Sulke macht kein’ Quatsch 
 

 
 
Er ist Philosoph und Filmschaffender, schreibt seine Computerprogramme selber und verdreht auch im reifen Alter noch den Mädels den Kopf. Und er schuf einen Song, der das Jahrtausend überstand und mehr als ein Hit, zu einem Gassenhauer wurde: „Uschi (mach kein Quatsch)“. Ganz abgesehen davon: Es ist wohl kein rechtschaffener deutschsprachiger Musiker bekannt, der wunderbare Comics zeichnet, erfolgreich bildhauert, eine Firma für Studiotechnik betrieb, Weinikonen der allerbesten Lagen sammelt, Bücher schreibt und, und, und,
Will man die Biografie des Multitalents Stephan Sulke schreiben, stößt man auf ganz bemerkenswerte Stationen. Sulke, Sohn Berliner Eltern, wurde in China geboren, weil seine Eltern vor den Nationalsozialisten flüchteten. Die Zeit verschlug ihn später in die USA, wor er vor 40 Jahren seine Debütsingle produzierte, kurz darauf studierte er Jura in der Schweiz. 
Er half, das Jazz Festival in Montreux zu dem zu machen, was es heute ist. Weil ihm die Technik immer ein Dorn im Auge war, gründete er ein Unternehmen für Studiotechnik und andere Künstler wie Herbert Grönemeyer oder Erika Pluhar bedienten sich bei ihm, wenn sie neue Songs suchten.
 
Nach einer Chanson-Karriere in Paris brachte er 1976 seine erste
deutsche Langspielplatte heraus und wurde – mit 33 Jahren – prompt als „Nachwuchskünstler des Jahres“ ausgezeichnet. 1981 schrieb er einen Song, der mehr als 25 Jahre später unvergessen und dessen Titel zum geflügelten Wort wurde: „Uschi (mach kein Quatsch)“. Andere Evergreens der deutschen Liedermacherei sind „Lotte“ oder „Der Mann aus Russland“. Kein Songpoet trifft die Gratwanderung zwischen Melancolie und Ironie so genau wie Stephan SulkeSulke, Schweizer Staatsbürger, lebt mit seiner Frau heute das Savoir-Vivre Südfrankreichs. Es hat lange gedauert, ihn wieder ins Studio zu locken. Ausschlaggebend war letztendlich die Idee zu einem Song, der auch Titel des neuen Albums wurde: „Mensch ging das aber schnell …“ 
 
Das Album erschien im März 2007 – seither tourt der Grandseigneur der deutschen Liedermacher durch ausgesuchte Orte in Deutschland. Seine aktuelle Tournee führt in auch in die Rhein-Neckar-Region, nämlich nach Weinheim an der Bergstraße. Veranstalter sind das Schlossrestaurant „Hutter im Schloss“ und das Kulturbüro der Stadt Weinheim. In der Zweiburgenstadt ist er gleich zweimal „hautnah“ zu sehen. Am Donnerstag, 15. Oktober, 20 Uhr im urigen Weinheimer Schlosskeller, Karten für 20 Euro beim Ticket-Shop der DiesbachMedien in Weinheim (Telefon 0 62 01 - 81 345,  Und zwei Tage vorher im Rahmen eines „Poetischen Dinners“ im Schlossrestaurant, wenn Stephan Sulke ein exklusives Programm zu einem Fünf-Gänge-Menü von Küchenchef und Musikfan Jan Hutter zusammenstellt (75 Euro), Reservierungen unter 06201-99550 oder www.hutter-im-schloss.de  
 

  
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