen haben Einkerbungen oder Schlaufen, so lässt sich das Skibrillenband noch besser fixieren.

So wird der Skilift nicht zur Gefahr  
Bequem auf den Berg kommen Skifahrer und Rodler mit einem Skilift. Doch ganz ungefährlich ist dieses Transportmittel nicht. „Viele Unfälle ereignen sich beim Ein- und Aussteigen", betont Klaus Simon von TÜV Rheinland, der regelmäßig Seilbahnen und Schlepplifte auf ihre Sicherheit hin prüft.  Um heil oben anzukommen, sollten Liftbenutzer einen Bügel oder Sessel besser leer vorbeiziehen lassen, statt durch Drängelei und Hektik einen Sturz zu riskieren. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder mit von der Partie sind.

Sessellifte
Kinder unter einer Körpergröße von 1,25 Metern dürfen nie ohne Begleitung eines Erwachsenen fahren. „Eltern sollten ihre Kinder am besten während der gesamten Fahrt festhalten", rät der Experte, „denn sie könnten auch unter dem Sicherungsbügel durchrutschen." Längst nicht alle Lifte sind mit einer Kindersicherung wie etwa einem automatisch arretierbaren Doppelbügel ausgerüstet.

Während der Fahrt
• Die Ski in Fahrtrichtung halten, nicht schaukeln und die Stöcke in der Mitte in die Hand nehmen, die Hände nicht in den Schlaufen lassen, so ist man beweglicher.
• Vor der Ankunft die Skispitzen anheben, den Sicherheitsbügel erst bei Erreichen des Hinweisschildes an der Station öffnen.

Tipps für die sichere Fahrt im Schlepplift 

  • Stöcke in die äußere Hand nehmen, sich nach innen wenden und mit der freien Hand nach dem Schleppbügel greifen
  • Beim Anfahren keinesfalls auf die Bügel setzen, sondern aufrecht stehen bleiben, sich leicht gegen den Bügel lehnen und ziehen lassen.
  • Snowboarder stellen den freien Fuß am besten zwischen die Bindungen des Boards. Niemals Slalom fahren oder frühzeitig aussteigen. Wer stürzt, muss versuchen, die Spur sofort zu verlassen, denn die Nachfolger könnten sonst ebenfalls zu Fall kommen. Wichtig ist, sich rechtzeitig aufs Aussteigen zu konzentrieren und  darauf achten, dass sich der Schleppbügel nicht in der Kleidung – etwa langen Schals – verfängt. Anschließend schnell zur vorgeschriebenen Seite aussteigen und den Bügel in Zugrichtung loslassen. Denn wer ihn seitlich wegschleudert, riskiert sich oder andere zu verletzen.
     

 
Krankenversicherungskarte nicht vergessen
Grundsätzlich gilt: In den EU-Ländern und der Schweiz können ärztliche Behandlungen mit der Krankenversicherungskarte erfolgen. Alle Krankenkassen haben ihre Karten entsprechend umgerüstet. Der Hinweis „Europäische Krankenversicherungskarte“ ist auf der Rückseite zu erkennen. Wer erkrankt, hat Anspruch auf die Leistungen, die das Sozialsystem des jeweiligen Landes vorsieht. In einigen Ländern sind beim Arztbesuch zusätzliche Eigenbeteiligungen fällig.


  
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