Die Zeit der Einschulung

Der erste Schultag ist ohne eine Schultüte undenkbar.

Mit dem ersten Schultag beginnt für die neuen ABC-Schützen der so genannte "Ernst des Lebens". Jetzt sind Mütter und Väter besonders gefordert, um ihren Nachwuchs auf dem Weg in den neuen Lebensabschnitt zu unterstützen. Die Einschulung und die Wochen danach sind für Kinder und Eltern eine aufregende Zeit voller Umstellungen.

Die vielen neuen Erfahrungen, Anforderungen und Umstellungen des täglichen Rhythmus sind anstrengend. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind gesund und sicher in den Schulalltag startet

Schultüte - süß und gesund
Der erste Schultag ist ohne eine Schultüte undenkbar. Ob selbst gebastelt oder ein fertiges Modell mit aktuellen Motiven - die Schultüte ist das Symbol dafür, dass aus dem Kindergartenkind nun ein Schulkind geworden ist. Die begehrte Tüte darf den ersten Schultag natürlich auch mit Lieblings-Leckereien versüßen, doch Vorsicht: Wer die Schultüte ausschließlich mit Süßigkeiten füllt, tut seinem Kind keinen Gefallen. Neben Schokolade, Gummibärchen und Co. können auch gesunde Alternativen wie Müsliriegel, Fruchtschnitten, Vollkornkekse und Obst Freude bereiten.

Neben essbaren Überraschungen bieten sich kleine Geschenke an, an denen die Kinder noch lange Spaß haben: So sind zum Beispiel eine Hörspielkassette, ausgefallene Stifte, ein erstes Buch mit wenig Text in großer Schrift oder kleine Spiele sehr willkommen. Auch die erste eigene Uhr bietet sich als Geschenk für die Schultüte an. Speziell für kleine Linkshänder gibt es kindgerechte Scheren, Anspitzer, Füller oder Lineale, die sich in der Schultüte gut machen. Denn Linkshänder sollten keinesfalls "umerzogen" werden!

Der richtige Schulranzen
Wie die Schultüte, so hat auch der Ranzen am ersten Schultag Premiere. Bei der Auswahl der Schultasche ist besondere Sorgfalt gefragt, denn ein schlecht sitzender oder zu schwerer Ranzen kann auf Dauer zu Haltungsschäden führen und die Wirbelsäule strapazieren. Die Faustregel: Grundschüler sollten nicht mehr als zehn bis 15 Prozent ihres Körpergewichtes auf dem Rücken tragen.

Verstellbare, gepolsterte Träger gewährleisten den richtigen Sitz: Stellen Sie sie so ein, dass die Oberkante des Ranzens mit den Schultern des Kindes abschließt. Beim Ranzenkauf sollte das Kind also unbedingt dabei sein Reflektoren und reflektierende Beschichtungen erhöhen die Verkehrssicherheit. Wer beim Ranzenkauf auf die DIN-Norm 58124 und das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) achtet, kann davon ausgehen, dass er die notwendigen Kriterien erfüllt.

Übrigens: Auch das richtige Packen des Ranzens will gelernt sein. Schwere Bücher gehören an die Rückenseite und alles, was nicht täglich im Unterricht gebraucht wird, kann oft auch im Klassenzimmer deponiert werden oder gleich zu Hause bleiben.

Wichtig: Bewegung, frische Luft und ausreichend Schlaf
Der Unterricht stellt viele neue Anforderungen an die Kleinen: Konzentration ist gefragt, und das lange Stillsitzen ist auch noch ungewohnt. Damit der Schulalltag nicht zur Quälerei wird, brauchen die Kinder einen Ausgleich. Eltern sollten deshalb dafür sorgen, dass Schulkinder täglich etwa ein bis zwei Stunden Bewegung an der frischen Luft bekommen. Kinder, die bei jedem Wetter im Freien herumtoben und spielen können, verbessern ihr Körpergefühl und sind - die richtige Kleidung vorausgesetzt - weniger empfindlich gegen Erkältungskrankheiten. Außerdem schlafen sie besser. Immerhin klagt mittlerweile jedes sechste Grundschulkind über Schlafstörungen. Experten raten daher: Kinder im Grundschulalter sollten mindestens neuneinhalb bis elf Stunden schlafen, um am nächsten Morgen fit zu sein. Das gelingt leichter, wenn zu Hause das Abendessen nicht zu spät auf den Tisch kommt und abends auf Fernseh-Konsum verzichtet wird

Guter Start mit Frühstück
Auch wenn das frühe Aufstehen die kleinen Schulanfänger zunächst sehr fordert - die Zeit für ein gesundes Frühstück sollte sein. Denn nach dem nächtlichen "Fasten" muss der Körper seine Energiereserven wieder auftanken. Empfehlenswert ist ein Frühstück mit Brot oder Müsli sowie Quark, Joghurt oder Milch. Gerade Kinder benötigen die kalziumhaltigen Milchprodukte für ihren Knochenaufbau. Grundschüler, die morgens keinen Appetit haben, sollten daher wenigstens eine Tasse Kakao oder Milch trinken.

Auch für das Pausenbrot gilt: Vollwertiges Brot mit einem Belag aus magerer Wurst oder magerem Käse kombiniert mit Salat oder Tomaten sind die besten Energiespender, weil die Nährstoffe hier langsam abgebaut werden. Außerdem sollten die Kinder viel trinken. Ein Getränk für die große Pause gehört daher unbedingt in den Ranzen. Milch, Saftschorlen oder Mineralwasser sind besonders empfehlenswert. Ein kleiner Apfel rundet das Angebot ab.

Mit Sicherheit - der Weg zur Schule
Ein absolutes Muss vor Schulbeginn ist das frühzeitige Schulweg-Training. Suchen Sie für Ihr Kind den sichersten Schulweg aus - auch wenn der möglicherweise Umwege mit sich bringt, und üben Sie gemeinsam alles, worauf es ankommt: etwa Straßen nur an Ampeln oder Zebrastreifen überqueren oder Druckknopf-Ampeln sicher bedienen. Erklären Sie die wichtigsten Verkehrsregeln und -schilder. Zeigen Sie dem zukünftigen ABC-Schützen, wie man erst links, dann rechts und noch einmal nach links schaut, bevor man die Straße überquert. Begleiten Sie Ihr Kind so lange, bis es sicher allein zurecht kommt und organisieren Sie Ihren morgendlichen Ablauf so, dass das Kind auf dem Schulweg nicht hetzen muss.

Auch wenn Tochter oder Sohn bereits gut Fahrrad fahren können, sollte der Weg zur Schule erst nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse mit dem Rad zurückgelegt werden. Schulanfänger sind nämlich noch nicht in der Lage, Geschwindigkeit und die Entfernung herannahender Autos einzuschätzen. Gefahren liegen jedoch nicht nur im Straßenverkehr: So sollten Sie Ihrem Kind auch einschärfen, niemals zu Fremden ins Auto zu steigen

Quellen: TKK, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, Bundesarbeitsgemeinschaft mehr Sicherheit für Kinder, aid,



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