Studie: Bewegung macht Kinder sicherer

Eine Studie belegt: Kinder, die sich viel bewegen und ein gutes Körpergefühl entwickeln, verletzten sich weniger

Kinder wollen laufen, rennen, hüpfen, Bälle werfen oder treten, im Wasser planschen oder Bäume erklimmen – kurzum: einfach, ihrem natürlichen Bewegungsdrang freien Lauf lassen, sich austesten und mit anderen messen.

Regelmäßige Bewegung hilft Kindern dabei, sich gut zu entwickeln und sicherer durchs Leben zu gelangen. Dies funktioniert zum Beispiel mit sportlichen Aktivitäten wie Fußball, Radfahren, Klettern oder Schwimmen, wo Kinder ihre motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten schulen, um langfristig schwerwiegende Unfälle zu vermeiden.

Mehr Bewegung = weniger Unfälle
Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.  hat die Relevanz von Bewegungsförderung für die Unfallverhütung in einer Untersuchung nachweisen können: „Je bewegungserfahrener ein Kind ist, desto weniger unfallgefährdet ist es. Zudem entwickelt es in der Sportgruppe eine realistische Selbsteinschätzung und Teamgeist – beides auch für die Unfallverhütung wichtige Faktoren. Wer sich viel bewegt, ist zwar häufiger Situationen ausgesetzt, in denen er sich verletzen kann – aber er hat auch bessere Fähigkeiten, die ihn vor Verletzungen bewahren können, etwa durch schnelles Reagieren, Hindernissenausweichen, Sichabfangen.“

Gefahr droht allerdings dann, wenn Kinder, die viel Sport betreiben, dazu neigen, ihr Können in Routinesituationen zu überschätzen. Daher ist es wichtig, sie durch sportliches Training dafür zu sensibilisieren, ihre eigenen Grenzen erkennen zu können und sich nicht ablenken zu lassen. Regelmäßiges und angeleitetes Sporttreiben trainiert daneben besonders Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit. Alles Fähigkeiten, die ebenso einen Einfluss auf die gesamte gesundheitliche Entwicklung der kleinen Sportler haben. Und wer als Kind Sport mit Spaß verbunden hat, wird auch als Erwachsener weiter Lust auf Bewegung verspüren.

Die richtige Sportart finden
Sportarten, die sich besonders für die Schulung der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten eignen, gibt es viele: von Akrobatik über Fußball bis zum Voltigieren. Je nach Alter bieten sich dafür unterschiedliche Schwerpunkte an. Bereits ein- bis dreijährige Kinder lernen im Kleinkinderturnen oder im Eltern-Kind-Turnen vielfältige Bewegungs- und Spielformen kennen. Im Vorschulalter sollte die Entwicklung grundlegender Bewegungsformen wie Laufen, Springen, Kriechen, Rollen im Mittelpunkt stehen. Je breiter gefächert das Bewegungsangebot, desto besser.

Mit Eintritt in die Grundschule wollen viele Kinder eine „richtige“ Sportart ausüben. Jungen – und immer öfter auch Mädchen – entscheiden sich dann häufig für Fußball. Und damit für ein Training, das Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Teamgeist schult. Auch lernen die Kinder, Geschwindigkeiten einzuschätzen, sich auf Mitspieler zu konzentrieren und selbst im größten Durcheinander die Übersicht zu behalten. Eine Spezialisierung auf eine Sportart sollten Eltern ihren Kindern durchaus ermöglichen, jedoch darauf achten, dass das Training möglichst vielseitig ist.

Wie die Studie belegt, verletzen sich Kinder,  die ein positives Selbstbild und ein gut entwickeltes Körpergefühl durch ihr regelmäßiges Training aufweisen, deutlich seltener!

 



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