Sicher auf Schaukel, Klettergerüst & Co

Spielplätze sind für Kinder und Jugendliche ein beliebter Treffpunkt. Eltern sollten aber unbedingt auf die Sicherheit von Spielplatzgeräten achten, da es alljährlich zu folgeschweren Unfällen - sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich kommt.

Defekte Schaukeln, Rutschen und Klettergerüste sind eine ernste Gefahrenquelle

Helmtragen auf dem Spielplatz ist gefährlich

So richtig und wichtig ein Helm beim Fahrradfahren ist, so gefährlich kann er werden, wenn er nicht zur rechten Zeit auf dem Spielplatz abgesetzt wird. Fahrradhelme können in Astgabelungen oder in Kletternetzen hängen bleiben, während das Kind durch sein Gewicht nach unten gezogen wird. Bei angeschnallten Kinnriemen besteht dann akute Strangulationsgefahr, ähnlich wie bei Kordeln und Schlüsselbändern. Kinder sollten daher die Helme grundsätzlich nicht beim Spielen tragen, sondern nur beim Fahrradfahren, rät der Verein BAG Mehr Sicherheit für Kinder)

Defekte Schaukeln, Rutschen und Klettergerüste sind eine ernste Gefahrenquelle", warnt der Verband der deutschen Sicherheitsingenieure. Er rät Eltern, sowohl die Geräte im eigenen Garten einer Sicht- und Funktionsprüfung zu unterziehen als auch auf öffentlichen Kinderspielplätzen auf Mängel zu achten.

Checkliste für sicheren Spaß beim Spiel

  • Spielgeräte müssen fest mit dem Boden verbunden sein.
  • Holzgeräte dürfen keine faulige oder brüchige Stellen aufweisen. In Rissen und am Übergang von Standpfosten in das Erdreich kann sich Wasser sammeln, das zu Holzfäulnis führt. Die Stabiliät ist dann nicht mehr sichergestellt.
  • Auch Pilze im Holz sind ein sicheres Zeichen, das der Balken/Pfosten nicht mehr in Ordnung ist.
  • Seile und Taue müssen in gutem Zustand sein.
  • Eisenteile dürfen nicht durchgerostet sein.
  • Besondere Vorsicht bei Verschleißteilen wie Scharnieren und Gelenken.
  • An der gesamten Spielanlage dürfen keine scharfen Kanten, Schrauben oder Nägel hervorstehen.
  • Schaukelbretter müssen in einwandfreiem Zustand sein (keine verschlissene Stoßdämpfungsschicht, keine harten Holzbretter). Auf beiden Seiten der Schaukel sollte ausreichend Platz sein, damit das Kind beim Abspringen auf kein Hindernis fällt.
  • Wippen müssen eine Endanschlag-Dämpfung (z.B. Reifen) haben und sollten nicht nach links und rechts beweglich sein.
  • Im Rutschenauslauf sollte sich keine Kuhle gebildet haben. Gegebenenfalls muss diese wieder aufgefüllt werden.
  • Kinder sollten beim Spielen keine Anoraks mit Kordeln, Schlüsselanhänger, Fahrradhelme usw. tragen, da ansonsten Strangulationsgefahr besteht!
  • Der Geräte-Hersteller sollte bekannt sein und das Gerät sollte ein GS-Prüfzeichen tragen. Bei eigenen Geräten: Aufbau- und Wartungsanleitung beachten, keine eigenmächtigen Umbauten vornehmen.
  • Der Boden rund um die Spielanlage sollte frei von Verunreinigungen, Glas und Steinen sein.
  • Eigene Spielgeräte, die nicht in Ordnung sind, müssen der Zugänglichkeit durch Kinder entzogen werden. Schäden auf öffentlichen Spielplätzen sollten der Gemeinde bzw. dem Betreiber der Anlage gemeldet werden.

  
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