Irrtümer rund um den Schlaf

Die Menschen schlafen heute rund neunzig Minuten weniger als noch vor 100 Jahren. Der Körper braucht aber Schlaf, um sich zu regenerieren und um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Rund um das Thema Schlafgewohnheiten und gesunder Schlaf halten sich aber hartnäckig Irrtümer.


 

Häufiges Aufwachen ist ungesund Kurze Unterbrechungen des Schlafs sind ganz normal. Jede Nacht wachen wir durchschnittlich 28 Mal auf. Aber nur, wer länger als drei Minuten wach liegt, erinnert sich daran. In der Wildnis war dies vermutlich ein guter Schutz: So konnten unsere Vorfahren sich versichern, dass alles in Ordnung ist. In ungewohnter Umgebung haben Schlafende heute noch eine erhöhte Wachsamkeit.

Acht Stunden Schlaf pro Nacht sind optimal Der individuelle Schlafbedarf ist sehr verschieden. Normal ist alles zwischen fünf und acht Stunden; der Durchschnitt liegt in den westlichen Ländern bei sieben bis siebeneinhalb Stunden. Am meisten erholt sich der Körper in den ersten fünf Stunden des Schlafs. Trotzdem sollte man sich nicht auf dieses Minimum beschränken. Die beste Kontrolle ist: „Wie fühle ich mich am nächsten Tag?“ 

Schlaf vor Mitternacht ist der beste Bei den meisten Menschen fährt der Körper gegen 23 Uhr herunter. Die Temperatur sinkt, Nachthormone entfalten ihre Wirkung. Viele Menschen gehen darum gern um diese Zeit schlafen. Am erholsamsten für den Körper ist der Tiefschlaf in der ersten Nachthälfte – unabhängig jedoch davon, ob dieser vor oder nach Mitternacht liegt.

Eine gute Matratze sollte möglichst hart sein Eine harte Matratze kann an den Auflagepunkten des Körpers sogar Schmerzen verursachen. Zu weiche Matratzen wiederum unterstützen den Körper nicht genügend. Ideal ist eine punktelastische Matratze: Sie gibt nur dort nach, wo man mit der Faust hineindrückt.

Bei Vollmond schläft es sich schlechter Wissenschaftler können keinen Zusammenhang zwischen Vollmond und schlechtem Schlaf feststellen. Kein Wunder: Schließlich ist der Mond immer in seinem vollen Umfang präsent – ob er nun voll oder halb zu sehen ist. Allerdings stört viele Menschen das hellere Licht beim Einschlafen. Bei einigen wirkt der Mythos vom schlechten Vollmondschlaf wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: Man weiß darum und schläft deshalb schlecht.

Ein schnarchender Partner stört den Schlaf Getrennte Betten, wenn er oder sie schnarcht? Das muss nicht sein. Chronische Leichtschläfer haben es zwar neben einem schnarchenden Partner schwer. Menschen mit einem festeren Schlaf lassen sich davon jedoch nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Das fanden französische Forscher heraus. Zwar ist der Schlaf in Nächten mit Partner etwas leichter und man wacht häufiger kurz auf. Den erholsamen Tiefschlaf jedoch stört der Schnarcher nicht.

 Traumloser Schlaf ist nicht erholsam Der Schlaf in der zweiten Nachthälfte ist von schnellen Augenbewegungen gekennzeichnet. In dieser Zeit träumen wir lebhaft. Die Erholung geschieht jedoch vor allem im Tiefschlaf, also in den ersten vier bis fünf Stunden der Nacht. In dieser Phase regeneriert sich der Körper und speichert Gelerntes.

Wer nachts schlecht schläft, sollte Mittagsschlaf halten Das Gegenteil ist der Fall: Bei Schlafstörungen sollte man sich tagsüber richtig auspowern. Der Sportwissenschaftler Uwe Dresel von der DAK empfiehlt: „Stehen Sie früh auf, sorgen Sie für Bewegung und legen Sie sich erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind.“ Intensives Sporttreiben am Abend kann allerdings zu Einschlafstörungen führen, da der Kreislauf ein paar Stunden benötigt, um zur Ruhe zu kommen. Zur späteren Stunde sind daher leichte körperliche Aktivitäten wie Spazierengehen besser geeignet.

Kalt schlafen ist gesund Frieren behindert das Einschlafen sogar. Vor allem mit zunehmendem Alter braucht der Körper Wärme. Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad sind ideal. Das Bett sollte nicht unter dem Fenster stehen, sondern an der wärmsten Wand.

 Alkohol ist ein gutes Schlafmittel Wer Schlafprobleme hat, sollte eine Zeitlang ohne Promille ins Bett gehen. Ein Glas Wein zum Beispiel lässt uns zwar schneller einschlafen. Alkohol stört aber die Erholung. Der Grund: Der natürliche Verlauf von Tief und Traumphasen gerät durcheinander. Der beste Schlummertrunk ist eine warme Milch mit Honig.  Quelle DAK
 



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