Osterglocken haben an Ostern ihren großen Auftritt

Osterglocken

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Gelbe Narzissen – oder Osterglocken – gehören zu Ostern wie die Schwalben zum Frühling. Das hängt damit zusammen, dass man früher mit ihnen die Kirchenglocken willkommen hieß, die bis Ostern schwiegen.

Als im frühen Mittelalter die ersten Kirchenglocken aufkamen, entschied man, dass diese für den Karfreitag zu fröhlich seien und deshalb zu schweigen hätten. Damals sagte der Volksmund, dass diese nach Rom 'flögen’, um dort von Gründonnerstag bis zur Osternacht Andacht zu halten. Kein Wunder, erwartete man an Ostern die wohl tönenden Glocken sehnsüchtig zurück. Und als sich später der Brauch des Ostergrusses entwickelte, bei dem man bei Freunden und Bekannten vorbei ging, um ihnen schöne Ostern zu wünschen, nahm man gelbe Narzissen mit. Diese sollten die lang ersehnten Glocken willkommen heissen. Damals kam der Name 'Osterglocken’ auf. Heute ist man nicht mehr so leichtgläubig. Aber Osterglocken sind dennoch en vogue und laut Fleurop nebst anderen Frühlingsblühern weit oben auf der Beliebtheitsskala. Gelb ist allerdings nicht die einzige Farbe, mit der diese schönen Zwiebelblumen aufwarten können. Denn ihr Farbspektrum umfasst auch Schneeweiss, Creme- und Orangetöne.

Pflegetipps für Osterglocken

Der botanische Name der Narzisse stammt aus dem Griechischen. - Narcissus hiess nämlich in der griechischen Mythologie ein schöner Jüngling, der die Liebe der Nymphe Echo verschmähte. Deshalb beschloss die griechische Göttin Aphrodite, ihn zu bestrafen. Als Narziss auf einer seiner Wanderungen zu einer Quelle kam und sich erschöpft niederwarf, sorgte Aphrodite dafür, dass er sich in sich selbst verliebte. Zuerst versuchte Narziss zwar noch, den schönen Knaben, den er vor sich im Wasser sah, zu umarmen. Aber bald erkannte er sich selbst, schaute verzückt aufs Wasser und quälte sich höchstens damit, dass er sich selbst nicht besitzen konnte. Dies ging so lange, bis die Verwandlung in eine Blume (…die Narzisse) seinen Qualen ein Ende setzte. Bei den Griechen des Altertums hiess diese Blume 'narkissos’ (übersetzt 'ich betäube’). Ob sich die Bedeutung des Namens allerdings auf den Duft bezieht, ist eher zweifelhaft. Vielmehr ist er wahrscheinlich auf die in den Zwiebeln enthaltenen Wirkstoffe zurückzuführen, die von griechischen Ärzten des Altertums zum Betäuben benutzt wurden. Noch heute spricht man von 'Narkose’!

Mittlerweile sind Narzissen aber ausschliesslich zum Anschauen da. Und wer sich deshalb lange an ihnen freuen will, sollte folgende Pflege-Tipps beherzigen:

  • Vorausgeschickt werden soll, dass Narzissen aus den Schnittflächen der Stiele einen Schleim absondern, der sich für die meisten anderen Blumen in der gleichen Vase als ungesund erweist. Deshalb werden Narzissen im Fachgeschäft 'ausgeschleimt’ angeboten.
  • Ausgeschleimte Narzissen sollten nicht mehr angeschnitten werden, bevor man sie in die Vase mit eher wenig Wasser stellt.
  • Dafür sollte man aber spezielles Narzissen-Frischhaltemittel ins Wasser geben. Dies vor allem dann, wenn man Narzissen mit anderen Blumen gemeinsam einstellt. Das Frischhaltemittel neutralisiert nämlich den eventuell noch austretenden Schleim und sorgt dafür, dass allen Schnittblumen ein langes Vasenleben beschert ist.
  • Im Übrigen gilt auch für Narzissen, dass sie kühle, zugfreie Standorte besonders zu schätzen wissen!


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