Der Schlaf hält uns gesund und leistungsfähig

Der Körper braucht Schlaf, um sich zu regenerieren und um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Jeder zweite Deutsche hat jedoch Schlafprobleme, so das Ergebnis des aktuellen DAK-Gesundheitsreports. Unser Schlaf gleicht einer Achterbahnfahrt: von maximaler Entspannung im Tiefschlaf bis zu höchster Aktivität in der Traumphase. In gerade einmal 90 Minuten durchlaufen Körper und Geist diese Extreme, bei Erwachsenen vier- bis sechsmal pro Nacht. Danach wachen sie erholt wieder auf. Ein paar Nächte ohne ausreichenden Schlaf steckt der Körper meist problemlos weg. Halten die Störungen jedoch über Wochen an, schlagen sie aufs Gemüt und machen krank.

 

Schlafkiller Job und Stress
Eine der Hauptursachen besteht in der wachsenden Alltagsbelastung. Fast die Hälfte der Menschen mit Schlafproblemen leiden unter besonderem Stress oder Belastungen. Die Anforderungen an ihre Arbeitsleistungen steigen stetig, zugleich wächst die Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes. Wer viel arbeitet, schläft weniger. Echte Workaholics haben schlicht zu wenig Zeit zum Schlafen. Andere hält der Stress wach: „Wer am Arbeitsplatz ständig unter Strom steht, kommt abends oft nur schwer zur Ruhe

Gesellschaftliche Veränderungen
Es gab einmal eine Zeit, in der nachts Funkstille herrschte: Das Fernsehen zeigte ein Testbild, in Unternehmen liefen Anrufbeantworter. Wenn nach elf Uhr das Telefon klingelte, war es meist ein Notfall. Heute verlagern sich immer mehr Tätigkeiten des täglichen Lebens in die Nacht, weil tagsüber zu wenig Zeit bleibt: „ Heute macht die Dienstleistungsgesellschaft macht die Nacht zum Tage, obwohl uns der Tag-Nacht- Rhythmus biologisch vorgegeben ist“, sagt Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK.

Längere Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel, Ausweitung der Schichtdienste, unregelmäßige Arbeitszeiten und eine stetige Verlagerung von Arbeit in das Privatleben: Der natürliche Lebensrhythmus gerät zunehmend aus dem Takt. Nie zuvor haben Menschen unregelmäßiger und durchschnittlich weniger geschlafen als heute. Besonders betroffen sind Nachtarbeiter, die regelmäßig ihren natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus auf den Kopf stellen. Kraftfahrer, Piloten, Ärzte und viele andere Berufsgruppen gehören dazu

Schlafstörungen durch Konflikte oder Unzufriedenheit 
Nach einer durchgrübelten Nacht machen Menschen oft mehr Fehler im Beruf und leisten weniger. „Durch Schlafmangel lassen Kreativität und Reaktionsgeschwindigkeit nach. Auch Urteils- und Konzentrationsvermögen leiden.  Das steigert den Frust und sorgt für weitere ruhelose Nächte – ein Teufelskreis, der sich oft im Privaten fortsetzt: Wer unausgeschlafen und misslaunig Partnern und Freunden begegnet, gerät schneller in Konfliktsituationen und Auseinandersetzungen.

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