Wieviel Stress haben Kinder?

Kinder und Jugendliche müssen viele Anforderungen meistern. Eine gute Gesundheit – physisch, emotional und sozial – hilft ihnen, produktiv mit diesen Voraussetzungen umzugehen. Von den Schülerinnen und Schülern mit häufigen Beschwerden geben mehr als zwei Drittel an, in der Schule regelmäßig negative Gefühle zu erleben. Stress bei Kindern kann schnell dazu führen, dass die Entwicklungsfähigkeit eingeschränkt und Lebensziele nicht erreicht werden.

 

Jeder dritte Schüler in Deutschland berichtet laut einer DAK Studie von regelmäßigen Stress-Symptomen.
Sie sind gereizt, können schlecht schlafen und klagen über Schmerzen. 
 

 


Mädchen berichten häufiger über Stress-Beschwerden

Auffällig sind deutliche Geschlechtsunterschiede. So berichten Mädchen doppelt so häufig wie Jungen von psychosomatischen Beschwerden. Bei einzelnen Symptomen ist der Unterschied noch gravierender. Vor allem in der Pubertät und beim Übergang in den Beruf treten die körperlichen und psychischen Probleme besonders häufig auf. Bei Mädchen steigen die Beschwerden ab dem 15. Lebensjahr kontinuierlich an, während sie bei Jungen ab dem 12. Lebensjahr nicht weiter zunehmen. .

Einschlafprobleme und Gereiztheit sind die häufigsten Beschwerden, gefolgt von Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Niedergeschlagenheit Nervosität , Schwindelgefühle und Bauchschmerzen Jeder zehnte Schüler berichtet, dass er sogar täglich zwei oder mehr Beschwerden hat..

Stress durch schlechtes Klassenklima & Prüfungsangst

Die Gesundheit vieler Kinder und Jugendlicher leidet unter schulischen Belastungen . Viele Probleme hängen offenbar eng mit dem Klassenklima zusammen, wobei Gymnasiasten  insgesamt seltener unter psychosomatischen Beschwerden leiden.

Aggressionen gegen Mitschüler, Konkurrenzdenken, Cliquenbildung und Diskriminierung sind häufig Gründen, weshalb Betroffene sich in der Schule „verzweifelt fühlen. Jeder zweite Schüler mit häufigen Beschwerden berichtet ferner von Prüfungsangst.

Wird falsch auf diese Belastungen reagiert, können negative Gefühle und psychosomatische Beschwerden entstehen. Wichtig ist, dass Lehrer und Eltern die Probleme offen angehen. Schweigen und Verdrängen macht alles noch schwieriger.  Schüler, die Probleme eher vermeiden, berichten mehr als doppelt so häufig von regelmäßigen Beschwerden..

Empfehlungen

Schule und Familie spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen geht. Um Stress zu vermeiden ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche bereits in der Kindheit lernen, entsprechend mit Problemen umzugehen, denn Gesundheitsverhalten und und Lebensstile lassen sich später nur schwer wieder ändern. .

Wichtige Voraussetzungen zum Umgang mit Stress ist die ein gutes Selbstwertgefühl und ein aktiver Umgang mit Problemen. Um Kinder vor Stress-Symptomen zu schützen sind folgende Maßnahmen förderlich:

  • Verbesserung der Fähigkeit, mit Stress, Problemen und Anforderungen umzugehen, z. B. durch das Erlernen von günstigen Lernstrategien sowie durch die Entwicklung von Entspannungskompetenzen.
  • Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen
  • Erlernen eines günstigen Umgangs mit Misserfolgen und Problemen
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  •  Maßnahmen zur Gewaltprävention
  • Maßnahmen zur Verbesserung des Klassenklimas

 


  
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