Erfolgreich Diät halten und dauerhaft abnehmen

Gründe für eine Diät gibt es viele - doch die meisten finden sich schlichtweg zu dick und wollen deshalb eine Diät halten.

Laut einer Forsa-Studie hat deshalb schon jede zweite Frau eine Diät hinter sich. Die Herren dagegen nehmen ihr Erscheinungsbild nicht ganz so wichtig; sie wollen häufig abnehmen, um Krankheiten vorzubeugen oder weil der Arzt ihnen angeraten hat, ein paar Pfunde abzunehmen.

Die beliebtesten Diäten

54 % verzichteten auf fetthaltige Lebensmittel
51 % verfolgten die FdH-Strategie
43 % stellten ihre Ernährung auf Vollwertkost um
12 % achteten auf den Glyx-Faktor
12 % entschieden sich für eine Diät, die nur ein bestimmtes Lebensmittel oder Anehmpräparate zuließ
11 % setzten auf bestimmte Lebensmittelgruppen wie bei der Atkins-Diät oder der Trennkost

Dät Erfolge

Aus ärztlicher Sicht ist es schon ein Erfolg, wenn die Waage ein Jahr nach Diät-Beginn fünf Prozent weniger als das Ausgangsgewicht anzeigt. Bei einer 80 Kilo schweren Frau wären das beispielsweise vier Kilo weniger. Die Realität sieht aber oft anders aus. Eine DAK-Umfrage ergab, dass 55 Prozent der Deutschen nach einer Diät bald wieder zugenommen. 20 Prozent davon wiegen genauso viel wie vorher, sieben Prozent haben sogar mehr Pfunde auf den Hüften als vor der Abspeck-Kur.

Welche Diät wirklich hilft

Strikte Diätvorschriften, bei denen kleine Sünden verboten sind, führen langfristig eher zu Frust als zur Traum-Figur. Doch welche Diät ist die richtige und woran ist eine gute Abspeck-Kur zu erkennen?  Ernährungsexpertin Hella Thomas gibt zehn wichtige Diät-Tipps:  
  1. Je mehr Kilo pro Woche oder Monat verschwinden sollen, desto zweifelhafter ist die Diät. Radikalkuren bringen nichts und führen nur zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt – am Ende wiegen Sie beim Urlaubsstart mehr als vor der Diät. Gute Abnehmprogramme kalkulieren einen Gewichtsverlust von einem Pfund pro Woche – maximal einem Kilo 
  2. Vergessen Sie alle einseitigen Diäten. Kommen bestimmte Lebensmittelgruppen zu kurz, entspricht das Programm nicht den Standards einer ausgewogenen Ernährung – und nur die hilft, auf Dauer schlank zu bleiben. 
  3. Gute Diäten berücksichtigen, dass der Körper ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird und dass kein Hungergefühl aufkommt. 
  4. Liegt die tägliche Energiezufuhr unter 1.000 kcal, darf die Diät nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. 
  5. Seriöse Programme empfehlen, den Gesundheitszustand beim Arzt checken zu lassen. 
  6. Eine Diät, die nur auf die Ernährung eingeht, ist mit Argusaugen zu betrachten. Denn ohne zusätzliche Bewegung läuft gar nichts. 
  7. Erfolgreiche Abspeck-Empfehlungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf eine langfristige Änderung des Trink- und Essverhaltens abzielen. Denn nur so kehren die verlorenen Pfunde nicht wieder zurück. 
  8. Diäten dürfen keinesfalls zu gesundheitlichen Risiken führen – egal ob Nährstoffmangel, erhöhter Cholesterinspiegel oder Nierenprobleme. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt. 
  9. Wenn ein Programm bestimmte Lebensmittel wie Süßigkeiten, Chips oder auch Wein kategorisch ausschließt, bringt die Diät nichts. Verbote lassen sich auf Dauer nicht durchhalten und führen nur zu Heißhungerattacken. Die Kur sollte deshalb zeigen, wie Sie die kleinen Sünden des Alltags sinnvoll in das Ernährungsprogramm einbinden können. 
  10. Dauerhaft abzunehmen ist ein langsamer Prozess, deshalb muss die Diät alltagstauglich sein – also mit Familie und Beruf harmonieren. Die Rezepte müssen schmecken und abwechslungsreich sein. Außerdem sollten Sie sich möglichst schnell und einfach zubereiten lassen.
  11. Von sämtlichen Diäten ist die Glyxdiät zur Zeit eine der populärsten. Grund ist, dass keine Lebensmittel generell verboten werden.

Glyxdiät: Glyx-Gefühle, statt Hungerstress?

Bei der Glyxdiät handelt es sich um keine „Hungerkur“. Der glykämische Index (GI) bestimmt, ob ein Lebensmittel als „gut“ oder „schlecht“ gilt, berichtet Verena Schüttig von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V.

Der GI beschreibt den Anstieg des Blutzuckers nach dem Verzehr kohlenhydrathaltiger Lebensmittel. Glucose dient dabei als Ausgangswert. Dieser bezieht sich auf die Erhöhung des Blutzuckers nach dem Verzehr von 50 Gramm Glucose. Der GI liegt hier bei 100. Bei den Glyxdiäten sind hauptsächlich Lebensmittel mit einem GI unter 50 zu verzehren. Darunter fallen Nahrungsmittel wie Vollmilch, Joghurt, Sojabohnen und die meisten Obst- und Gemüsesorten. Ein niedriger GI lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, dadurch produziert der Körper weniger Insulin. Dieses Hormon stoppt den Abbau von Fett im Körper. Zudem ist der Sättigungseffekt besser. Lebensmittel mit einem GI über 50 werden als „schlecht“ eingestuft. Dazu zählen zum Beispiel Croissants, Weißbrot, Wassermelone, Honig, Karotten, Kartoffeln und Cornflakes. Beim Verzehr dieser Lebensmittel steigt der Blutzuckerspiegel stärker an, es wird mehr Insulin produziert, der Fettabbau wird gestoppt und Heißhunger kommt auf.

Zu bemängeln ist allerdings, dass die Energieträger Fett und Protein in den Glyxdiäten nicht beachtet und so zum Teil sehr fetthaltige Lebensmittel als empfehlenswert gelten. Schwierig ist auch, dass Mahlzeitenkombinationen nicht berücksichtigt sind und die gegenseitige Beeinflussung der Nahrungsmittel kaum abschätzbar ist. Zuletzt unterliegt der GI vielen individuellen Schwankungen, wie der Art der Stärke in den Lebensmitteln oder dem Verarbeitungsgrad. Für die Glyxdiät spricht, dass hier Fett nicht als einzige Ursache für Übergewicht dargestellt ist, sondern auch die Kohlenhydrate miteinbezogen sind. Studien belegen zudem, dass eine Ernährung mit einem hohen glykämischen Index die Entstehung einiger ernährungsabhängigen Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Alzheimer und Übergewicht begünstigt. Daher ist der GI vor allem in der Ernährungstherapie der Diabetiker relevant

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