Gemeinde Seeheim-Jugenheim verleiht Geschirr-Mobil

Königlich tafeln beim Fest Geschirrr-Mobil mit Porzellantellern zum Verleihen - 

Ein bekanntes Sprichwort sagt "Man muss die Feste feiern, wie sie fallen". Gerade jetzt lassen sich das die Seeheim-Jugenheimer nicht zweimal sagen.

Familienfeiern, Grillpartys, Vereins- und Straßenfeste laden überall zum Feiern ein. Nach dem Fest bleiben mit den oft hoffentlich schönen Erinnerungen leider oft auch Abfallberge zurück: Überquellende Mülleimer, Plastikgeschirr und Pappteller, Portionstütchen von Senf und so weiter. Bei der Gemeindeverwaltung können die Bürger ein Geschirrmobil ausleihen.

 Dabei handelt es sich um einen Spezialanhänger, auf dem eine geräumige Gewerbespül- maschine installiert ist. Zusätzlich ist der Wagen mit Porzellangedecken und Chrombestecken ausgestattet. Alles ist rüttelfest und bruchsicher in handlichen Kunststoffbehältern verpackt. Damit ist die Handhabung sehr vereinfacht.

Neben Vereinen und Gruppen nutzen viele Privatpersonen dieses Serviceangebot der Gemeinde, um abfallarme Feste zu feiern. Einhellig ist die Meinung: "Ein Steak vom Plastikteller ist nicht nur Geschmacks- sache, Abfallvermeidung verhindert auch überquellende Müllcontainer". Seit sechzehn Jahren ist das feuerrote Geschirrmobil im Einsatz. Ist das Mobil einmal nicht im Einsatz, steht es auf dem gemeindlichen Betriebshof.

Die Gemeinde- beschäftigten sind es auch, die die regelmäßige Wartung und Pflege des Anhängers durchführen. Nach jedem Einsatz werden das Geschirr und die Bestecke auf seine Vollständigkeit überprüft, dann werden auch die "schwarzen Schafe" entdeckt, die es mit der Reinlichkeit nicht so genau genommen haben. Befinden sich noch Speisereste an Tellern, Tassen, Messern und Gabeln, muss der Mieter für die dann notwendige zusätzliche Reinigung aufkommen.

Zum Glück sind Beanstandungen selten. Vermietet wird das Mobil vom kommunalen Betriebshof, Breslauer Straße 16, (Telefon 06257 990361). Zu zahlen ist lediglich eine Pauschale für die Bearbeitung und Vermietung. Hinzu kommen fünf Euro pro geöffneter Geschirrkiste. In dieser Gebühr ist auch das notwendige Geschirrspülmittel enthalten.

Hat der Mieter keine Möglichkeit, den Anhänger selbst zu transportieren, so übernimmt der Betriebshof diese Arbeit. Für den Hin- und Rücktransport wird ein kleiner Betrag berechnet.

Der Anhänger kann überall aufgestellt werden, wo ein Elektro-, Wasser und Kanalan- schluss vorhanden ist. Außerdem muss eine Kaution hinterlegt werden. Ortsansässige Vereine erhalten zehn Prozent Rabatt auf die Mietkosten. Wenn also demnächst ein größeres Fest geplant ist, sollte man daran denken, dass gemütliche Feste ohne "unappetitliche" Abfallberge möglich sind. Sicherlich freut es auch die Gäste, wenn sie die Bratwurst oder den Kartoffelsalat auf "echten Tellern" sowie frisch gezapftes Bier in einem Glas serviert bekommen, sagt Bürgermeister Olaf Kühn. Stand2007


  
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