Kinder mögen Pausenbrote

Ein gute Basis für ein Pausenbrot sind Vollkorn- oder Knäckebrot, fettarme Wurst oder magerer Käse, dazu als Garnierung knackige Salatblätter, Weintrauben, Gurken oder Radieschen. Wenn Kinder mitentscheiden können, was aufs Pausenbrot kommt, landet das Schulfrühstück garantiert nicht im Papierkorb. Vielmehr haben Kinder Spaß daran, sich aus gesunden Zutaten selbst ein leckeres Essen zusammenzustellen.

Belegte Brote für die Pause stehen bei unseren Kindern ganz oben auf der Wunschliste fürs Schulfrühstück. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht erfreulich, denn die Stärke-Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe aus Brot und Brötchen sorgen für Konzentration und Leistungsfähigkeit am "Arbeitsplatz Schule".

In vielen Familien fehlt morgens oft die Zeit um ein leckeres Pausenbrot zu machen. Anstelle von Gemüsestreifen, Obst, Vollkornbrot und etwas Gutem aus Milch wandern Schokoriegel, Eistee und der Euro für den Kiosk in den Ranzen. Gesund ist das nicht.

So klappt es mit dem Pausenbrot

  • Pausenbrot so weit wie möglich schon am Vorabend vorbereiten 
  • Mit einer Birne, Clementine oder Apfelsine kann zum Beispiel das Thema Obst schon abgehakt werden. Möhrenstreifen oder Gurkenscheiben überstehen durchaus eine Nacht im Kühlschrank und wandern morgens einfach in die Pausendose
  • Rosinen, Sonnenblumenkerne, getrocknetes Obst oder Nüsse als süß-knackiger Snack können auch in der Frühstücksbox übernachten.
  • Joghurt oder ein Früchtequark und Vollkornbrot komplettieren am Morgen das Programm.
  • Gesunde Durstlöscher dazu sind Mineralwässer oder Fruchtschorlen

Von der einfachen Schnitte zur Luxusstulle
Eine schlichte Schnitte lässt sich mit wenig Aufwand und ein bisschen Fantasie problemlos in eine „Brotzeit de luxe“ verwandeln.

Erste Etappe – das Brot
Grundlage jeder Stulle und wichtiger Kohlenhydratlieferant. Scheibe für Scheibe liefert es Ballast- und Mineralstoffe. Wie gesund die Brotsorte ist, hängt von ihrem Vollkornanteil ab. DAK-Ernährungswissenschaftlerin Hanna-Kathrin Kraaibeek: „Erkundigen Sie sich beim Einkauf, ob das volle Getreidekorn mit verarbeitet ist. Hier lagern die wertvollsten Inhaltsstoffe. Je mehr Vollkorn, desto gesünder.“ Auch die Körner auf dem Brot haben es in sich: Sesam enthält beispielsweise viel Kalzium. Sonnenblumen- und Kürbiskerne liefern ungesättigte Fettsäuren, die sich günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.

Cleverer Brotbelag
Wer seinen Hunger gesund stillen möchte, sollte seine Stulle clever belegen. Eine ausgewogene Zusammenstellung fördert Konzentration, Fitness und gute Laune. Ob Nuss-Frischkäse oder Paprika-Creme: Gesunde Zutaten machen jedes Brot flotter – vom Roggen-Knäckebrot bis zur Laugenbrezel. Frische Kräuter wie Zitronenmelisse oder Sprossen
geben den geschmacklichen Feinschliff und liefern Vitamine.

Käsestulle mit neuer Unterlage
Fans des klassischen Käsebrots können öfter mal mit neuen Varianten experimentieren. Anstelle von Butter bringen fettarme Brotaufstriche ganz neue Geschmackserlebnisse: Wie wäre es beispielsweise, süßen Senf, Tomatenmark oder Mangochutney unter den Lieblingskäse zu streichen? Vielleicht auch so: Feige und Traube in der einen, Käsestulle in der anderen Hand – fertig ist das perfekte Trio!

Beim Wurstbrot genau hingucken
Geht es um die Wurst, ist entscheidend, was unter der Pelle steckt. Denn nicht jede Wurstsorte ist gesund. Magere Varianten wie beispielsweise Geflügelwurst, Lachsschinken oder Corned Beef schonen die Blutfettwerte und sind besser geeignet als Fleisch- oder Leberwurst. Wer die Wurst satt hat, kann zur Abwechslung auf Fisch setzen. Die Fettsäuren aus Thunfisch oder Lachs sind ein wichtiger Bestandteil der Nervenzellmembranen im Gehirn: So behalten Feinschmecker auch noch am Nachmittag einen klaren Kopf.

Coole Klappstulle für die Pause
Zugegeben: Es ist nicht leicht, Schulkinder von den Vorzügen einer vollwertigen Zwischenmahlzeit zu überzeugen. Was bei kleinen Gourmets dagegen zählt, sind bunte Farben, Fingerfood und viel Abwechslung. Wenn beispielsweise der Frischkäse ein Gesicht aus Schnittlauch hat, überzeugt das die kleinen Esser mehr als die Mahnung der Mama, doch ja das Schulbrot nicht zu vergessen. Idealerweise besteht der Snack für die Pause aus einem Vollkornbrot, dünn mit Butter oder Frischkäse bestrichen und belegt mit Käse, magerem Schinken oder fettarmer Wurst. Abwechslung schafft auch hier von Zeit zu Zeit ein vegetarischer Brotaufstrich. Joghurt, Quark oder Milchgetränke liefern Kalzium und sind eine gute Quelle für die Mineralstoffe Magnesium, Zink und Jod. Verpackt in einer bunten Brotdose findet auch der coolste Steppke Klappstullen klasse!

Auf die richtige Verpackung kommt es an 
Bevor die Pausenbrote mit den Kindern zur Schule gehen, ist die richtige Verpackung eine Überlegung wert. Vor allem dann, wenn angesichts morgendlicher Hektik die Brote schon am Vorabend zubereitet werden sollen.

Das zeigen die Ergebnisse einer haushaltswissenschaftlichen Untersuchung im Auftrag der GMF: Butterbrotpapier eignet sich nur schlecht als Verpackung für die Aufbewahrung über Nacht, in diesem Fall gehören die Pausenbrote erstens in Frühstücksbeutel oder Frischhaltefolie und zweitens in den Kühlschrank oder Froster. So bleibt der Geschmack am besten - gleich mit welchem Belag. Mit einem Tiefkühlgerät kann man sogar Pausenbrote für mehrere Tage "auf Vorrat" machen, ohne dass die Qualität darunter leiden muss.

Aber dann gehören sie portionsweise in Gefrierbeutel, am besten dafür geeignet sind Brote mit Salami und gekochtem Schinken, bei Käsebroten ist nach den Ergebnissen der Studie dagegen von TK-Vorräten abzuraten, die schmecken besser frisch. Im "Normalfall", d.h. morgens zubereitet und in der Pause verzehrt, geht's dagegen in erster Linie darum, dass die Stullen heil bis in die Schule kommen: am besten in einer Frühstücksbox oder im dafür vorgesehenen Fach der Schultasche.

 Fertig ist ein Pausenfrühstück, das die Energiezufuhr ebenso sichert wie den Vitamin- und Kalziumnachschub. 

Ein gesundes Pausenbrot, das Kindern schmeckt

 Rezept für ein "Pausen-Power-Brötchen"

Zutaten für 1 Portion: 1 Kürbiskernbrötchen, 1 EL Crème fraîche, 25 g Lachsschinken, 1 Kohlrabi (ca. 250 g), kleine Kohlrabiblättchen, Zitronensaft, Radicchioblätter, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Kohlrabi schälen, ein Viertel davon grob raspeln, salzen und zur Seite stellen. Die Brötchen aufschneiden und mit der Hälfte der Crème fraîche bestreichen. Radicchioblätter flachgedrückt auf die unteren Brötchenhälften legen, den Lachsschinken darauf geben. Den geraspelten Kohlrabi in einem Sieb gut ausdrücken, mit der restlichen Crème fraîche vermischen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat auf dem Schinken anrichten, mit gehackten Kohlrabiblättchen bestreuen, die Brötchendeckel auflegen und in Alu- oder Frischhaltefolie einwickeln.(pro Portion 260 kcal/1090 kJ)

Tipp: Den Rest vom Kohlrabi in Stäbchen schneiden und als Rohkost einpacken.



Weiteres zum Thema:  

Brot & Snacks

  
Gewinnspiel_728x90
  
Ausflugsziele an der Bergstrasse und in der Umgebung
  
  
JAHN Reisen