Johann Sebastian Bach und seine Familie

Konzertchor Dilsberger Kantorei: „Chorkonzert zum Jahresbeginn“ in Heidelberg und Weinheim

 
Bei einer Umfrage, wer wohl zu den größten Komponisten aller Zeiten gehört, wird neben Mozart, Beethoven, Verdi oder Wagner sicher auch der Name „Johann Sebastian Bach“ unter den Erstplazierten auftauchen. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Name „Bach“ für eine ganze Dynastie von Stadtmusikern, Organisten und Komponisten steht. In Erfurt beherrschte die Familie Bach das musikalische Leben über knapp zwei Jahrhunderte derart, dass noch am Ende des 18. Jahrhunderts alle Stadtpfeiffer „Bache“ genannt wurden.
 
Für das traditionelle „Chorkonzert zum Jahresbeginn“ der Dilsberger Kantorei in Heidelberg und Weinheim, das in diesem Jahr am 30. und 31. Januar stattfinden wird, hat sich Dirigent Markus Karch in das dichte Gestrüpp der Bachschen Familiennamen eingearbeitet. Zu hören ist ein Konzertprogramm mit Werken von Johann Sebastian Bach, seinen Onkeln und seinen Söhnen. In bewährter Weise hat Markus Karch die verschiedenen Chorwerke, Solokantaten und Instrumentalstücke so zusammengestellt, dass die Stücke nicht einzeln nebeneinander stehen, sondern als „neues Ganzes“ wirken.
 
Die Ursprünge der Familie Bach liegen in Ungarn. Von dort floh im 16. Jahrhundert der Bäcker Veit (Vitus) Bach wegen seines lutherischen Glaubens nach Thüringen. Veit Bach ließ sich im thüringischen Dörfchen Wechmar nieder, um wieder seinem Beruf als Bäcker nachzugehen. Sein Sohn Johannes übernahm vom Vater das Bäckerhandwerk und die Liebe zur Musik. In der nächsten Generation finden sich die ersten Organisten und Stadtmusikanten, tätig in Erfurt, Eisenach und Arnstadt. Als Urenkel Veit Bachs wird 1645 Johann Christoph Bach, der Vater Johann Sebastians geboren. Mit den Söhnen von Johann Sebastian beginnt schließlich die Vorklassik, der große Stilwechsel, der zu Mozart und Beethoven hinführt.
 
Somit wird im „Konzert zum Jahresbeginn“ der Dilsberger Kantorei auch der Epochenwechsel vom Barockzeitalter zur Klassik zu hören sein. Ein im Ganzen sehr bekömmliches Programm mit schöner Musik in vielen Besetzungsvarianten, auf das sich sowohl der ungeübte Klassikhörer wie auch der Kenner jetzt schon freuen kann.
 
Es singt der Heidelberger Konzertchor „Dilsberger Kantorei“ unter der Leitung von Markus Karch. In kleiner Besetzung musiziert das Neumeyer-Consort auf historischen Instrumenten; als Solistin wird die bekannte Sopranistin Sabine Goetz zu hören sein.
 
Die Konzerte finden statt am Samstag, den 30. Januar 2010 um 20 Uhr in der Providenzkirche Heidelberg (Fußgängerzone, Nähe Theaterstraße) und am Sonntag, den 31. Januar 2010 um 19 Uhr in der  Marktplatzkirche St. Laurentius in Weinheim. . Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage des Chores unter www.dilsberger-kantorei.de.
 
Karten gibt es bei den üblichen Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 06221/802286 sowie per E-Mail an chor@dilsberger-kantorei.de
 

  
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