Wie vermittelt man gesundes Ernährungsverhalten?

Wir alle wissen es längst: Gesunde und leistungsfähige Kinder brauchen vollwertiges Essen und Trinken. Um ein gesundes Ernährungsverhalten zu erlernen, brauchen sie gute Vorbilder und möglichst früh Unterstützung - auch im Kindergarten und in der Schule. Das ist auch nicht neu. Aber wie kann das in der Praxis aussehen?

Vielen Familien fällt es schwer, gesundes Essen in den Alltag zu integrieren. Vielfältige Lebensentwürfe verändern die Familienstrukturen, neue Arbeitsformen verursachen Zeitdruck, ein unüberschaubares Lebensmittelangebot und widersprüchliche Ernährungsempfehlungen verunsichern die Menschen. Mit dem aid-Ernährungsführerschein lassen sich wichtige grundlegende Kompetenzen rund um die Kultur und Technik der Nahrungszubereitung spielerisch üben und praktizieren. Kinder können lernen, zwischen "guten" und "schlechten" Lebensmitteln zu unterscheiden. Aber das reicht noch lange nicht aus. Vielmehr geht es darum, mit ihnen gemeinsam zu erarbeiten, wie gesundes Ess- und Trinkverhalten in ihrem persönlichen Alltag aussehen könnte. Anstatt aus Langeweile vor dem Fernseher Süßigkeiten zu futtern, sollen sie Spaß daran haben, aktiv zu werden, zu spielen oder sich selbst gesundes Essen zuzubereiten.  


 

So lernen Kinder gesundes Ernährungsverhalten 

 

Der Ernährungsführerschein

 Der aid-Ernährungsführerschein wurde für Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse entwickelt. Er vermittelt Kindern nicht nur Wissen, sondern vor allem praktische Kompetenzen für die Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln. Beim aid-Ernährungsführerschein erwerben die Kinder in sechs bis sieben Doppelstunden die Lizenz zum "Selber kochen". In den ersten vier Unterrichtseinheiten lernen und üben die Kinder grundlegende Fertigkeiten für die Zubereitung von Lebensmitteln. Dabei bereiten sie in Kleingruppen vier verschiedene kalte Speisen zu. In zwei weiteren Doppelstunden festigen sie das Gelernte in einer theoretischen und praktischen Prüfung. Die Schwerpunktthemen "gesundes Essen", "Hygiene" und "Esskultur" ziehen sich dabei als roter Faden durch alle Unterrichtseinheiten und werden in je einer Doppelstunde vertieft.

In der praktischen Prüfung bewirten die Schülerinnen und Schüler Gäste - zum Beispiel Eltern oder eine Patenklasse - mit einem kleinen Buffet. Wie beim Fahrradführerschein erhält jedes Kind zum Abschluss ein Führerscheindokument als Teilnahmebestätigung. Schulen, die über eine Küchenzeile oder einen Herd verfügen, können eine zusätzliche Unterrichtseinheit anbieten, in der die Kinder warme Gerichte zubereiten. 

Schülerinnen und Schüler, die am Führerscheinprojekt teilgenommen haben

  • kennen die wichtigsten Lebensmittelgruppen und wissen, wie eine gesunde Mahlzeit aussieht.
  • kennen die Grundregeln der Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln.
  • können Lebensmittel verarbeiten und daraus kleine Gerichte zubereiten.
  • können einen Tisch decken.
  • kennen wichtige Tischregeln und gestalten gemeinsame Mahlzeiten.

Der aid-Ernährungsführerschein ist zugeschnitten auf die Umsetzung durch Lehrkräfte. Eine hauswirtschaftliche Schulung oder besondere ernährungswissenschaftliche Kenntnisse sind nicht erforderlich. Alle notwendigen fachlichen Inhalte vermittelt das Begleitheft des Führerscheins mit Grundlageninformationen und ausführlichen Unterrichtsverläufen. Grundsätzlich besteht für Schulen auch die Möglichkeit, den Führerschein von externen Fachkräften durchführen zu lassen.
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