Checkliste für eine kindersichere Weihnachtszeit

 

Eigentlich sollte die Advents- und Weihnachtszeit besinnlich sein. Die Realität sieht bei den meisten jedoch anders aus. Eile, Stress und schnelles Hantieren sind an der Tagesordnung und führen leider Gottes auch immer wieder zu Kinderunfällen.

Ob beim Kochen oder Plätzchenbacken, beim Dekorieren der Wohnung oder beim Geschenke auspacken: Seien Sie vorsichtig, wenn kleine Kinder in der Nähe sind", rät die Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder e.V." und hat in einer Checkliste die wichtigsten Tipps für eine kindersichere Advents- und Weihnachtszeit  zusammengestellt.

Checkliste kindersichere Weihnachten

Kochen und Backen 
Plätzchenbacken mit Kindern bitte nur, wenn Sie dabei noch Zeit und Ruhe zum Reden, für Fragen und Erklärungen finden. Dann bietet sich die Weihnachtsbäckerei dafür an, gemeinsam mit den Kindern ab etwa drei Jahren Plätzchen auszustechen, den vorsichtigen Umgang mit dem heißen Herd zu vermitteln und anschließend die leckeren Back-Ergebnisse zu genießen. Kleinere Kinder können die Backaktivitäten vom Hochstuhl oder Laufstall aus beobachten.

Bevor es losgeht mit dem gemeinsamen Backen: Machen Sie sich die Gefahren- und Unfallquellen wie Herd, Backofen, Wasserkocher, Messer noch einmal ganz bewusst, damit Sie Ihre Kinder effektiv schützen können.

Seien Sie Ihren Kindern ein gutes Vorbild. Im Klartext heißt das: Topflappen benutzen, vorsichtig mit Heißem umgehen, Umsicht und Sorgfalt walten lassen. Und heiße Töpfe und Pfannen auf den hinteren Herdplatten abstellen - außer Reichweite experimentierfreudiger Sprösslinge. - Verwenden Sie mit kleinen Kindern niemals Erdnüsse zum Backen oder Naschen. Sie sind der häufigste Grund für Erstickungsunfälle durch Verschlucken.

Dekoration 
Keine weihnachtliche Tischdecke, sonst wird der Tisch mal schnell vor dem Dessert des Festessens abgeräumt - mit einem Rutsch. - Den Adventskranz nie unbeaufsichtigt lassen - schon gar nicht mit kleinen Kindern in der Nähe, denn trockenes Tannengrün oder Dekorationsteile könnten Feuer fangen oder die Kinder wollen mit der faszinierenden Flamme spielen. - Möglichst einen Feuerlöscher oder zumindest einen Eimer Wasser, eine gefüllte Gießkanne, alternativ auch einen Pfannendeckel oder eine Wolldecke zum Ersticken des Feuers in der Nähe bereithalten.

Rauchmelder sollten in jedem Haushalt installiert sein. Sie warnen frühzeitig, wenn trotz aller Vorsicht etwas in Brand geraten sein sollte.

Weihnachtsbaum
Den Baum am besten mit einer reißfesten Kordel, die mittig um den Stamm geführt wird, an einem gedübelten Haken an der Wand befestigen, um ein Umstürzen zu verhindern, wenn kleine Kinder sich an Zweigen hochzuziehen versuchen. - Bei Baumschmuck möglichst solchen wählen, der nicht zu kleinteilig, mit ungiftigen Farben bemalt und bruchsicher ist. Im Zweifelsfall lieber selbst gebastelte Strohsterne als fragile Kugeln mit Glitter, die leicht zerbrechen, wenn sie herunterfallen. - Um den Baum auch sicher zum Strahlen zu bringen, eignen sich GS-geprüfte Lichterketten besser als echte Baumkerzen. Die Gefahr eines Brandes wäre zu groß, die Aufmerksamkeit kann nicht ständig bei den Kerzen sein. Wer auf den leckeren Duft von echtem Bienenwachs nicht verzichten möchte, kann eine größere Kerze standsicher und in ausreichendem Abstand zu allem Brennbaren wie Christbaum, Dekorationen und Vorhängen gemeinsam mit den Kindern anzünden.

Geschenke und ihre Verpackung
 Leere Plastiktüten und Schnüre möglichst direkt verknoten. So geraten die Kinder gar nicht erst in Versuchung, die Tüten über den Kopf zu ziehen, wo sich das Plastik leicht vor Mund und Nase legt und festsaugt - Erstickungsgefahr! Und die Schnüre können so nicht einfach als Kettenersatz um den Hals gewickelt werden. - Alle Geschenkverpackungen direkt an einer Stelle sammeln, entfernt von den Kleinsten. Denn buntes, raschelndes Papier regt dazu an, es in den Mund zu stecken und sogar hinunter zu schlucken. Scharfe Kanten an Kartons und Papierverpackungen können in die Haut schneiden. - Andere Geschenke, die nicht für die Kleinen gedacht sind, direkt auf einen Tisch außerhalb ihrer Reichweite stellen. Ansonsten werden die Sachen gerne zweckentfremdet, der schöne silberne Handspiegel wird als Hammer missbraucht oder aber buntes Badeöl einem Geschmackstest unterzogen. Wenn alles ausgepackt ist, können die Gaben auch gemeinsam mit den Kindern in die Hand genommen und betrachtet werden. - Spielzeug mit Warnhinweis "Nicht für Kinder unter drei Jahren!" gehört nicht in Babys Hände. Es kennzeichnet Sachen mit Kleinteilen, die sich möglicherweise unbeabsichtigt lösen und verschluckt werden können.


 


  
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