Als die Synagogen brannten – Die Reichspogromnacht 1938 im Kreis Bergstraße“


Im November 2008 brachte der Verein „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.“ eine  Broschüre über die Vorgänge in der Reichspogromnacht um den 9./10. November 1938 im Kreis Bergstraße heraus. Beschrieben wurden die Zerstörungen der Synagogen in Bensheim, Heppenheim, Lampertheim, Lorsch und Viernheim, die Verwüstungen und Beschädigungen der jüdischen Gotteshäuser in Biblis, Neckarsteinach, Rimbach und Zwingenberg. Die Synagogen in Auerbach, Birkenau, Bürstadt, Groß-Rohrheim, Hirschhorn und Lautertal waren bereits vor der Pogromnacht verkauft worden und entgingen hierdurch dem Angriff der nationalsozialistischen Horden. Ausführlich wurde aber auch auf die Angriffe gegen jüdische Bürger in den Bergsträßer Gemeinden und Städten eingegangen; auch die Verwüstung des Alsbacher Judenfriedhofs, auf dem viele jüdische Bürger aus der nördlichen Bergstraße begraben sind, wurden detailliert beschrieben.

Binnen eines Monats war diese erste Auflage vergriffen und erforderte einen umfangreichen Nachdruck. Viele Bestellungen gingen aus ganz Südhessen und benachbarten Gebieten ein, aber auch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung in Wiesbaden sowie die Schulabteilung des Kreises Bergstraße orderten eine größere Anzahl an Exemplaren.

Anfang 2011: Alles fast vergriffen und eine neue 3. Auflage war erforderlich. Der Text wurde nochmals  überarbeitet und im Abschnitt „Wirtschaftlicher Aspekt der Pogromnacht“ wesentlich erweitert. „Dieser wirtschaftliche Aspekt“, so der Autor der Broschüre Dr. Fritz Kilthau, „wird oftmals unterschätzt oder völlig ausgeblendet: Die Vermögenserfassung der Juden im April 1938 erlaubte die Erpressung von mehr als 1 Milliarde Reichsmark nach der Reichspogromnacht als ‚Sühneleistung’. Die Emigration der Juden wurde mit der extrem hohen sogenannten Reichsfluchtsteuer für das jüdische Vermögen und der ‚Dego-Abgabe’ für transferiertes Geld belastet oder unmöglich gemacht. Die ‚Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben’ vom 12. November 1938 bedeutete entweder Stilllegung eines Betriebs oder ‚Zwangs“-Arisierung’ (Verkauf an nichtjüdische Bürger) meist unter Wert.“

Fritz Kilthau: „Als die Synagogen brannten – Die Reichspogromnacht 1938 im Kreis Bergstraße“
3. Auflage März 2011 - 57 Seiten mit 34 farbigen Bildern/Dokumenten  
Herausgeber: Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.
Weitere Informationen: www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de
Die Broschüre kann unter www.arbeitskreis-zwingenberger-synagoge.de bzw. Tel. 06251-72171 für 3.50 € plus 1.50 € Porto und Versand bestellt werden.  

 


  
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