Smoothies mit großen Qualitätsunterschieden

Himbeer-Kefir-Smoothie_mit_Mandellikörklien.jpgDer Siegeszug der Smoothie-Welle ist nicht mehr aufzuhalten – auch hierzulande lässt sich das neue Trendgetränk überall in den Kühlregalen bereits entdecken. Mit Hilfe eines Mixers lassen sich die leckeren Fruchtmixe aber auch ganz leicht selbst herstellen. Besonders gut erfrischen sie, wenn sie tief gefrorene Früchte oder Eiscreme enthalten. Lust auf einen Smoothie?

Ob Früchte pur oder mit Milch, Joghurt und Eis gemixt, das Besondere an Smoothies ist: Sie werden grundsätzlich aus frischen, natürlichen Zutaten zubereitet und sind in der Konsistenz genauso wie das englische Wort „smooth“ andeutet – weich, sanft, fein und cremig. Ursprünglich kommt das Trendgetränk aus den USA, wo es sehr populär ist und in unzähligen Smoothie-Saftbars frisch gemixt angeboten wird. Smoothies sind keine Erfindung der letzten Jahre, Rezeptideen dafür finden sich in den Waring Cookbooks bereits um 1940.

Von Amerika aus eroberten die Getränke mit dem fruchtig-frischen Geschmack Länder wie Australien undGroßbritannien. Jetzt boomen sie auch hier: angefangen von Supermärkten über Feinkostläden, Fitnesscentern, sogar Discounter führen seit kurzem trinkfertige Smoothies. Smoothies gibt es in vielen Variationen für jeden Geschmack. Reine Frucht-Smoothies bestehen im Gegensatz zu Säften aus den kompletten Früchten, nur Kerne und Stiele werden entfernt. Zum Durstlöschen sind die eher püreeartigen Fruchtmischungen nicht geeignet, aber als kleine Mahlzeit sehr zu empfehlen, denn in ihnen steckt der komplette Satz an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzen- und Ballaststoffen.

Dr. Bernhard Watzl von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel stelllt nicht ohne Ironie fest, dass viele Hersteller im Smoothie-Boom enorme Summen für deren Bewerbung in die Hand nehmen und die Versprechen auf der Glasflasche oder dem Karton klingen oft wie das Paradies aus der Convenience-Welt: "Diese Flasche enthält zwei Portionen Obst" oder "Deckt 50 Prozent des täglichen Bedarfs an Obst und Gemüse". Ein Allheilmittel also, das "Gesundheit to go" verspricht und das schlechte Gewissen erleichtert? Schließlich "schaffen" nur wenige die seit Jahren empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. "Leider sind die Werbeaussagen oft mit einem Sternchen versehen", so Watzl. Denn die Unternehmen machen sich einfach (völlig legal) verschiedene Empfehlungsmodelle zu Nutze und gehen meist von den niedrigeren Werten der Weltgesundheitstorganisation WHO aus. Auch nutzen die Anbieter den nicht vorhandenen juristischen Rahmen. Smoothies sind nicht genau definiert. So ist beispielsweise nicht festgelegt, wie hoch der Anteil an Fruchtstücken oder -püree sein muss beziehungsweise wie viel Saft höchstens enthalten sein darf. Denn Saft enthält nur einen Bruchteil an gesundheitlich relevanten Eigenschaften des Ausgangsproduktes, da er fast ausschließlich aus der Frucht ohne Schalenanteil gewonnen wird. Ein Beispiel gibt Watzl: "Eine Apfelschale enthält 140 mg des sekundären Pflanzenstoffs Quercetin pro 100 g. Das Fruchtfleisch dagegen weniger als 2 mg". Quercetin ist vor allem für seine positive Wirkung gegen Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt. Die gute Nachricht ist, dass viele Hersteller von Smoothies ganze Früchte zur Verarbeitung verwenden, so dass sich der Verlust der "gesunden Anteile" in Grenzen hält. Ein genauer Blick aufs Etikett ist also in jedem Falle ratsam.

Hier einige Tipps

- Achten Sie auf einen hohen Anteil von "ganzem" Obst oder Gemüse!
- Gute Smoothies enthalten keinerlei Zusatzstoffe (auch keinen Zucker)
- Probieren Sie es mal mit einem hausgemachten Smoothie im Mixer und genießen Sie ihn ganz frisch!
- Das beste aber bleibt der Biss in ein Stück leckeres, knackiges Obst oder Gemüse.

Neben Früchten können Smoothies auch Milchprodukte wie Joghurt oder Eiscreme enthalten, was ihnen eine besonders cremige Beschaffenheit verleiht. Ein bisschen ähneln die Milch-Smoothies Sorbets, nur ass man dazu keinen Löffel braucht und man sie mit einem Trinkhalm genüsslich schlürfen kann.  Mit Hilfe eines Mixers lassen sich die leckeren Fruchtmixe ganz leicht selbst herstellen. Besonders gut erfrischen sie, wenn sie tief gefrorene Früchte oder Eiscreme enthalten. Lust auf einen Smoothie? Quelle: aid, Franziska Röseberg

Hier eine Rezeptidee zum Ausprobieren:

Himbeer-Kefir-Smoothie_mit_Mandellikörklien.jpg

Für einen Himbeer-Kefir-Smoothie 150 Gramm Aprikosen, frisch oder aus der Dose, einen großen Becher Kefir, 300 Gramm gefrorene Himbeeren sowie das Mark von einer Vanilleschote in einen Mixer geben, zunächst auf Intervallstufe, dann auf höchster Stufe pürieren.

In vier Gläser füllen und gleich genießen. Wer will, kann den Drink noch mit Mandellikör aromatisieren. Als ausgefallene, gästetaugliche Idee präsentiert sich der Spinat-Joghurt-Smoothie: Dazu einen Block tief gefrorenen Blattspinat im Mixer eine Viertelstunde antauen lassen, dann kommen als Clou 50 Gramm getrocknete Tomaten dazu, 500 Gramm Naturjoghurt sowie frische Thymianblättchen.  Alles mixen und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und einer Prise Zucker pikant abschmecken.( CMA)

 

 



Weiteres zum Thema:  

Getränke

  
Gewinnspiel_728x90
  
Ausflugsziele an der Bergstrasse und in der Umgebung
  
  
JAHN Reisen