Das Osterei als Sinnbild des werdenen Lebens

 

Das Ei gilt als Sinnbild des werdenden Lebens.  Das österliche Eieressen ist aber nicht darauf zurückzuführen.

Der  Grund dafür war die im 7. Jh. eingeführte Fastenzeit, während der man weder Fleisch noch Eier essen durfte. Da man nämlich die Hennen schlecht dazu bringen konnte, während der Fastenzeit keine Eier zu legen, kam es bis Ostern zu einem Eier-Überschuss. Um diese haltbar zu machen, kochte man sie in der Fastenzeit. Am Gründonnerstag verwendete man einen Teil davon zur Bezahlung der Zinsen an den Lehnherrn, andere liess man am Ostersonntag in der Kirche segnen. Um die gesegneten von den ungesegneten Eiern zu unterscheiden, färbte man sie ein. Das oft verwendete Rot galt dabei als Urfarbe für das Blut Christi.

Das buntbemalte Osterei wird tradtionell an Ostern verschenkt. Der Osterhase ist der Überbringer der hartgekochten, buntbemalten Eier. Er versteckt die Ostereier traditionell im Garten, wo sie von den Kindern am Ostersonntag gesucht werden.

Auch Palmzweige und Palmkätzchen werden traditionell mit  kunstvoll bemalten, ausgeblasenen Eiern geschmückt und verwandeltn sich so in einen dekorativen Osterstrauß.  Kunsthandwerklich gestaltete Eier werden ebenfalls als Dekoration im Osternest verwendet. 

Wie lange sind gekochte Ostereier haltbar?

Bunte Eier gehören zu Ostern einfach dazu. Wichtig für die Haltbarkeit: Die Schale sollte unversehrt und möglichst glatt sein, die Garzeit der Eier je nach Größe und Ausgangstemperatur 10 bis 12 Minuten betragen. Die gängige Praxis, Eier mit kaltem Wasser abzuschrecken, beeinflusst entscheidend die Haltbarkeit: Hartgekochte Eier, die nicht kalt abgeschreckt werden, sind bei Raumtemperatur ca. 10 Tage lagerfähig; Eier, die abgeschreckt werden, dagegen höchstens zwei bis drei Tage. Letztere sind daher besser im Kühlschrank aufgehoben. Dort sind sie bei fünf Grad Celsius bis zu einer Woche haltbar. Der Grund für den Unterschied: Beim Kochen wird das Ei-Oberhäutchen, ein natürlicher Selbstschutz des Eies, zerstört. Dieses umgibt das Ei außen auf der Schale. Daher sollte man frische Eier auch nicht waschen. Denn mit dem Wasser können durch die poröse Eierschale Keime eindringen und das Ei schneller verderben. Auch lassen sich abgeschreckte Eier nicht besser schälen. Hier kommt es vielmehr auf die Frische an: 14 Tage gereifte Eier lassen sich viel besser pellen als legefrische. Im Lebensmittelhandel erhältliche bunte Eier sind entsprechend dem aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum verwendbar, da die aufgebrachte Farbe die poröse Eierschale verschließt. (CMA)



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